Registrieren Hallo Gast! Für vollständigen Zugriff auf unser Forum solltest du dich jetzt kostenlos Registrieren!
Ergebnis 1 bis 9 von 9

Schildrabe

Dies ist eine Diskussion über 'Schildrabe' im Andere Rabenvögel Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Also ich schreibe gerne über meinen Schildraben, wie ich ein neues Thema anfange, weiß ich noch nicht, deshalb antworte ich ...

  1. #1
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    06.01.2011
    Geschlecht
    Männlich
    Ort
    Südniedersachsen, Solling
    Beiträge
    7
    Also ich schreibe gerne über meinen Schildraben, wie ich ein neues Thema anfange, weiß ich noch nicht, deshalb antworte ich hier.
    Meinen Schildraben habe ich seit Herbst 2010 und eher durch Zufall bekommen und nicht gezielt danach gesucht. Der Rabe wohnt zur Zeit noch im Haus und nur tagsüber bzw. stundenweise in der Aussenvoliere mit unbeheiztem Schutzhaus, wenn die Temperaturen es erlauben. Wenn die Vögel langsam an das Klima gewöhnt werden, kommen sie auch mit tiefen Temperaturen zurecht. Seine Eltern sind auch bei -20 °C vorletztem Winter nicht in ihr Schutzhaus gegangen. Unser Rabe zieht ab April/Mai dann ganz nach draußen. Es wird nicht ganz einfach sein einen Zweiten, in unserem Fall einen weiblilchen Schildraben dazu zu bekommen, eventuell kann der Schildrabe auch mit einem anderen weiblichen Rabenvogel vergesellschaftet werden. Der Rabe ist nur zum Fressen in seiner Zimmervoliere und wenn niemand zu Hause ist, er hat einen hohen Forschungsanspruch und ist bei der Umgestaltung des Hauses sehr kreativ bzw. destruktiv! Also einen Raben im Haus zu halten, geht eigentlich nur für einen kleinen Zeitraum. Schildraben sind meiner Meinung ruhiger als Kolkraben und Eichelhäher, die wir auch schon aufgezogen und ausgewildert haben, bzw. haben sich die Vögel selber ausgewildert. Wenn unser Schildrabe mit neuen Situationen konfrontiert wurde, war er weniger ängstlich. Der Kolkrabe und der Eichelhäher waren aber cleverer als der Schildrabe, jedenfalls begriffen sie das Hütchenspiel sehr schnell und wußten unter welcher der drei Fotofilmdosen das Futter versteckt war. Auch konnten sie erkennen, dass wenn ich Ihnen zwei leere Dosen zeigte, dass unter der dritten etwas sein mußte. Der Schildrabe dagegen schmeißt erst einmal alles um :-). Ich könnte noch mehr schreiben, aber da hier nicht der korrekte Platz ist höre ich besser auf.
    Arne

  2. #2
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
    Registriert seit
    11.04.2007
    Geschlecht
    Weiblich
    Ort
    Westerwald
    Beiträge
    7.122
    Wie in der Vorstellung angekündigt, hab ich Deinen Beitrag kopiert und hierher verschoben.

    Bitte erzähl mehr ... Wie ist das Verhalten des Schildraben im Vergleich zu den anderen Rabenvögeln?

    Werde berichten, wenn ich bei der Züchterin für Schildraben war.
    LG Andrea

  3. #3
    Moderator Avatar von Gaby
    Registriert seit
    23.10.2007
    Geschlecht
    Weiblich
    Ort
    BM Kreis
    Beiträge
    4.470
    Blog-Einträge
    1
    Würde auch gerne mehr hören ..und sind auch Bilder möglich.....

    LG gaby
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  4. #4
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
    Registriert seit
    11.04.2007
    Geschlecht
    Weiblich
    Ort
    Westerwald
    Beiträge
    7.122
    Sorry Xanthi, das Thema Schildrabe war doppelt und ich habe es gelöscht. Deine Frage nach dem Kauf des Vogels ist mir leider verloren gegangen.
    LG Andrea

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    06.01.2011
    Geschlecht
    Männlich
    Ort
    Südniedersachsen, Solling
    Beiträge
    7
    Themenstarter

    Pied Crow

    Wie das Verhalten der Schildraben gegenüber unseren Rabenvögeln ist, kann ich nur eingeschränkt sagen, ich kannte ja nur zwei weitere Rabenvögel intensiver, einen Kolkraben und einen Eichelhäher, die wir aufgezogen hatten.
    Der Kolkrabe war ca. 1 1/2 Jahre bei uns (damals noch im Spessart vor 10 Jahren), bis er oder sie sich einem anderen Kolkraben angeschlossen hatte und dann nur noch ab und zu zu Besuch auf unseren Hof kam. Aber er kam nicht mehr in unsere unmittelbare Nähe. Der Kolkrabe hat unglaublich viel zerstört, daher glaube ich, kann man diese Vögel nur im Freiflug halten oder auswilderen, wenn man keine Nachbarn hat. An unserm Schlepper ist er über alle Gummidichtungen hergefallen und hat den Scheibenwischer zerlegt. Vielleicht hat jemand in einem Film schon gesehen, wie Keas in Neuseeland sich über die Autos hermachen, so kann man sich den Raben vorstellen. Hier muß ich an Konrad Lorenz denken, der in einem seiner Bücher von seinem Raben geschrieben hat, dass er, wenn er voller Vertrauen auf seiner Schulter gelandet ist, er ihm für jedes zerstörte Buch und alle weiteren Untaten vergeben hat. Mir ging es ebenso. Der Kolkrabe flog auf dem Hof eigentlich frei herum, obwohl er sich die meiste Zeit in einem großen Laufstall in den Dachbalken aufhielt. Hier fühlte er sich sicher und ließ sich auch nicht gerne weg tragen. Zum Hof gehörte auch eine Gaststätte, morgens in Abwesenheit der Gäste, in der Gartenwirtschaft alle Papierkörbe zu durchwühlen und auszuleeren, machte ihm aber keine Angst. Brachte mir nur Streß mit meinen Leuten. Auch buddelte er gerne die Pflanzen, die meine Schwiegermutter gerade eingepflanzt hatte, alle wieder aus. Sehr gezielt und Eine nach der Anderen. Das muß dem Vogel auch Spaß bereitet haben, denn dafür gab es nun auch keine Belohnung. Der Rabe konnte auch Schubladen aufziehen, ich hatte ein kleines Holzregal mit sechs Kästchen (von Ikea) und darin versteckte ich dann Fleischbrocken oder anderes, da er mich sehr genau beobachtete, von wo auch immer, zog er meist auch das Richtige auf. Im Allgemeinen fand ich den Kolkraben sehr intelligent und sehr verspielt, er fand es auch klasse, sich auf meinen Schuh zu setzen und sich immer hoch und runter heben zu lassen, dabei versuchte er mir aber die Schnürsenkel aufzuziehen. Der Vogel war aber sehr ängstlich bzw. vorsichtig, bevor er sich etwas Unbekanntem oder Neuem näherte, dauerte es meist seine Zeit. Dies beobachte ich bei dem Schildraben so nicht.
    Den Eichelhäher (nun wohnen wir im Solling) brachte mir ein Mitarbeiter, er war noch nackt und blind, er hatte ihn auf unseren Rinderweiden gefunden. Dank gutem Aufzuchtfutter entwickelte sich der Vogel, den wir Hans nannten, in Turbozeit zu einem Eichelhäher. Unglaublich wie schnell das ging. Auch dieser Vogel zog nach seiner Aufzucht in die Voliere nach draußen. Nach einiger Zeit ließen wir die Voliere auch unter Aufsicht (Kater!) offen, Hans flog auch irgendwann auf die Voliere, aber durch Futter ließ er sich für abends wieder reinlocken. Nachdem ich mit dem Kater zweimal geschimpft hatte, ließ er den Hans auch in Ruhe. Hans hätte ebensogut auch ein weibl. Vogel sein können, der Einfachheit halber schreibe ich aber von einem ihm.
    Der Häher lernte das Hütchenspiel sehr schnell, er war ebenso neugierig, nur ein Spielen wie mit dem Kolkraben, ließ er nicht zu. Er war anfangs sehr anhänglich und auch nicht ängstlich. Er begleitete uns mit auf unseren Reitplatz, stocherte im Sand und auf der Einfassung rum und ließ sich in keinster Weise durch die Pferde stören.
    Hans war wirklich toll, zumal er praktisch keine "Zerstörungswut" besaß, er zerrupfte nur den Türkranz an der Eingangstür. Hans hatte kein Interesse an überfliegenden Eichelhähern, aber da Eichelhäher wohl im ersten Lebensjahr schon geschlechtsreif werden können, waren die Häher dann wohl doch irgendwann interessant. Hans seine Ausflüge wurden im Frühherbst weiter und es waren schon einige Kilometer, jedenfalls glauben wir das, da versch. Leute von einem Eichelhäher berichteten, der sich füttern ließ. Nach seinen Touren kam Hans nach zwei, drei Tagen zurück, blieb freiwillig in der Voliere für ein, zwei Tage (mußte sich wohl erholen) und war dann auch schon wieder weg. In dieser Zeit war er noch so zahm, dass er das Futter von der Hand nahm. Auf einmal kam er doch nicht mehr. Nun war Anfang Januar ein Eichelhäher, der uns weniger ängstlich erschien, an der Winterfütterung, wir hoffen, dass es Hans war!
    Nun zu Hugin, unserem Schildraben, der wird nun nicht ausgewildert, wäre auch nicht passend für einen afrikanischen Raben. Wie schon erwähnt, lernte Hugin das Hütchenspiel nicht so wie die anderen beiden Rabenvögel, er schmeißt lieber erst einmal alles um. Ist auch OK so. Weiter hat er aber gelernt, eine Plastikflasche hinten hoch zu heben, damit die Nuß, die ich reingelegt habe, rausfällt. Diese Leistung zu erlernen, hat aber doch mind. eine Woche gedauert. Wobei er die Sache nicht beim Üben nachmachte, sondern eines Tages gezielt die Flasche (am Flaschenboden war mit Tesafilm eine Bindfadenschlaufe befestigt) hochhob und sich die Nuß holte. Danach war er recht aufgeregt. Diese Leistung kann er nun aber regelmäßig wiederholen. Außerdem kann er bei einem Plastiksektkorken oben den Deckel mit Schnabel und Füßen öffnen und eine Nuß holen, natürlich mußte er vorher gesehen haben, dass ich darin etwas versteckt habe. Einen Leckerbissen an einem Bindfaden unter Zuhilfenahme von Schnabel und Füßen hoch zu holen, konnte er wirklich beim ersten Mal (wie im Film). Nun versuche ich ihm beizubringen dieses Kleinkinderspiel zu verstehen, bei der verschiedene Formen wie Zylinder, Dreiecke, Sterne, und Quader in die richtige Öffnungen der Box zu stecken sind. Dazu setze ich zuerst die Formen an die richtigen Löcher, der Vogel hat aber mehr Spaß daran die Teile mit Schwung auf den Boden zu werfen und mich dabei zu beobachten, wie ich sie ihm immer wieder zurückbringen. Mal sehen wie weit wir kommen.
    Den Schildraben füttere ich mit Beoperlen und Mäusen, er liebt Maus!!, an anderes Fleisch, Obst oder Gemüse will er nicht ran. Das verteilt er gewissenhaft in großem Umkreis, auf Fliesen und Rauhfasertapete. Hoffentlich wird es bald Frühjahr, damit er nach draußen ziehen kann!!
    Wie schon erwähnt, ich hielt den Kolkraben und Eichelhäher anfangs für cleverer, wobei der Kolkrabe auch ein ausgeprägtes Spielverhalten beobachten ließ, das hatte der Häher nicht. Dafür war der Kolkrabe ängstlicher bzw. bei weitem vorsichtiger als der Häher. Der Schildrabe ist aber auch ruhiger als die anderen Beiden.
    Demnächst will ich auch ein paar Bilder von den Vögeln einscannen und hier ins Netz stellen, aber dazu brauche ich dann auch wieder die Hilfe meiner Kinder.
    Viele Grüße
    Arne

  6. #6
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
    Registriert seit
    11.04.2007
    Geschlecht
    Weiblich
    Ort
    Westerwald
    Beiträge
    7.122
    Oh weh, die Filme von den Kea´s und deren Zerstörungswut hab ich gesehen. Kann gut glauben, was so ein Kolkrabe mit seinem Schnabel anstellen kann!

    Über Bilder vom Hugin würde ich mich sehr freuen.
    Wie bist Du zu ihm gekommen?
    LG Andrea

  7. #7
    Moderator Avatar von Gaby
    Registriert seit
    23.10.2007
    Geschlecht
    Weiblich
    Ort
    BM Kreis
    Beiträge
    4.470
    Blog-Einträge
    1
    Sehr interessant geschrieben,vor allem da du auch vergleichsmöglichkeiten bei den Vögeln hattest.

    LG gaby
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  8. #8
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    06.01.2011
    Geschlecht
    Männlich
    Ort
    Südniedersachsen, Solling
    Beiträge
    7
    Themenstarter
    Der Schildrabe ist über Bekannte von einem holländischen Züchter zu mir gekommen.
    Ich denke, die Bilder von Hugin kann ich nächste Woche liefern. Tiere zu fotografieren ist ja gar nicht so einfach, ich habe nun auch den Anspruch, dass sie einigermaßen gut sind.
    Gruß
    Arne

  9. #9
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
    Registriert seit
    11.04.2007
    Geschlecht
    Weiblich
    Ort
    Westerwald
    Beiträge
    7.122
    Wo bleiben denn die Bilder Arne?
    LG Andrea

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •