Ich hatte heute einen rabenschwarzen Neujahrstag, aber nicht im negativen sondern positven Sinne.
Ich habe meine Töchter heute nach einer Silvesterfeier vom Waldjugendcamp im Naturpark Hüttener Berge abgeholt. Schon auf der Hinfahrt sah ich einen besonders schönen Bussard über der Bundesstraße seine Kreise ziehen. Als wir in Hütten die Rückfahrt antreten wollten, hörte ich aus dem benachbarten kleinen Buchenwäldchen das typische Rooab-Rooab-Roaaab. Ich habe mir dann mein Beobachtungsglas geschnappt, dass wir fast immer im Auto liegen haben, und bin dem Ruf in den Wald gefolgt. Obwohl die Buchen keine Blätter hatten, konnte ich den Kolkraben zunächst nur hören und nicht sehen, dafür fehlt mir irgendwie der Adlerblick. Aber in dem Moment, wo er abgeflogen ist, habe ich ihn entdeckt und konnte ihn noch ein Stück mit dem Fernglas verfolgen. Ein majestätischer schwarzer Vogel. Der Revierförster erzählte mir später, dass er in dem Waldstückchen ganz regelmäßig Kolkis beobachtet.
Meine älteste Tochter erklärte mir auf dem Rückweg, dass man so etwas im Mittelalter als negatives Ohmen gedeutet hätte, da Raben zu der Zeit als Unglücksbringer galten. Ich sehe das natürlich ganz anders und freue mich riesig, schon am ersten Tag des Jahres einen Kolk beobachtet zu haben. Das wird bestimmt ein schönes Rabenjahr.
Ich hatte auch rabenschwarze Weihnachtstage, ich habe das Buch von Reicholf geschenkt bekommen (und zum größten Teil schon durchgelesen) und wir haben gemeinsam Krabat auf DVD angesehen.
LG Saskia



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