Zunächst einmal ein liebes "Hallo" an alle, denn ich bin ganz neu in diesem Forum.
Leider sind es sehr traurige Umstände die mich hierhergebracht haben.![]()
Vor etwa vier Jahren habe ich zwei flugunfähige Rabenkrähen (Rudi & Walpurga) bei mir aufgenommen.
Eine davon - Walpurga - ist heute morgen leider verstorben. Im Grunde war sie topfit gewesen und hatte nach ihrer Mauser das schönste, strahlendste Gefieder entwickelt, das sie je hatte. Vorgestern war sie auch munter und frech wie eh und je, bis sie gestern angefangen hat zu Torkeln und immer wieder nach vorne umzukippen. Wir haben uns natürlich sofort einen Nottermin bei unserem Tierarzt geben lassen, der festgestellt hat, dass Walpurga Kokzidien und daraus resultierenden Durchfall hatte der eine unglaubliche Schwächung hervorrief. Sie konnte sich gar nicht mehr auf den Beinen halten, weil praktisch kein Muskelgewebe mehr vorhanden war!! Sie hat dann etwas gegen die Apicomplexa und zum Aufbau bekommen und wir sollten sie päppeln. Wir haben auch die ganze Nacht unter einer wärmenden Lampe um ihr Leben gekämpft und immer wieder versucht ihr Flüssigkeit und darin gelöste Nahrung einzuflößen, sie wollte jedoch nichts fressen. Gegen Morgen hatten wir den Eindruck, dass sich ihr Zustand bessern würde weil ihr Herz wieder kräftiger schlug und sie nicht mehr lag, saß oder sich anlehnte, sondern wieder mit den Flügeln schlug und auf den eigenen Beinen stand. Weil ich dennoch den Eindruck hatte, dass sie trotz Wärmebestrahlung fror, habe ich den Käfig neben mein Bett gestellt und mich ein Bisschen hingelegt. Walpurga ist noch ein Bisschen im Käfig umhergelaufen, hat hier und da gepickt und ist dann in einer Ecke stehend eingeschlafen... aufgewacht bin ich dann durch einen "Plums" und da lag sie - tot! Ich war total geschockt. Ich kann es noch gar nicht begreifen, dass unsere süße Walpurga von uns gegangen ist! Ich weiß auch nicht was ihr Immunsystem so geschwächt hat, dass ihr die Parasiten so viel ausgemacht haben. Vielleicht war ihre Zeit einfach gekommen. Da wir die Krähen ja aus dritter oder vierter Hand haben wissen wir nicht wie alt sie sind. Ich bin unglaublich traurig und trauere um den Vogel fast wie um einen Menschen, aber das ist jetzt nicht so wichtig. Was mich viel mehr beschäftigt ist die Frage wie es mit der anderen Krähe - Rudi - weitergehen soll.
Rudi hatte nie einen besonderen Draht zu Menschen und hat immer ziemlich geschimpft, wenn wir uns ihm näherten und wenn wir ihn nehmen wollten, auch kräftig gebissen. Heute morgen als ich zu ihm kam hat er vor Erregung gezittert. Ich glaube Walpurga fehlt ihm. Ich habe ihn ebenfalls abgetastet und "untersucht" aber mit ihm scheint alles in bester Ordnung zu sein, von Abmagerung keine Spur! (Ich mache mir auch große Vorwürfe, dass ich das bei Walpurga nicht früher entdeckt habe!). An den Menschen wird er sich vermutlich nicht meh gewöhnen. Zum Glück bekommt er Besuch von wildlebenden Krähen. Sie "unterhalten" sich mit ihm und kommen an die Voliere, aber reicht das?
Meint ihr wir sollen uns nach einem neuen Partner für Rudi umsehen? Der Gedanke unsere Walpurga einfach so zu ersetzen tut unglaublich weh aber jetzt muss erstmal Rudis Wohlergehen im Vordergrund stehen. Kann sich eine Krähe auf "ihre alten Tage" noch an einen neuen Partner gewöhnen?
Fragen über Fragen, dabei ist die Sache noch so frisch und tut noch so weh



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