Ja ,so sollte es sein, die Tiere sollten sich aber möglichst früh kennenlernen, und deshalb auch schön so früh wie möglich in eine Gruppe kommen und nicht erst kurz vorm Auswildern.
Die Überlebenschancen sind eh nicht so toll , da sollte sich jeder klar machen. Das ist so, weil Rabenvögel eben viel von Eltern und Artgenossen lernen müssen und einer Gruppe von Handaufzuchten fehlen erfahrene Vorbilder total . Das Durchschnittsalter einer Rabenkrähe beträgt nach dem Ausfliegen ja schon von Natur aus nur ca. 2,5 Jahre.
Ich glaube auch nicht, dass sich handaufgezogene Rabenkrähen in eine bestehende Population integrieren, weil sie den familentypischen Dialekt nicht beherrschen. Deshalb ist es bei bestimten Rabenvogelarten wichtig , dass sie eben in einer größeren Gruppe ausgewildert werden, damit sie eine eigene Familie bilden können.
Fakt ist, dass es in der Natur nicht vorkommt, dass ein fremder Jungendtrupp im Revier der Brutpaare auftaucht. Da könnten schon Revierkämpfe den Bruterfolg beeinträchtigen. Deshalb würde ich die nicht im Frühjahr auswildern.
Ob es richtig oder falsch ist 60 Saatkrähen großzuziehen, das muß jeder selber wissenEs ist völlig natürlich, das die kleinen aus den Nestern fliegen, weil Saatkrähen zum Brutparasitismus neigen .
Es ist menschlich, dass man so ein kleines Vieh da nicht liegen läßt, aber nicht alles was menschlich ist, ist auch für die Natur sinnvoll .
Die Auffangstationen und Tierheime in der Nähe von Saatkrähenkolonien sind proppevoll mit diesen Findlingen und werden oft eingeschläfert, weil für die ganzen Massen echt kein Platz ist. Mit diesen Saatkrähen wird sich meiner Meinung nach auch nicht so viel Mühe gegeben bei der Aufzucht und Auswilderung, wie bei anderen selteneren Tierarten, wie z.B den Kolkraben .
LG Sunny



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Es ist völlig natürlich, das die kleinen aus den Nestern fliegen, weil Saatkrähen zum Brutparasitismus neigen .



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