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    von Veröffentlicht: 24.10.11 15:06     Seitenaufrufe: 6275 

    Bitte unterschrieben...

    http://www.openpetition.de/petition/...e-an-gewaltver


    Von: Gabriele Hupp aus Pulheim

    An: Bundesumweltminister in Deutschland
    Die Jagd auf diese Vögel: Rabenkrähe (Corvus corone), Elster (Pica pica), z.T. Eichelhäher (Garrulus glandarius) ist absolut unnötig. Jahrelange Studien ...
    von Veröffentlicht: 28.06.11 19:18  Seitenaufrufe: 3580 

    Titel: Aus aktuellem Anlass

    Einige von euch haben vielleicht mitgekriegt, dass es in der letzten Zeit Probleme in anderen Vogelpäpplerforen gegeben hat, die möglicherweise einen Rechtsstreit nach sich ziehen könnten.
    Um das Rabenforum vor einem solchen Schicksal zu bewahren, möchte ich an dieser Stelle auf einige grundlegende Dinge hinweisen.
    Das Rabenforum ist, wie alle anderen Internetforen, kein rechtsfreier Raum.
    Im Falle der Rabenvogelpflege gilt es daher neben anderen insbesondere folgende Gesetze zu beachten:
    NaturSChG, TierSchG,B u. LJgdG und im Falle von Behandlungen selbstverständlich auch geltendes AM Recht.

    1. NaturSchG
    Alle wildlebenden Tiere unterliegen den geltenden Bundes- und Landesnaturschutzgesetzen, alle Rabenvögel gehören außerdem zu den besonders geschützten Tierarten.
    Es ist grundsätzlich verboten, diese Tiere zu halten, Ausnahme sind kranke und/oder hilfsbedürftige Vögel. Diese darf man als Privatperson bis zur Wiederauswilderung pflegen. Dauerhaft behinderte nicht wildbahnfähige Tiere darf nur halten, wer dafür eine Aushanmegenehmigung vom generellen Haltungsverbot (sog. Haltergenehmigung) von der zuständigen Behörde (i.d.R. untere Naturschutzbehörde) bekommen hat. In beiden Fällen geht das Wildtier nicht in den Besitz des Pflegenden über, es kann also jeder Zeit von den Behörden z.B. in einer anderen Pflegestelle untergebracht werden.

    2.TierSchG
    Während der ganzen Zeit der Pflege, auch wenn diese nur vorübergehend ist, hat der Halter alle Auflagen des TierSchG zu beachten.
    Besonders wichtig ist dabei §1 TierSchG
    Zweck dieses Gestzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf, dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen. Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
    Aus diesem Paragraphen ergibt sich u.a. die Verpflichtung seinen Pflegling einem Tierarzt vorzustellen, wenn er krank ist. Einem kranken Tier dauerhaft den Tierarztbesuch vorzuenthalten verstößt gegen das TierSchG. Das gilt für jeden Vogelpäppler, unabhängig davon, ob er das nun schon Jahre macht oder das erste mal dabei ist. Dieser Verpflichtung kann man sich nicht mit dem Argument fehlender finanzieller Mittel entziehen, oder den angeblich zu langen Anreiseweg zur Tierarztpraxis als Grund anführen. Viele Tierärzte haben die Möglichkeit einfache Behandlungen bei Wildtieren mit dem kommunalen Ordnungsamt abzurechnen, so dass die finanzielle Belastung für den Päppler gar nicht so gravierend wird.
    Einem Tierhalter (in diesem Fall Vogelpfleger) ist es selbstverständlich verboten, schmerzhafte Eingriffe bei einem Tier selbst durchzufüren. Solche Behandlungen sind ausschließlich Tierärzten vorbehalten, die diese Eingriffe unter Allgemeinnarkose durchführen müssen und nach ihrem Ermessen eine nachfolgende Schmerztherapie anordnen.
    §2 TierSchG:
    Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat (das ist in diesem Fall der Päppler)
    1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
    2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.
    Aus diesen Paragraphen, geht hervor, dass man die Vögel auch schon während der vorübergehenden Pflege den Umständen entsprechend artgerecht halten muss. Es stimmt eben nicht, dass man nur für einen Dauerpflegling eine schöne große Voliere braucht. Man darf sich auch nicht mit dem Argument herausreden, ich liebe alle Tiere und tue was ich kann, aber ich habe keine andere Möglichkeit und deshalb stecke ich die Krähe in den Hasenkäfig und ernähre sie mit Küchenabfällen. Wenn man nicht über ausreichende Mittel verfügt, ist man verpflichtet den Vogel unmittelbar nach der Erstversorgung (also innerhalb von wenigen Tagen!) in geeignete Hände abzugeben, bzw die zuständige Behörde damit zu beauftragen.

    3.Jagdrecht
    Alle Rabenvögel gehören nach den Bundes- und Landesjagdgesetzen zum jagdbaren Wild. Es besteht aber bei fast allen Arten ganzjährige Schonzeit, weil diese Vögel eben auf der anderen Seite unter Naturschutz stehen (Doppelrechtler). Trotzdem finden die Jagdgesetze in dem Fall Anwendung, wenn man so einen hilflosen Vogel aufsammelt und mit nach Hause nimmt. Damit entfernt man Wild aus dem Revier des zuständigen Jägers, ohne diesen um Erlaubnis gebeten zu haben, und begeht damit die Straftat der Wilderei. Informiert man aber unmittelbar nach der Erstversorgung des Rabenvogels den Revierinhaber telefonisch (besser noch schriftlich) und bittet um seine Zustimmung, diesen Vogel in Obhut behalten zu dürfen, ist alles rechtens. Die Jäger zeigen sich in solchen Fällen fast immer kooperativ, da sie an den Rabenvögeln persönlich meistens kein Interesse haben.

    4. AM Recht
    Alle echten Arzneimittel, nicht nur die verschreibungspflichtigen, sind in unseren Land an den ausschließlichen Vertrieb durch zugelassene Apotheken gebunden. Dies muss nicht immer eine öffentliche Apotheke sein, es kann sich auch z.B. um eine zugelassene Internetapotheke oder selbstverständlich um eine Tierärztliche Hausapotheke handeln, die in eine TA Praxis intergriert ist. Für alle verschreibungpflichtigen Arzneimittel ist außerdem die Verordnung durch einen Tierarzt zwingend erforderlich. Es ist privaten Pflegern auch nicht erlaubt verschreibungspflichtige AMs vorätig zu halten und ohne Rücksprache mit einem TA einem gefiederten Patienen nach Gutdünken zu verabreichen.
    Es scheint sich bei einigen Vogelpäpplern offensichtlich im Laufe der Jahre eine Unkultur des AM-Missbrauchs entwickelt zu haben, die einen erheblichen Verstoß gegen geltendendes AM-Recht beeinhaltet. Man beschafft sich auf illegalen Wege verschreibungspflichtige AMs schickt sie per Post von Päppler zu Päppler, beschafft sich Dosierungsempfehlungen aus fragwürdigen Quellen und verabreicht sie den Vögeln. Neben dem Verstoß gegen AM Recht liegt in diesen Fällen natürlich häufig ein Verstoß gegen das TierSchG vor, weil diese bedauerlichen Patienten trotz Krankheit i.d.R. keinen TA zu Gesicht bekommen.

    Zu sätzlich sollte sich jeder User in diesem Forum an die allgemeingültigen Normen im zwischenmenschlichen Umgang halten. D.h. der Ton in den Threads sollte sachdienlich, fachbezogen, mindestens höflich, gerne auch freundlich aber keinesfalls beleidigend sein. Persönliche Beleidigungen anderer User werden nicht geduldet, sie sind nicht im Sinne der Sache und könnten ebenfalls zu rechtlichen Problemen für der Betreiber führen.
    Für Klatsch, Tratsch und Unsinn steht der Chat zur Verfügung, hiermit sollten die Threads nicht unnötig zugemüllt werden.

    Saskia
    von Veröffentlicht: 02.08.10 09:51     Seitenaufrufe: 5238 
    1. Kategorien:
    2. Transport

    Hin und wieder höre ich von Vogelzüchtern, dass sie sich keine Vögel schicken lassen oder auch selbst keine verschicken. Entweder sie denken dem Vogel könne etwas passieren, haben kein Vertrauen zum Transportunternehmen oder sie kennen sich mit dem Ablauf des Vogelversandes nicht aus.

    Auch ich versuche nach Möglichkeit neue Vögel selber direkt vom jeweiligen Züchter abzuholen. Dazu lege ich auch für nur einen einzelnen Vogel Hunderte von Kilometern zurück. Wenn es aber aus triftigen Gründen nicht möglich ist, den Vogel selber abzuholen, lasse ich ihn mir zusenden. Auch verschicke ich hin und wieder Vögel an andere Züchter. Schon mein Wohnort in der Nähe Wilhelmshavens, alles andere als zentral gelegen, macht es notwendig, manchmal Vögel zu versenden. Denn man kann nicht erwarten, dass ein Züchter aus Bayern für einen Vogel fast 1000 km zu uns an die Nordseeküste fährt.

    Wie aber eingangs erwähnt, gibt es eine Anzahl von Vogelfreunden, die sich mit dem Vogelversand nicht anfreunden können. Aus diesem Grunde möchte ich an dieser Stelle über den Versand von Kleinvögel berichten. In den vergangenen Jahren habe ich ausschließlich europäische Vögel verschickt bzw. mir schicken lassen. Bis 1995 mit der Deutschen Post und ab dem 1.7.95 mit einem privaten Logistikunternehmen, da die Post den Transport von lebenden Tieren zu diesem Zeitpunkt einstellte.

    Meine Vögel versende ich ausschließlich mit der Firma GEL Express Logistik. Mit diesem Unternehmen habe ich ausgesprochen gute Erfahrung gemacht. Sie garantiert die Zustellung innerhalb von 24 Stunden. Außerdem wird der Vogel direkt bei mir abgeholt und auch dem Empfänger an die Haustür geliefert. Über die Zentrale (0 18 05 / 35585 bekomme ich die Telefonnummer für einen GEL-Partner in meiner Nähe. Hier melde ich meinen geplanten Transport an. Es wird jetzt bereits die Empfängeradresse aufgenommen und auch ein Termin zur Abholung vereinbart. Lebende Tiere werden von montags bis mittwochs abgeholt. Durch einen Shuttle-Verkehr zu bestimmten Umschlagsorten, erreichen die Vögel auf kürzestem Weg den Empfänger. Die Abrechnung erfolgt pauschal, d. h. es gibt keine Tarifzonen. Für meine Sendungen kommen ausschließlich Paketstücke bis 5 kg in Frage. Hier beträgt der Versandpreis etwa 53,- DM. Ich nutze die Möglichkeit direkt beim Fahrer zu bezahlen. Aber auch Zahlung per Nachnahme ist möglich. Soweit zum Ablauf des Transportes.

    Nun heißt es noch, dem Vogel eine möglichst gute Unterbringung während des Transportes zu verschaffen. Transportkästen kann man selber herstellen oder auch günstig erstehen. Die Größe des Transportkastens muss natürlich auf die Größe des Vogels abgestimmt sein. Der Transportkasten muss mit einem Gefäß für Trinkwasser ausgestattet sein. Hier bieten sich kleine Gefäße bis fünf cm Durchmesser an. Man kann zum Beispiel Kappen von Spraydosen oder auch die grünen Futternäpfe für unsere Ausstellungskäfige benutzen. Den Wassernapf klebe ich mit Hilfe einer Heißklebepistole in eine Ecke des Kastens. In diesen gebe ich bis zur Hälfte Schaumstoff oder Moos und fülle dann Wasser auf. Ein zweiter Napf wird auf diese Weise für ein Weichfresserfutter und Lebendfutter angebracht, sofern ich diese Vogelarten verschicke. Bei Körnerfressern wird ein Schicht Körnerfutter auf den Boden gestreut. Lieber zuviel als zuwenig! Man kann natürlich noch Obst und Beeren geben. Wie erwähnt besteht der Bodeneinstreu bei Körnerfressern aus Körnerfutter.

    Bei Weichfressern verwende ich Buchenholzgranulat oder zur Schonung der Füße Moos. Eine Sitzstange sollte auch angebracht werden, da sich die Vögel hierauf besser halten können als auf dem Boden. Um die Vögel nicht unnötig zu beunruhigen, sollte man das Sichtfenster des Kastens mit Gardinen- oder Feinstrumpfhosenstoff versehen. So ist ein Sichtschutz angebracht und die Vögel bekommen trotzdem genug Luft und Licht. Weiterhin wird der Kasten mit der Absender- und Empfängeradresse und den jeweiligen Telefonnummern des Absenders und Empfängers versehen. Nun noch einen Hinweis auf den Transportkasten anbringen, z. B. ,,Vorsicht lebende Vögel!", und fertig ist der Transportkasten. Man sollte nach dem Einsetzen der ,,Passagiere" die Transportkastentür zusätzlich mit Klebeband verschließen. Die eben dargelegten Erfahrungen beziehen sich ausschließlich auf europäische Vogelarten. Sogar empfindliche Weichfresser überstanden diese Art des Transportes ausgezeichnet. Für andere Vogelarten kann diese Methode entsprechend angewandt
    werden. Bei Sittichen ist natürlich das Nagebedürfnis zu berücksichtigen.

    Erstveröffentlichung AZ-Nachrichten 05/00

    geschrieben von: Thomas Wendt, Deutschland
     Seitenaufrufe: 5457 

    Verordnung zum Schutz wildlebender Tier- und Pflanzenarten

    (Bundesartenschutzverordnung - BArtSchV)

    Abschnitt 1

    Unterschutzstellung

    §1

    Besonders geschützte und streng geschützte Tier- und Pflanzenarten

    (zu § 20e Abs. 1 und 2, § 26a BNatSchG)

    Die in Anlage 1 Spalte 2 mit einem Kreuz bezeichneten Tier- und Pflanzenarten werden unter besonderen Schutz gestellt. Die in Anlage 1 Spalte 3 mit einem Kreuz bezeichneten Tier- und Pflanzenarten werden unter strengen Schutz gestellt.

    § 2

    Ausnahmen von einzelnen Verboten

    (1) Die Verbote des § 20f Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 des Bundesnaturschutzgesetzes gelten nicht für Pilze der nachstehend aufgeführten Arten, soweit sie in geringen Mengen für den eigenen Bedarf der Natur entnommen werden:

    Boletus edulis
    Steinpilz
    Cantharellus spp.
    Pfifferling
    - alle heimischen Arten
    Gomphus clavatus
    Schweinsohr
    Lactarius volemus
    Brätling
    Leccinum spp.
    Birkenpilz und Rotkappe
    - alle heimischen Arten
    Morchella spp.
    Morchel
    - alle heimischen Arten

    (2) Die nach Landesrecht zuständige Behörde kann im Einzelfall für die in Absatz 1 genannten Pilze weitergehende Ausnahmen von den dort genannten Verboten zulassen, solange und soweit die Erhaltung der betreffenden Arten landesweit oder in bestimmten Landesteilen nicht gefährdet ist.

    § 3

    Nicht besonders geschützte Tierarten,

    für die Besitz- und Vermarktungsverbote gelten

    (zu § 26 Abs. 3a BNatSchG)

    Die Verbote des § 20f Abs. 2 des Bundesnaturschutzgesetzes gelten nach § 20f Abs. 2a Nr. 2 des Bundesnaturschutzgesetzes für lebende Exemplare folgender Arten:

    Castor canadensis
    Amerikanischer Biber
    Chelydra serpentina ...