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2 Elsterbabys

Dies ist eine Diskussion über '2 Elsterbabys' im Andere Rabenvögel Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Hallo, wir haben seit Freitag 2 Elsterbabys Beide scheinen in Ordnung zu sein, waren nur etwas schwach auf den Beinen ...

  1. #1
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    2 Elsterbabys

    Hallo,

    wir haben seit Freitag 2 Elsterbabys





    Beide scheinen in Ordnung zu sein, waren nur etwas schwach auf den Beinen und im Vergleich zur Brut auf dem anderen Baum wohl unterernährt. Beide haben noch viele nackte Stellen im Gefieder, wir schätzen sie recht jung ein.
    Zu unserer Freude erholen sich beide sehr gut und strecken fleißig alle 30-60 min den Schnabel auf

    Wir würden sie gerne aufziehen und im Garten wieder auswildern. Die nächste Auffangstation ist doch schon ziemlich weit weg von uns. Ebenso die Einkaufsquelle für Insekten. Wir haben uns auf Website der Wildvogelhilfe.org informiert und ein Insektenbrei zusammengerührt aus Mehlwürmer, Beokugeln, Handaufzuchtfutter für Kanarien und Fliegen......bis wir uns die Insekten besorgt haben. NUn überlegen wir ob wir, wie auf der Homepage der wildvogelhilfe vorgeschlagen, gefrostete Insekten kaufen sollen oder doch besser Lebendware. Einfacher wäre es schon, denn gefrostet könnten wir einen Vorrat halten. Was meint ihr?

    Mein Mann hat schon einmal einen Raben erfolgreich aufgezogen und ausgewildert, kleine Vögel wie Amsel und Co habe ich selbst auch schon aufgezogen und wieder in die Natur entlassen.
    Wie lange geht der Prozess von Elstern bis sie raus können?
    Gibt es etwas auf das wir unbedingt achten sollten?

    Nici

  2. #2
    Administrator Avatar von Sven
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    Zitat Zitat von nici Beitrag anzeigen
    Gibt es etwas auf das wir unbedingt achten sollten?
    Bei dem Sturz aus dem Nest, keine Verletzungen an den Beinen, Flügel festgestellt?

    Ja, das die Zwei bei Zeiten in eine Voli kommen und draußen bleiben! Schlafen, Baden, Futtern etc... Die Elstern sich draußen an die Geräusche gewöhnen, ihre Flugmuskulatur trainieren können etc...


    LG


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  3. #3
    Neuer Benutzer
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    Hallo Sven,

    was heißt bei Zeiten?

    Es sind ja noch Nestlinge.
    Eine Voliere zu bauen ist bei uns mit wenigen Handgriffen möglich und könnten wir schon am kommenden Wochenende schaffen.

    Achja, baden ....wie kann ich mir das vorstellen? Ein Schüssel mit Wasser hinstellen und Vögel reinsetzen? Und ab wann genau?

    So wie wir sehen konnten sind beide tatsächlich unverletzt. Die Füße sind in Ordnung und haben einen Greifreflex, die Flügel strecken sie auch hin und wieder schön aus. Stehen können Sie so ohne Schwankungen noch nicht doch sie wirken als ob man zuschauen kann wie sie wachsen und kräftiger werden.

    Fressen die beiden eigentlich auch Schaben? Die haben wir en mas. Im tropicfauna hat man uns gesagt das Wildvögel auch argentinische Waldschaben fressen. Bin mir aber nicht sicher ob das wirklich ok so ist.

    Was wir uns auch noch Fragen: werden die beiden von den Elstern, die hier ihr Revier haben, auch akzeptiert wenn sie in unserem Garten ausgewildert werden? Die Elternvögel müssten ja zur Gruppe hier gehören bzw. gehört haben.

    Und ab wann ist denn ein Auswildern möglich?

    Ich lese mich hier überall durch und es ist recht mühsam die passende Beiträge zu finden

    LG

  4. #4
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Als Auswilderungszeitpunkt nehmt mal Mitte bis Ende August an.
    Ihr solltet schon schauen, daß die Revierinhaber "ihre eigenen" Jungvögel nicht mehr so gut bewachen, dann können Eure auch raus.

    Baden erst, wenn sie das von sich aus machen.

    Vögel brauchen zu einer guten Entwicklung Sonnenlicht. Nur so können sie im Vogelkörper bestimmte Vitamine bilden. Wenn es also geht, bringt die Kleinen mal raus. Klar, nicht grad in die Sonne stellen.

    Sobald die zu flattern beginnen, würden sie sich in einem Käfig die Federspitzen ruinieren. Drum ist die Unterbringung für Wildvögel nie in einem Käfig. Eine Voliere sollte mind. 6 m betragen, damit die Flugmuskulatur gut trainiert wird, bevor man auswildert. Glaub, daß Du da an was anderes gedacht hast.

    Die Vogeleltern füttern bis zu 80 % Insekten täglich. Würde Euch ein sehr gutes Insektenfutter empfehlen (die haben einen höheren Insektenanteil) und den mit Lebendfutter (anfangs getötet) ergänzen. Ich bestelle z. B. bei der Fa. Blattner ein "Fettfutter" - so heißt das da - und hat einen hohen Insektenanteil, dazu Heimchen und Mehlwürmer. Gefrostete Futtertiere sind nicht so gehaltvoll und die Haltung von Insekten ist so schwer nicht.
    Haben die Schaben sehr harte Flügel? Dann würd ich die abmachen und verfüttern.

    Wenn Ihr Fragen habt, einfach schreiben.
    LG Andrea

  5. #5
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    Hallo Andrea :-)

    damit kann ich etwas anfangen! Danke.

    Naja.....wir dachten eher an die Hälfte....ist ja nicht für lange. Wir können ein Teil unseres offenen Schopfes katzensicher abgrenzen und eine Tür einbauen damit die beiden rein und raus können.
    Für das Flugtraining hätten wir, wie die Elstereltern auch, unseren Garten genutzt. Der ist ziemlich abgegrenzt mit hoher Mauer und Zaun und eigentlich ideal. Die anderen Elstern halten sich hauptsächlich im hinteren Teil von Nachbars Hof auf. Somit hätten die beiden einen recht ungestörten Raum zum üben und testen. Wir wohnen wirklich ....wie sagt man so schön.....am A.... der Welt :-). Hier läuft einem tagsüber noch ein Fuchs oder Reh über den Weg.

    Hier auf dem Lande war es bis vor kurzem nicht so unüblich gefundene Wildvögel im Schopf oder einem Käfig aufzuziehen und dann hinaus zu lassen. Mein Mann kennt das auch noch von seinem Opa her und meint das hat fast immer gut geklappt.

    Im Prinzip wollte ich es so machen wie bei den anderen Wildvögel auch. Drinnen pflegen und füttern bis sie anfangen Ästlinge zu werden, dann nach draußen verlagern und ihnen den Garten zum üben anbieten. Unserer Erfahrung nach gehen die Jungvögel eh nicht eher außer Haus bis sie sich selbst soweit fühlen oder mit Nachdruck "hinausgeschmissen" und draußen noch ein bisschen weitergefüttert werden - wie bei Mutter Natur auch. Warum sollten sie ihren Futtertrog auch freiwillig verlassen. Sie hätten dann hier die Möglichkeit sich ans selbstfüttern zu gewöhnen....und wer weiß.....vielleicht nimmt sie die kleine Gruppe Elstern wieder auf.

    Bisher hat das immer ganz gut so geklappt und wegen der Kürze der Zeit war die Gewöhnung an Menschen auch nicht ganz so dramatisch. Die anderen ausgewilderten Vögel sind immer eine Weile in der Nähe geblieben, haben sich ab und an etwas geholt und mit der Zeit wurde es weniger.

    Liege ich da richtig oder falsch? Elstern hatten wir halt bisher noch nie.
    Eine 6 Meter Voliere zu bauen wegen 2 Wochen Übergangszeit wäre schon echt heftig

    Das mit dem Futter probieren wir so mal aus, die brauchen eh noch einiges um kräftig zu werden.

    LG

  6. #6
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Hallo Nici,
    die Elstern brauchen wirklich jetzt Powerfutter. Man sieht, daß sie in der Entwicklung zurück sind.
    Wenn der Nachbarbaum mit dem anderen Nest zu nah war, wurden die Eltern Eurer Pfleglinge evtl. vertrieben.
    Die anderen Elstereltern würden Eure nun als Nahrung für ihre Jungvögel ansehen. Drum schau bitte genau, bevor Du später die Flugübungen machst, wie weit die anderen Ästlinge dann sind. So gibt es dann hoffentlich keine Probleme, zumal Du weiter weg mit ihnen bist.

    Wenn sie fliegen, erwarten sie von Euch, daß Ihr sie sucht und weiter füttert.
    Sie sind keine Neststarter, sondern werden von den Eltern noch über Monate geführt, angeleitet und beigefüttert.

    Bin trotzdem zuversichtlich, daß Ihr das hinbekommt! Ihr habt schon Erfahrung und wohnt sehr güngstig.

    Ja, früher wurd viel mit den Vögeln angestellt, was man heut nicht mehr nachmachen sollte.

    Habt Ihr noch die Chance, an Drohnenbrut (vom Imker die männlichen Bienen in der Wabe) zu kommen? Die Saison ist zwar vorbei, doch manche frieren was ein.
    LG Andrea

  7. #7
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    Hallo Andrea,

    habe erst einmal das Fettfutter bestellt.
    Mein Mann fährt Heute Richtung Tübingen und organisiert Lebendfutter.

    Die beiden Süßen verlangen nun wirklich im halb stunden takt Futter, was für ein Glück das ich Zuhause arbeiten kann

    Tja....hört sich an wie bei der Kindererziehung....erst einmal wird man im Haus gefördert und wenn sie Flügge werden dann muss man sie suchen und das Schlimmste verhindern :-)

    Drohnenbrut bekomme ich hier nicht. Unser Imker hat keines mehr meinte er.

    Mal sehen wie sich die Kleinen entwickeln die kommenden Tagen. Sie sind heute Morgen schon recht wacklig gestanden im Nest.
    Wenn ich Fragen habe melde ich mich wieder, Danke dir erst einmal, war echt hilfreich :-)))))
    LG. Nici

  8. #8
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    Fein, immer fragen wenn´s kein Thema dazu gibt.
    LG Andrea

  9. #9
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    Hallo,
    wir haben im letzten Jahr eine aus dem Nest gefallene Elster erfolgreich aufgezogen. In diesem Jahr haben wir zu Beginn der Nestbauzeit Powerfutter zur Verfügung gestellt, an dem sich alle Rabenbrutpaare des Reviers gerne bedienen: Rindertartar nur 2 mal täglich nicht zuviel. Dazwischen reichlich: Rührei aus der Microwelle ohne Fett mit Biomüsli, Haselnüssen, Mandelsplittern, Walnüssen nicht so viel, reichlich Erdnussbruch, Bananen, Honig, Insektenpastete, Vitaminzusätze, Eierschalen, süßes Obst je nach Anfall in Stückchen. Das ganze gut durchfeuchtet. Und ausgetreut Wildvogelfutter empfohlen von der Wildvogelhilfe. Durch das hochwertige Futterangebot haben wir keine aus dem Nest gefallenen Kleinen gehabt in 2010: Elsterpaar hat 5 inzwischen fast ausgewachsene Prachtburschen aufgezogen, die zu uns spielen und fressen kommen. Eichelhäher haben 3 prächtige Jungvögel, die benfalls jetzt schon mitkommen, die sind ja soooo süß, Buntspecht ebenfalls 2, die Rabenkrähen haben 2, werden aber von Elstern und Eichelhähern, die sich mittlerweile erstaunlicherweise arrangiert haben am Futterplatz, verjagd. Unsere Vögel sind kerngesund, topfit und strotzen vor Lebensfreude. - Damit keine Unklarheiten aufkommen: Sie kennen uns gar nicht, sind natürlich ganz wild und menschenscheu. Wir haben das Glück, sie beobachten zu können, indem wir ihnen unser großes Grundstück zur Verfügung gestellt haben. Natürlich auch mit Badeplätzen: Ein großes Becken für das Elsterpaar, kleine Planschbecken für die Kleinen. Das Ganze ist viel Arbeit und kostet natürlich auch tüchtig was, aber wir sind der Meinung, dass wir so den Raben am besten helfen können: Starthilfe in ein gutes freies Vogelleben. Da wir ganzjährig füttern, verhungert auch niemand. Die Zeit mit Baby Pico war wirklich toll in 2009, aber was wir jetzt erleben ist noch schöner: Raben, die nicht fehlgeprägt sind, sich super entwickeln und ihren Spaß haben.- Unser Futter können wir empfehlen, das lieben alle. Sonntags gibts dazu noch frische Mehlwürmer, da ist Papa Elster immer total aus dem Häuschen. - Viel Erfolg mit Euren Babys. Schön, dass es 2 sind und sie sich so nicht total auf Menschen fixieren. Liebe Grüße von den Rabenfreunden aus dem Südschwarzwald

  10. #10
    Administrator Avatar von Sven
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    Füttern finde ich gut

    Aber man kanns auch übertreiben! Das was ihr füttert, kommt in der Natur gar nicht vor! Wenn ein Vogel total geschwächt ist, kann man mal etwas mehr füttern. Powerfutter für kurze Zeit, um den Vogel wieder auf die Beine zu helfen...
    Danach sollte die Kirche wieder im Dorf bleiben und das Futterangebot der Umgebung angepasst werden.

    Bananen gibts bei uns keine, Zusatzmittelchen kauft kein Rabe, weil er sowas gar nicht braucht und eher auf Dauer krank von dem ganzen Chemiezeug wird.

    Das was die Vögel in der Natur finden, reicht allemal um gesund groß zu werden

    Wenn Vögel mausern, kann man mal etwas Kalk zugeben...

    Ich denke die Futterempfehlungen sollten mal dringend überarbeitet werden! Alleine die Kosten schrecken doch viele Leute ab.

    Bald sind wir hier soweit, dass Rabenküken mit Anabolika gepäppelt werden

    PS: Das ist nicht gegen euch persönlich gerichtet, sondern solche Futterempfehlungen dürfen hier nicht zum Standard werden

    Futterempfehlungen sollten der Natur entsprechend angepasst sein, ohne Firlefanz, ohne Chemie etc...
    Wir sponsern auch keine Firmen, oder machen Werbung für Chemie-Produkte, die nur dem Hersteller das Portemonnaie füllen und sonst keinerlei Nutzen haben

    Meine Meinung...


    LG


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