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fast schiefgegangen

Dies ist eine Diskussion über 'fast schiefgegangen' im Andere Rabenvögel Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Vor einigen Tagen ist ein Elsternnestling aus dem Nest gefallen, den Tag darauf hat das Nest auf dem Boden gelegen ...

  1. #1
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    fast schiefgegangen

    Vor einigen Tagen ist ein Elsternnestling aus dem Nest gefallen, den Tag darauf hat das Nest auf dem Boden gelegen und 2 andere Geschwister lagen tot da mit abgebissenen Köpfen. Die Leute, haben dann noch ein 2. lebendes Junge gefunden und mit dem ersten gepäppelt, auf meine Anweisungen und Hilfe (Futter und Tipps) hin, weil ich vorübergehend mit Rabenvögeln überbelegt bin.
    Irgend ein blöder Nachbar hat dann die Leute beim Förster angezeigt. Dieser hat dann Stunk gemacht und den Leuten den Jagdpächter auf den Leib geschickt, der die Rausgabe der Vögel verlangte. Die Leute haben sich natürlich geweigert und auf die Frage hin, was er denn mit den Tieren machen wolle, hat er gesagt: entsorgen. Es gäbe zuviel Rabenvögel, die EU hat die Bejagung beschlossen und die Elstern seien am Rückgang der Singvögel schuld.
    Jetzt habe ich natürlich die Vögelchen, denn die Leute wollten sie in Sicherheit sehen.
    Ist alles mal wieder typisch, oder????
    Töten von gesunden und lebensfähigen Tieren? Jagd auf Rabenvögel in der Brutperiode? Obwohl der §45 BNatschG das Pflegen von in notgeratener Wildtiere und Vögel erlaubt?
    LG
    Angie

  2. #2
    Benutzer Avatar von zora
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    das ist ja eine ganz kranke story.
    find ich stark, dass sich die leute gewehrt haben und gottseidank sind die vögelchen jetzt in deiner obhut.

    ich weiss ja, dass wir hier immer wieder über das missbräuchliche entwenden der jungtiere sprechen. doch das ambivalente verhalten von ämtern und amtsträgern führt doch dazu, dass menschen nicht mehr helfen, dort wo hilfe gebraucht wird. ich kenn das doch auch: man sieht ein tier in not, und schreitet nicht ein, weil man dann plötzlich noch mehr probleme an der hucke hat.

  3. #3
    Moderator Avatar von bluebabyzoe
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    Zitat Zitat von Hexe Elstereule Beitrag anzeigen
    Töten von gesunden und lebensfähigen Tieren? Jagd auf Rabenvögel in der Brutperiode? Obwohl der §45 BNatschG das Pflegen von in notgeratener Wildtiere und Vögel erlaubt?
    Es ist eigentlich Wilderei, wenn man eine Elster oder anderes Tier mitnimmt, das dem Jagdrecht unterliegt ! Das §45 BNatschG sagt es eindeutig :

    Das (5) Abweichend von den Verboten des § 44 Absatz 1 Nummer 1 sowie den Besitzverboten ist es vorbehaltlich jagdrechtlicher Vorschriften ferner zulässig, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen.
    Tiere dem dem Jagdrecht unterliegen, darf man also nicht mitnehmen, man muß den zuständigen Jagdpächter informieren, wenn man ein hilfloses oder verletztes Tier findet.

    LG Sunny
    Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Antoine de Saint-Exupery

  4. #4
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Helfen darf und sollte man doch, klar, nach dem Gesetz ist der Jagdpächter zu informieren ... Nach der Pflege ist der Wildvogel in die Freiheit zu entlassen; da freut sich dann auch der Jägersmann.

    Die Geschichte von Angie zeigt doch wieder, wie unsere Gesellschaft drauf ist!
    Wie gut, daß es noch Menschen mit Rückrat gibt.
    LG Andrea

  5. #5
    Administrator Avatar von Sven
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    Normale Härte! In Deutschland kann man ganz krass ausgedrückt Kinder ficken und Tiere quälen, aber wehe man fährt bei rot über eine Ampelanlage, oder man hat 3 Cent Steuerschulden. Dann wird man verfolgt wie einst die Juden im dritten Reich, dann ist man Staatsfeind Nr.1.
    Skadia sagt Danke für diesen Beitrag.


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  6. #6
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    ...aber auch die jagdrechtlichen Vorschriften sehen vor, hilflose Wildtiere zu pflegen. Pflege mit dem Gewehr ist also nicht immer vonnöten. Das stimmt, dass das eine Grauzone ist, aber die jagdrechtlichen Vorschriften sagen auch, dass ich jedem Jagdpächter die Pflege der Tiere aus seinem Revier in Rechnung stellen dürfte. Alternativ kann er die Tiere natürlich selber pflegen, was aber wohl kaum ein Jäger macht. Anstelle der Mühe dreht er ihnen den Hals um, weil er es nicht besser gelernt hat.
    Mit dem Führen von einem Bestandsbuch, dass ich den Behörden vorlege, bin ich aus dem Schneider, denn bei der Genehmigung, eine Station für Wildvögel zu führen, ist auch die untere Jagdbehörde informiert wurden. Es gab keine Einwände.
    LG
    Angie

  7. #7
    Benutzer Avatar von zora
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    find ich super, dass und wie du das machst, liebe hexe elstereule. chapeau!

  8. #8
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rabenherz
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    Blöde Nachbarn gibt es wie Sand am Meer......

    Der Förster hat sich auch über kleine Vögel aufgeregt
    Der Jagdpächter wollte diese kleinen hilfsbedürftigen Vögel "entsorgen"
    Ja, ein Teil der ehrenwerten Gesellschaft ist übel drauf und es ist erschreckend, daß diese Leute das auch ernst meinen!

    LG Annette
    "Wer die Würde der Tiere nicht respektiert, kann sie ihnen nicht nehmen, aber er verliert seine eigene." - Albert Schweitzer (1875-1965)

  9. #9
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    Und wieder lese ich, dass behauptet wird, Rabenvögel seien schuld daran, dass der Bestand an Singvögel zurückginge...????????...welche klitzekleine Denkerbse hat sich denn den Sch.... ausgedacht? Wir haben hier eine Krähenkolonie hinterm Haus in ca 100 m Entfernung und gleichzeitig Singvögel ohne Ende im Garten, auch solche, die wir jahrelang nicht mehr im Garten sahen. Und woran liegts? Weil einige Nachbarn nicht mehr jeden Fleck ihres Gartens bereinigen...Wildgärten werden wieder beliebter und damit haben die Vögel wieder die nötigen Verstecke zum Brüten....Der Mensch zerstört im grossen Maße die Lebensräume der Singvögel, nicht die Rabenvögel...und wer ein wenig Grips im Kopf hat, der rafft das auch...schlimm, dass dieser Quatsch immer noch verbreitet wird...aargggghhhhh....
    LG Belialsama
    Sven sagt Danke für diesen Beitrag.

  10. #10
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    >Denkerbse< das muss ich mir merken - kicher-
    Ich persönlich finde es immer jammerschade, dass sich viele Leute nicht ein bisschen informieren, was wirklich Sache ist. Besonders Leute (aus Forst und Co) sollten sich eigentlich dafür interessieren, aber die hängen alten Klamotten hinterher und verbreiten die wildesten Ammenmärchen. Die Bestandszahlen (Zählung der Gartenvögel) von Nabu z.B. sprechen doch Bände, oder? Ich mache sehr viel Aufklärungsarbeit, vor einiger Zeit hat unser Verein einen Flyer zugunsten der Elster rausgebracht und der wird auch fleißig verteilt.
    Die Jägerschaft darf sich nicht wundern, wenn ihr Ruf mittlerweile grottenschlecht ist. Ich bin kein Jagdgegner und Bambidenken ist mir fern, aber die Sprüche, die manche der Herren und auch Damen drauf haben sind schon mehr als herb, die normale Menschheit fühlt sich abgestoßen und die Denkensweise ist sehr antiquiert. Einige sind doch sehr belehrungsresistent und wissenschaftlichen Methoden abgeneigt.
    Der Jagdpächter hatte, (wie lustig) den Leuten erzählt, wie eine Krähe wohl mal ein Hasenjunges zerpflückt hat und er seitdem diese Tiere verfolgen würde, weils so grausam war - hihi - die "Elsterndame" erzählte ihm dann, wie sie Zeuge einer Treibjagd wurde und das Reh nach dem dritten schlechtgeziehlten Schuss immer noch schreiend in der Gegend rumlief und erst am nächsten Tag gefunden wurde. Das fragt man sich doch, was und wer hier grausam ist.
    LG
    Angie

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