Hallo zusammen, wir haben ein ähnliches Problem wie tassilo. Ich bin selber Tierärztin und habe im Sommer einen Raben in Pflege genommen, der seitdem bei uns in einem Außengehege lebt. Die Vorgeschichte: ein älteres Ehepaar hat ihn auf der Straße sitzend aufgelesen und ihn mit nach Hause genommen. Schon da konnte er wohl nicht richtig fliegen und auch seine Beine nicht richtig benutze. Zu allem Überfluß ist er bei den Leuten in der Küche in einen Topf mit kochend heißem Wasser geraten und hat sich Brust, Bauch und beide Ständer verbrüht. Die Brandwunden sind leider auch nicht richtig gut behandelt worden, so dass das Gewebe sehr hart und brüchig geworden ist, was dazu führte, dass das Abdomen entlang der Brandwunde aufbrach. In diesem Zustand habe ich ihn zum ersten Mal gesehen und wurde darum gebeten, ihn einzuschläfern. Weil sein Allgemeinbefinden noch sehr gut war und er aß und trank und offensichtlich auch keine allzu starken Schmerzen hatte, habe ich das nicht getan. Ich habe ihn dreimal chirurgisch versorgt, was er auch sehr gut weggesteckt hat. Inzwischen sind die Brandwunden gut verheilt und es wachsen teilweise sogar Federn in diesen Bereichen. Schon von Beginn an hat er aber immer mehr auf den Tarsalgelenken, als auf seinen Füßen gestanden, die Sprunggelenke sind beide sehr steif. Ob das nun eine Folge der Brandverletzungen oder eine angeborene Sache ist, kann ich im Nachhinein nicht mehr sagen. Die Sprunggelenke sind durch die Belastung stark verhornt und wir müssen sie regelmäßig reinigen, ähnlich wie tassilo das beschrieben hat. Er frisst und trinkt sehr gut, einkoten ist kein Problem, das hat er gut raus. Die Flügel sind beide in Ordnung, haben auch versucht, mit ihm fliegen zu üben, aber weil er die Beine nicht anziehen kann, schafft er es nicht mit dem Fliegen. Er sitzt also auf dem Boden und bewegt sich hüpfend auf den Tarsalgelenken mit Hilfe der Flügel weiter. Die Schwanzfedern sind weitestgehend abgebrochen, wachsen aber auch wieder nach. Bereits Ende des Sommers hatten wir versucht, Gesellschaft für ihn zu finden, aber weil die Abheilung der Brandwunden zeitweise arg stagnierte, haben wir dann erst mal abgewartet. Ich frage mich nun jeden Tag, wenn ich vor seinem Gehege stehe, ob das ein vogelgerechtes Leben ist oder nicht. Habe auch mit einigen vogelversierten Kollegen über die Ursachen gesprochen, aber so richtig konnte niemand etwa sagen (Rachitis?, Insektizide, die zu neurologischen Ausfällen führen?). Eine Freundin an der Vogelklinik Gießen riet mir zum Einschläfern. Was meint ihr dazu? Gibt es ähnliche Erfahrungsberichte? Ist das Leben so lebenswert? Klappt eine Vergesellschaftung immer problemlos? Er bräuchte einen Partner, der ebenfalls auf dem Boden lebt. Wo kann ich einen Partner finden? Kann nicht sagen, ob es ein männliches oder weibliches Tier ist, äußere Merkmale gibt es meines Wissens nicht, oder? Habe bisher noch keine Feder eingeschickt. Würde mich über Meinungen und Hilfe freuen. DANKE!!!



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) und es würde ihm sicher gut tun wenn es der" Richtige" ist 
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