Unsere Firma hat das oberste (6.) Stockwerk eines Bürogebäudes komplett belegt. In den letzten 2 Wochen haben wir auf unserer 70qm Dachterrasse (ebenerdig zugänglich von unserem Stockwerk aus) drei junge Rabenkrähen weitergepäppelt, nachdem die Mutter 2 Tage lang nicht mehr am ursprünglichen Nest auf der Feuerleiter erschienen war.
Haupt-Bezugspersonen sind bisher zwei Kollegen, die meistens gefüttert haben. Neben-Bezugspersonen waren noch 4-5 weitere Kollegen, die gelegentlich fütterten.
Die drei sind jetzt flügge und machen bereits Ausflüge zu den Nachbargebäuden. Das wäre ja schonmal der erste Schritt.... aber es gibt ein paar kleine Probleme:
- Inzwischen hat sich's rumgesprochen, und es gibt ein weiteres Dutzend Leute, die gerne füttern würden (und dummerweise, als wir nicht aufpassten, gestern und heute auch schon damit angefangen haben).
- Einige Raben-"Feinde" melden sich ebenfalls offen oder hintenrum zu Wort und drohen Beschwerden (bei Firmenleitung/Betriebsrat) an, da sie sich durch die Gegenwart Vögel gestört/belästigt/bedroht fühlen (Betteleien, Schei..ereien).
Was können wir jetzt tun, um den drei Krah-Krahs die völlige Auswilderung schmackhaft zu machen und ihnen ein Leben in Freiheit zu erleichtern?
Wir haben folgende Erstmaßnahmen überlegt:
- Wir "verbieten" allen Kollegen das Füttern auf der Dachterrasse.
- Wir ziehen die "Futterstelle" um auf das Flachdach über uns (sozusagen das 7. Stockwerk). Dort ist in einem offen zugänglichen Penthouse-Bau die Belüftungs- und Klima-Anlage des Gebäudes untergebracht, mit einem ca. 3m breiten Grünstreifen drumrum. Der Grünstreifen hat eine Moos/Gras-Bepflanzung. Das Dach ist mit unserem eigenem Schlüssel zugänglich... was uns jedoch bald eventuell Vermieter- oder Hausmeister-seitig verboten werden könnte).
- Die Fütterung nehmen dort oben nur noch die beiden Kollegen vor, die dies bisher bereits auf der Terasse hauptsächlich getan haben, ohne Ausnahme. Andere kriegen von uns aus keinen Zutritt da oben.
- Die Menge der Fütterung reduzieren wir nach und nach (bis auf praktisch Null in ca. 2-4 Wochen).
So weit unsere Theorie. Aber wir fragen uns natürlich, ob das funktionieren wird, und ob wir das auch durchhalten.
Und es gibt viele weitere Detailfragen:
- In welchem Maß muss man die Futtermengen reduzieren?
- Sollte man die Futterzusammensetzung jetzt irgendwie umstellen?
- Soll man bestimmte (andere) Kollegen damit beauftragen, die Raben jeweils aktiv von der Terrasse zu "verjagen"?
- Welche Maßnahmen kann man ergreifen, um den dreien eine Scheu vor (unbekannten) Menschen anzuerziehen? (Geht das überhaupt noch? Momentan gehen sie eigentlich zu jedem, der sich auf unserer Terrasse aufhält. Zwei Nachbargebäude haben dieselbe Architektur, mit denselben Terrassen: dorthin sind sie schon geflogen, um auf der Brüstung zu sitzen, liessen sich aber nicht anlocken von dort sich aufhaltenden Menschen. Aber das war immer nach einer Fütterung, und da waren sie jeweils auch papp-satt...)
Wir sind für jeden Rat dankbar.
MfG,
pipitas



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