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junge Rabenkrähen u. überfürsorgliche Menschen

Dies ist eine Diskussion über 'junge Rabenkrähen u. überfürsorgliche Menschen' im Die Rabenkrähe Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Wie manche von euch vielleicht wissen, hatte ich im letzten Jahr eine junge Rabenkrähe aufgenommen. welche an einem relativ ungünstigen ...

  1. #1
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    junge Rabenkrähen u. überfürsorgliche Menschen

    Wie manche von euch vielleicht wissen, hatte ich im letzten Jahr eine junge Rabenkrähe aufgenommen.
    welche an einem relativ ungünstigen Platz in der stadt fand.( Auswilderungsplatz in München od. Umge-bung gesucht-vom letzten Herbst)
    Nachdem ich dann gesehen habe, wie schwer es ist alles richtig zu machen und auch die Auswilderung
    auf die Reihe zu bringen, nahm ich mir für dieses Jahr vor,auch an dieser ungünstigen Stelle lieber zu
    beobachten wie sich die Jungtiere entwickeln und nicht mehr einzugreifen. Zumal mir auch die Elterntiere
    leid tun, da sie den Verlust von Jungtieren auch erst mal verkraften müssen.
    Vor ein paar Tagen war es dann so weit, die erste Jungkrähe war an fast genau der selben Stelle, wie mein
    Fund vom letzten Jahr. Es war auch schon eine kleinere Menschengruppe um den Vogel versammelt.
    Habe dann sozusagen eine Ansprache an die Gruppe gehalten, und erklärt, daß der Vogel versorgt wird
    von den Altvögeln, bald Fliegen wird und auch seine Eltern später braucht um alles zu lernen.
    Hatte aber trotzdem das Gefühl, es wäre besser, wenn ich den Vogel nehme, da ich zumindest sicher
    bin, die Sache dann auch zu Ende zu bringen, und dem Tier alles zukommen zu lassen was möglich
    ist.
    Mußte dann mit meinem Hund einen 2-stündigen Sparziergang machen, und als ich zurück kam, ihr
    könnt es euch wohl schon denken, war der Jungvogel weg. Er ist auch bis heute nicht aufgetaucht.
    Habe dann Zettel aufgehängt in denen ich meine Hilfe anbot. eider hat sich bis heute niemand ge-
    meldet. In diesem Schreiben habe ich auch angeregt, die Person möge doch wenigstens im raben-
    forum nachlesen, wie es geht.
    Für mich stellt sich jetzt die frage, was ich im nächsten Jahr tun soll,bzw. wenn ich in eine ähnliche
    Situation gerate. In der Stadt ist es ab belebten Plätzen fast unmöglich die Menschen davon abzu-
    halten die Tiere aufzusammeln. Habe auch chon mit Leuten von der Tierrettung gesprochen,
    welche mir bestätigten, daß dies ein echtes Problem ist.
    Bitte versteht mich nicht falsch, aber mein Gefühl sagte mir an diesem Tag, ich sollte den Vogel
    mitnehmen, aber die Vernunft sagte, lass ihn seinen Eltern.
    Nach meinen Informationen ist es leider so,daß die meisten Leute, welche so ein Jungtier aufsammeln
    es leider nicht schaffen, die Sache auch zu Ende zu bringen.

  2. #2
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Hallo Manfred, schön daß Du wieder da bist.

    Kann es richtig gut nachvollziehen, was Du uns schilderst. Dein Einsatz ist wieder richtig gut!!!! Das muß ich erstmal loswerden.
    Flugfähig sind die schon, nur hapert es mit der Übung.
    Sehen dann tierliebe Menschen diesen buschigen Fratz und er schaut einen mit den blauen Augen an, ist es leider oft geschehen.... Das sind Reflexhandlungen und vielleicht geht es so gut aus, wie bei Deinem Pflegling vom letzten Jahr.

    Bitte bring mir in Erinnerung, wo das Nest ist und ob dort Bäume und Büsche zur Verfügung stehen würden?

    Weiß nur noch, daß die Fundstelle mehr als gefährlich für die Kleinen war und sie dort fast keine Überlebenschance hatten gell?
    LG Andrea

  3. #3
    Moderator Avatar von Gaby
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    Ja Manfred,diesen Zwiespalt kennen wir wohl alle und die Menschen.....entweder zu viel oder sie treten drauf....

    LG gaby
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  4. #4
    Administrator Avatar von Sven
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    Absolut richtig Manfred!

    Man weiß ja nicht erst seit gestern, dass viele Leute einfach nicht ihre Dreckspfoten bei sich behalten können

    Jetzt werden wieder Rabenvögel in Scharen eingesammelt, die überhaupt keine Hilfe brauchen. Als nächstes kommen die Hundebesitzer ins Spiel, die ihren Liebling frei im Park laufen lassen und sich die eine oder andere Krähe schnappen.

    Es nützt auch nichts wenn du Zettel an Bäume oder sonst wo anpinnst, die meisten Leute lesen das gar nicht, oder raffen überhaupt um was es wirklich geht.

    Im Forum werden die Anmeldungen auch wieder häufiger, aber nur um im Futterthread zu lesen und uns nach ein paar Monaten, den vermurksten Rabenvogel aufs Auge zu drücken. Oder die armen Tierchen werden in einen Vogelkäfig gesperrt und total verhunzt...

    Ich wünschte mir, Rabenvogel-Ästlinge würden eine Zeit lang unter Starkstrom stehen und wer seine Drecksgriffel nicht bei sich behalten kann, einen richtig hammergeilen Stromschlag bekäme, dass er für den Rest seines Lebens, mit üblen Herzrhythmusstörungen rumplagen müßte

    Ansonsten ändert sich nichts...

    Sorry für meine harten Worte, aber das kotz mich jedes Jahr aufs neue an!

    LG Sven


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  5. #5
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Unrecht hast Du nicht Sveni.

    Manfred tut was und manche Leute werden die Zettel lesen. Mit Glück, spricht man drüber und der Vogeleinsammler erfährt davon.

    Haben wir uns nicht genau aus dem Grund hier gefunden, um zu versuchen, den Vögeln zu
    helfen?
    LG Andrea

  6. #6
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    Der Platz, an dem die Krähe(n),gefunden werden ist in der Stadt neben einer Kreuzung. Ist auch relativ klein, ca. 25 auf 12 m.
    Dort sind einige hohe Bäume mit Nestern. bis vor ca.2 Jahren war es dort relativ verwildert mit Büschen. Leider wurde nach der
    Finanzkrise 2008 im Rahmen der Konjunkturprogramme der Platz umgebaut. Jetzt gibt es keinen Rasen mehr und statt der
    Büsche gibt es nur noch einige Pflanzentröge, ansonsten ist alles sehr offen. Der Platz ist auch relativ belebt seit dem Umbau.
    Übrigens fanden diese Umbaumaßnahmen fast überall in der Gegend statt, alles so geleckt, aber das war wohl auch das Ziel
    der Maßnahmen. Dieser Platz wird auch jeden Winter von Saatkrähen besucht, und heuer ist sogar ein Saatkrähenpaar
    dageblieben.
    Habe heute von Auguste v. Bayern erfahren, daß "meine Krähe vom Vorjahr" erfolgreich verpaart und ausgewildert wurde.
    Ihr könnt gar nicht glauben, wie glücklich mich diese Nachricht macht.



    Lg Manfred

  7. #7
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Juhu, das freut mich mit Manfed!!!!

    Ob es was bringt, weiß ich natürlich nicht. Du könntest die Gemeinde anschreiben oder besser noch vorsprechen, grad weil die Saatkrähen unter Schutz stehen und bitten, unter dem Nestbereich Büsche etc. anzupflanzen.

    Das würde auch wegen den vielen Klecksen sauberer aussehen ...

    Außer dem Schutz der Jungvögel hat es einen weiteren wichtigen Aspekt. In der Brutzeit sind Spaziergänger unter den Nestern gefährdet. Da würde es sich doch anbieten, die Fläche etwas üppiger zu bepflanzen.
    LG Andrea

  8. #8
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    hallo, Manfred,
    schon mal was von Guerilla-Gardening gehört? Wenn möglich, schleich Dich nachts mit ein paar Gleichgesinnten ( über twitter, facebook, wkw etc z.B. erreicht man solche Leute) dort hin und pflanze, was das Zeug hält: einheimische Stauden, Büsche, Blumen usw, vielleicht ein kleiner Teich mit ein paar Rohrkolben . Natürlich müßt ihr euch dann auch um die Pflege kümmern. Gut sind immer Sträucher, die dicht wachsen oder Stacheln haben.
    Da sollten doch ein paar kleine schwarze Gesellen dann Unterschlupf finden. Vielleicht noch eine nett gestaltete Tafel, wo erklärt steht, was in einer Stadt so alles kreucht und fleucht und das man die Natur in Ruhe lassen sollte.
    LG
    Angie

  9. #9
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    Das mit dem Guerrillagärtnern geht leider nicht, da wie ich schon berichtete dieser Platz erst umgebaut wurde, und zwar so,
    daß es dort gar keinen Erdboden mehr gibt, sondern nur noch Kieselsteinboden. Ich glaube, daß das auch so gewollt wurde
    um den Platz besser Überschaubar zu halten. Wie gesagt war es vorher ideal und wurde dann verändert.Vorher war es mehr oder weniger wild und jetzt ist alles wie geleckt. Es gibt lediglich ein paar Pflanzentröge, die scho befüllt sind.


    LG Manfred

  10. #10
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    schade, hätte je sein können... bleibt eigentlich nur, dass ihr eine LKW Ladung Mutterboden ankarrt und den übern Kies schüttet.
    Mach die Stadt drauf aufmerksam, dass wegen der dämlichen Umgestaltungsmaßnahmen ein Stück wichtige Natur verlorenging. Leider findet man solches Denken bei den Behörden überall: das Geld fehlt, also wirds pflegeleicht zubetoniert. Hier hilft nur massiver Protest, den Tieren in der Stadt hilfts leider nicht...
    LG
    Angie

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