Vor ca. 2 Wochen habe ich eine kleine Elster in letzter Minute vor dem sicheren Tod gerettet.
In unserem Garten brütet jedes Jahr ein Elsterpärchen in einer großen Birke. Die Tatsache das ich einen Hundekindergarten betreibe und sich zeitweise 15 Hunde im Garten aufhalten scheint sie nicht zu stören.
Vor 2 Wochen bellten meine Hunde wie hysterisch, standen im Kreis um ein scheinbar hochgefährliches Objekt auf dem Boden. Ich also schnell hin und da lag ein Elsterbaby auf dem Rücken auf dem Boden. Ich packte die kleine Maus schnell hoch und stellte fest das sie in einem absoluten Schockzustand war. Einer der Eltzernvögel war oben im Nest, schien aber keinerlei Interesse zu haben an dem Baby. Normalerweise fliegen die Elsterneltern immer kurze Angriffe auf unsere Hunde, wenn sie zu nah an die Birke kommen.
Ich nahm die kleine Elster also rein und setzte sie erstmal in eine Transportkiste.
Bin dann gleich in den Zooladen gefahren und habe alles gekauft was in meinen Insektenaufzuchttaler gehört. Beoperlen, Beoweichfutter,Fettblock für Insektenfresser und ein paar frische Heimchen, letztere zur Einzelfütterung.
Zuhause habe ich dann 4 Eier geschlagen, Beoperlen eingeweicht und einen Brei aus den Zutaten hergestellt. Das ganze habe ich dann jeweils zwei Zentimeter hoch in eine Suppentasse gefüllt und in der Mikrowelle stocken lassen. So habe ich immer einzelne Taler, welche ich einfrieren kann. In einer Tupperdose im Kühlschrank aufbewahrt bleiben die Taler schön feucht und man kann sich kleine Kügelchen daraus formen.
Die kleine Elster war schon befiedert, nur die Unterseite war noch nackt wie ein Hähnchen. Die ersten zwei Tage mußte ich noch zwangsfüttern und Wasser gab es vorsichtig und tröpfchenweise aus der Spritze. Nach 2 Tagen fing die Kleine an zu sperren und ich fütterte den ganzen Tag nach Bedarf, also so wie sie wollte.
Klappte alles sehr gut. Nur kam die Kleine gar nicht auf die Beine und fiel immer um und lag auf der Seite. Ich bastelte ein Nest aus gedrehten Handtüchern, das half ihr zumindest aufrecht zu sitzen.
Mittlerweile ist unsere Ruby ein voll befiederter Ästling. Sie möchte noch immer gefüttert werden, frißt aber auch schon selbständig. Sie hat gelernt auf verschieden dicken Ästen zu sitzen, kann sich auf ihren kräftigen Beinen hoch aufrichten und läuft sicher. Auch das Flügelschlagen klappt jetzt ohne Absturz vom Ast. Sie badet gerne und putzt ihr Gefieder.
Normalerweise würde ich sagen sie wäre jetzt soweit in die Auffangstation zur Auswilderung zu ziehen. Nur macht mir ihre unnatürliche Schwanzhaltung Sorgen. Sie hält den Schwanz in Ruhe auf dem Ast sitzend fast normal gerade, aber sobald sie sich bewegt biegt sie ihn immer nach rechts, ich habe vorsichtig versucht ihn zur linken Seite zu schieben, aber da ist ein Widerstand. Ich muß gleich mit einer Hündin zum Tierarzt zum Fädenziehen, da werde ich die Kleine mitnehmen und ihn nachschauen lassen.
Weiß hier vielleicht jemand ob es normal ist das der Schwanz in eine Richtung biegsam ist,in die andere aber nicht ? Kann das vom Sturz aus dem Nest kommen oder auch eine Mißbildung sein ?



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Welcher kleine Rabenvogel in der Natur bekommt tagtäglich solchen Brei ? 
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