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Varianten zur Auswilderung

Dies ist eine Diskussion über 'Varianten zur Auswilderung' im Die Rabenkrähe Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Hallo zusammen, würde gerne eure Meinungen zu der nächstes Jahr bevorstehenden Auswilderung wissen. Folgende Varianten sind in der Überlegung: 1. ...

  1. #1
    Erfahrener Benutzer Avatar von Skilly112
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    Varianten zur Auswilderung

    Hallo zusammen,

    würde gerne eure Meinungen zu der nächstes Jahr bevorstehenden Auswilderung wissen.

    Folgende Varianten sind in der Überlegung:

    1.
    Klappe in die Voli einbauen und von "zuhause" aus auswildern, sodass sie die Möglichkeit haben zurück kommen zu können. Außerdem könnte ich noch über eine längere Zeit Futter anbieten.
    Die beiden "Wilden" aus der Auffangstation sind dann mit hunderprozentiger Sicherheit weg, aber ich bin mir halt nicht so sicher dass meine Handaufzucht sich ihnen anschließt.

    2.
    Ca. 10 km von mir zuhause auf einer 40000 qm großen Pferdeweide mit Waldbestand auswildern. Sprich hinbringen und rauslassen. Hier hätte ich nur im Februar wenn ich zwei Wochen Urlaub habe die Möglichkeit morgens hinzufahren und Futter hinzubringen und zu schauen ob sie tatsächlich weg sind und zurecht kommen. Hier bestünde halt die Gefahr, dass meine Handaufzucht auch im angrenzenden Ort Blödsinn anstellt und ich es dann noch nicht mal mitbekommen und er womöglich totgeschlagen wird oder ähnliches. Aber eigentlich ist er scheu, was fremde Menschen angeht. Mittlerweile dürfen noch nicht mal mehr meine Mädels in die Voli mit denen er früher gespielt hat.

    Ich habe halt ein bißchen Angst um meine Handaufzucht.
    Der Idealfall wäre natürlich dass er sich mit den beiden anderen bei uns zuhause vom Acker macht und uns vielleicht mal besucht. Er dürfte aber nix anstellen.

    Was würdet ihr bevorzugen oder habt ihr noch andere Ideen ?

  2. #2
    Administrator Avatar von Sven
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    AW: Varianten zur Auswilderung

    Hallo,

    Besser wäre noch bis nächstes Jahr weitere Auswildungskandidaten finden und zusammenhocken.

    Oder alternativ an eine seriöse Auswilderungsstation abgeben!

    Je länger einzelne Handaufzuchten in Menschhand waren, umso wahrscheinlicher ist eine Fehlprägung.


    LG Sven


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  3. #3
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    AW: Varianten zur Auswilderung

    hm..... glaube eine auswilderungsstation ist dabei empfelenswerter.
    von den kleinen die wir wieder rausgelassen haben ist keine mehr zurückgekommen trotz futter was wir rausgestellt hatten.
    und 2 wochen im februar.....ich weiss nicht- da ists eh kalt und 2 wochen sind für so ein vorhaben eher etwas knapp bemessen oder?

    na schaun wir mal was die anderen sagen.

  4. #4
    Moderator Avatar von Gaby
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    AW: Varianten zur Auswilderung

    Ich für mich würde die erste Variante wählen ,denn wenn es nicht klappen sollte das er sich an die anderen anschließt und bleiben sollte, kann man immer noch eine Auswilderungsstation in Betracht ziehen.
    Da er sich ja schon von anderen Menschen abgenabelt hat, müßtest du auch noch in den letzten Stadien den Kontakt meiden ,das er sich mehr den 2 anderen zuwendet.

    LG gaby
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  5. #5
    Astrid
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    AW: Varianten zur Auswilderung

    Hallo Skilly
    Mich wundert der Auswilderungstermin Februar. Wenn Du das machst, damit die Vögel vor der Brutsaison raus kommen denke ich, dass Du bis Mitte März warten kannst. Im Februar liegt doch vielleicht sogar noch Schnee.

    Das mit der Pferdekoppel habe ich nicht ganz durchschaut, wirst Du dort dann eine Voli bauen oder sie nur auf dem Gelände frei lassen? Ich hätte Angst, dass dann Fremde an die Voli gehen und den Tieren etwas antun oder sie womöglich mitnehmen.

    Als Variante würde ich die Erste von Dir genannte wählen, wäre mir sicherer, die Tiere noch im Auge behalten zu können. Und sollte Deine Handaufzucht sich noch nicht zurechtfinden und sich nicht lösen können, ist sie vielleicht für neue Päppelkinder eine "erfahrene Tante" und hilft dabei, die Prägung auf Dich nicht so stark werden zu lassen.

    LG astrid

  6. #6
    klumpki
    Gast

    AW: Varianten zur Auswilderung

    Ich mache es wie in Nr. 1 beschrieben (mit allen möglichen Singvogelarten). Dann kennen sich die Vögel im Revier aus, alles andere ist unbekannt und grenzt an Aussetzen. (kommt jedoch auf die Umgebung an, geht besser ohne direkte Nachbarn )

    Der Menschenkontakt muss aber unbedingt eine ganze Weile auf ein Minimum beschränkt werden, die Krähe muss verwildern..... ist ohne Partnervogel nicht einfach..... erst wenn sie niemanden mehr anfliegt und auch eine gewisse Scheu vor Menschen zeigt, kann die Klappe aufgemacht werden.

    Wichtig ist, dass sie naturnahe Futtermittel kennt: z.B. ganze Mäuse, Eintagskücken, rohe Eier,ganze Äpfel, Gerstenähren..... nicht mehr alles fertig kleingeschnibbelt. Lass sie unter Laubhaufen Insekten suchen usw, einfach bestmögliche Umwelterfahrungen sammeln.

    Am besten auch von Dir entwöhnen, falls Du ihre Bezugsperson sein solltest, lass andere Leute füttern.

    Tja und Februar ist schon ziemlich früh, bitte nicht rauslassen, wenn noch Schnee liegt.

  7. #7
    Administrator Avatar von Sven
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    AW: Varianten zur Auswilderung

    Eine handzahme Krähe gehört eigentlich zu anderen und wird am besten in einer Gruppe ausgewildert! So machen es die großen professionelle Stationen

    Am besten gibt man eine einzelen handzahme Krähe in eine Station und dort werden keine springende Heimchen, oder Mäuse verfüttert. Erstens weils nichts bringt und zweitens weil zu teuer wäre.

    Raben lernen untereinander am schnellsten und man muß ihnen nichts beibringen! Fangen, jagen, zerkleinern lernen sie von ganz alleine.

    Deshalb wird immer in Gruppen ausgewildert, damit hat man die besten Erfolge erzielt! Aus diesen Gruppen bilden sich oft Pärchen.

    Ich weiß nicht wer von euch schon mal in einer großen Station war, der kann das bestätigen.

    Oder fragt mal bei Paasmuehle nach, glaube kaum das er für seine Raben Mama und Papa spielt.

    Als ich Rabi2 zu Hexe gebracht habe, war er zahm wie ein Lämmchen. In der Gruppe lernte er seine Dame kennen und ist jetzt frei und sucht sich sein Fresschen selber. Hat mit Menschen nichts am Hut, kommt auch nur noch selten zum Futter holen, jedenfalls so wie Hexe schreibt.

    Es wird immer wieder vergessen das Rabenvögel nicht blöd sind. Das sind keine Kleinkinder oder Säuglinge, die noch ihre Flasche brauchen.

    Das sind Wildtiere, die mit allen Instinkten zum Überleben ausgestattet sind.

    Wenn Skilly112 noch 2-3 Rabenkrähen zum Auswildern bekommen könnte, dann kann sich eine kleine Gruppe bilden und zusammen im Mai, Juni ausgewildert werden. Ansonsten als Einzeltier (Vertäschlungsgrad) wird es schwer werden. Alternativ bleibt noch eine Station...

    Ich kann nur jedem empfehlen, sich in einer großen Auswilderungsstation mal umzuschauen, wie dort gearbeitet und eine Auswilderung vorbereitet wird.

    Wenn die Rabenvögel ihr Alter erreicht haben und nicht mehr betteln, oder gesund sind wird in Gruppen entlassen, ob jetzt Winter oder Sommer...



    LG Sven


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  8. #8
    Moderator Avatar von bluebabyzoe
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    AW: Varianten zur Auswilderung

    Eine fehlgeprägte Rabenkrähe wird lebenslänglich fehlgeprägt bleiben. In einem Alter von 6 Monaten ist das überhaupt nicht mehr möglich da irgendeinen Einfluß drauf zu nehmen.
    Wer so einen Jungvogel findet sollte den sofort in eine Auswilderungsstation geben und nicht erst dann, wenn das Tier schon über 10 Wochen alt ist und die ersten Probleme bereitet .
    Es gibt auch misserable Auswilderungsstationen, deshalb ist es garnicht so einfach eine junge Krähe gut unterzubringen. Selbst in guten Stationen oder anderen Pflegeplätzen wird kaum darauf geachtet, dass die Rabenvögel nicht auf den Menschen konditioniert werden, dabei wäre das so einfach.

    Im Frühjahr sollte man überhaupt keine Rabenkrähen auswildern. Vor August würde ich das lassen. Vielleicht kannst Du bis dahin noch eine grössere Gruppe zusammenführen, 6 - 10 Tiere wären schon optimal, die kannst Du dann direkt bei dir am Haus schrittweise auswildern. Wichtig ist, dass die Vögel niemals Mensch und Futter in Zusammenhang bringen und dass bei den ganz Kleinen in der sensiblen Phase eben eine Fehlprägung vermieden wird.

    LG Sunny

  9. #9
    Administrator Avatar von Sven
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    AW: Varianten zur Auswilderung

    Ich weiß nicht ob Du schonmal in einer professionelle Auswilderungsstation warst? Anscheinend nicht und auch viele andere hier...

    Die Rabenvögel die zum Auswildern vorbereitet werden kommen in spezielle Volieren. Nach einer gewissen Zeit werden diese zusammen (Gruppe) ausgewildert, ob Winter oder Sommer! Das spielt überhaupt keine Rolle, denn sie haben die Möglichkeit, immer wieder an die eingerichteten Futterplätze zu kommen.

    Und die Futterplätze werden nur selten in Anspruch genommen, ob Winter oder Sommer.

    Man kann keine Rabenvögel nur im Sommer auswildern, erstens haben die meisten Stationen überhaupt nicht den Platz dazu und zweitens wird ein gesunder Rabenvögel nicht länger in der Station behalten wie unbedingt nötig. Alleine wegen den Kosten und dem Platz...

    Auch eine Handaufzucht kann ohne Probleme wieder ausgewildert werden. Rabi2 war auch ein Handzahmer und das bestimmt 1 Jahr lang und nun ist er draußen und hat mit Menschen nichts mehr am Hut
    Kommt drauf an wie man dabei vorgeht und wie ernst einem die Sache ist!

    Ein Rabenvogel den ich jahrelang im Käfig gehalten habe, den kann ich nicht mehr auswildern, dass ist klar.

    Es werden sogar Rabenvögel mit nur einem Bein ausgwildert, alles kein Problem. Die Vögel passen sich ihrer Situation an und kommen sehr gut draußen zurecht.

    Ich denke die meisten waren noch nie in einer richtigen Auswilderungsstation, sonst würde nicht dauern im Forum so ein Unsinn verbreitet werden.

    Nach vielen Meinungen die im Forum zu lesen sind, dürfte eigentlich das ganze Jahr über überhaupt nicht ausgewildert werden

    Im Frühjahr liegt Schnee, von Mai bis September ist die Brutzeit, Im Oktober fängt der Winter wieder an, es gibt keine Mücken mehr..., oder jetzt geht die Mauser los... usw

    Ich möchte nicht wissen wieviele Raben in einer Voli hocken müssen, obwohl sie ohne Probleme ausgewildert werden könnten?
    Nur weil diejenigen ihren Vögel nichts zutrauen und die Hosen voll haben, oder sie als ihren persönlichen Besitz ansehen.

    PS: Ist echt Hammer was sich in vielen Köpfen fest gebrannt hat


    LG Sven


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  10. #10
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    AW: Varianten zur Auswilderung

    na jaaa.... Jungvögel sollten bis in den Herbst (Ende Oktober, je nach Gebiet) hinein nach der Brutzeit ausgewildert werden, erfahrene Altvögel können jederzeit raus. Jungvögel werden, wenn sie zu früh in einem Revier anderer Krähen rauskommen, oft erbarmungslos gejagt. Tiere, die nicht genügend Fitness haben, bleiben dabei auf der Strecke. Das gilt besonders für Krähen, Elstern und Häher scheinen da toleranter zu sein.
    Verantwortungsvolle Auffangsstationen beachten die Terminwahl.
    Auch sollte man die Grosswetterlage im Auge behalten, ein schlechter Start wegen anhaltenem Regen oder Schnee ist nicht optimal für die Tiere.
    Praktisch ist das Anbringen einer Klappe, wo die Vögel ihren Auswilderungszeitpunkt selber bestimmen können und, solange sie es möchten, ihren gewohnten Übernachtungsplatz aufsuchen können.
    Allerdings erfordert die Einrichtung einer offenen Klappe an der Voliere eine häufige Überwachung, damit keine Beutegreifer in die Voliere eindringen können.
    LG
    Angie

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