Feuer wütet im Vogel-Paradies
Mellum/Brake. Bei Naturfreunden gilt sie als eine der letzten Paradiese: Die unbewohnte Vogelschutzinsel Mellum liegt einsam in der Weite des niedersächsischen Wattenmeers, umgeben von den Strömen Weser und Jade. Jetzt wüten Flammen in dem Idyll, weißer Rauch ist kilometerweit zu sehen. Verkohlte Küken liegen umher, die alten Baumbestände, Gebüsche und Sträucher werden ein Raub der Flammen.
Wie das Feuer ausgebrochen ist, kann derzeit niemand sagen. «Leider sind auch die Salzwiesen stark betroffen», sagt Thomas Schumacher vom Mellumrat. Die Naturschutz- und Forschungsgemeinschaft betreut die 1921 unter Schutz gestellte Insel.
Wie viele Jungvögel umgekommen sind, lässt sich derzeit noch nicht sagen. «Es ist aber ein Brutgebiet einer kompletten Silbermöwenkolonie verbrannt», sagte Schumacher. Auch einige Brutplätze der Austernfischer seien zerstört.
Die Bekämpfung des Brandes ist nach Angaben der Feuerwehr schwierig. Die Insel ist schwierig zu erreichen. Löschwasser gibt es dort nicht. Das Feuer soll deshalb kontrolliert abbrennen, aber auch der Einsatz eines Löschhubschraubers ist im Gespräch.dpa



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