Vogelkot behindert Kinder beim Spielen im Garten. In den Morgenstunden müssen Besucher sich immer wieder um ihre Kleidung sorgen. Naturschützer raten zum Verscheuchen oder zum Abwarten, bis die Saatkrähen wieder in entfernte Brutgebiete abwandern.
Gotha . Wenn Eltern ihre Kinder am Morgen in den Fröbelkindergarten in der Bürgeraue bringen, dann eilen sie meist durch den Garten - nur schnell unters Dach. Die Gefahr lauert über den Köpfen.
Dort warten Hunderte schwarzer Vögel in den Baumkronen und bereiten sich auf ihren alltäglichen Ausflug vor. Dass dabei Vogelkot die Besucher beschmutzt, ist nicht auszuschließen.Die Plage begann Mitte November, täglich wurden es mehr Vögel. Mitarbeiter vom Umweltamt des Landkreises erkannten Saatkrähen.
"In der Bringezeit von 6 bis 7.30 Uhr kommen Eltern und Kinder mit eingezogenem Kopf und balancieren durch die Kothaufen - es gab schon Treffer", bestätigt Kindergartenleiterin
Marita Ernst.
Mit ihren Kolleginnen hat sie mit rot-weißem Flatterband Bereiche im Garten gesperrt und zu Tabu-Zonen erklärt. "Die Spielhäuschen musste ich sperren, denn bei dieser Kälte können wir sie einfach nicht täglich reinigen."
Angst vor einer Vogelinvasion á laHitchcock herrscht jedoch nicht. Anders als in dem 1963 gedrehten Horrorfilm, verhalten sich die Vögel, mit Ausnahme ihrer Morgentoilette, harmlos und verlassen am Tag das Grundstück. Erst am späten Nachmittag fliegen sie die hohen Bäume wieder an, das Spiel beginnt von vorn.
Erzieherin Ilona Mitschke wandte sich als Leserin an unsere Redaktion und schrieb von einer besonderen Aktion: Die Eltern der Kinder sammelten in den letzten Wochen Blechbüchsen. Männer der Gothaer Berufsfeuerwehr rückten am vergangenen Samstag mit ihrer Drehleiter an und platzierten die blecherne Abwehrmaßnahmen in den Bäumen.[...]
Krähenplage im Fröbelkindergarten in Gotha - thueringer-allgemeine.de



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