Der Vogel ist gestorben. Er hatte eine Infektion (so der Doc) und das Antibiotikum hat nicht geholfen. Eigentlich ist das eingetreten, wovor ich mich am meisten gefürchtet habe. Die Unsicherheit, ob es richtig war ihn am Leben zu halten, das Wissen, dass er noch lange nicht "übern Berg" war, die Sorge, dass er nicht vor Langerweile umkommt, dass er und was er frißt, wie er kackt, dass er trinkt wie es ihm geht ... Morgens der erste in der Reihenfolge der zu versorgenden Tiere und abends der letzte. Die Tagesabläufe umstrukturiert, die Angst vor Fliegenmaden, ständig zum Tierarzt (der abrufbereit war egal an welchem Tag zu welcher Zeit und NICHTS dafür genommen hat, sogar das Geld, dass ich ihm gegeben habe in die Tierschutzspendendose gesteckt hat), die eingerichteten Vogelplätze, dass er nicht viel allein sein muss, ich aber noch arbeiten kann ...
Seit er im Rabenhimmel ist, kommen jeden Abend Raben und zeigen ihre Flugkünste über der Wiese, die an unser Haus grenzt. Es sind maximal 5 Tiere, die vorher nie hier waren.
Er fehlt.
Lieben Gruß
Andrea



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