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Auswildern mit Behinderung?

Dies ist eine Diskussion über 'Auswildern mit Behinderung?' im Die Rabenkrähe Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Hallo Gemeinde, bin generell Tierfreund und meine Wildtiere, in dem Fall Rabenvögel, gehören wie alle anderen "wilden" Spezies, in ihre ...

  1. #1
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    Auswildern mit Behinderung?

    Hallo Gemeinde,

    bin generell Tierfreund und meine Wildtiere, in dem Fall Rabenvögel, gehören wie alle anderen "wilden" Spezies, in ihre natürliche Umgebung. Nuuuun ist es ja so, dass viele bei uns vorkommenden Wildtiere, im speziellen Fall Krähen und ihre Verwandten, zu Kulturfolgern geworden sind und ein näherer Kontakt nicht ausbleibt.

    Nun zu meinem, euch sicherlich geläufigen Problem. Fundsache: Krähenjunges, am Bein verletzt, (unnatürliche Stellung vom Wurzelgelenk und nicht belastbar), schon gut befiedert und leicht zu füttern. Wird im Augenblick einem TA vorgestellt. Berichte gerne übers Ergebnis.

    Was Tierhaltung, auch Vogelhaltung anbelangt, bin ich nicht unwissend. Hatte über Jahre eine Papageienzucht. Will darüber aber jetzt keine Grundsatzdiskussion anzetteln.

    Der kleine Freund braucht in jedem Fall eine Starhilfe ins raue Krähenleben. Wir würden ihm diese gerne angedeihen lassen. Das wir eine Prägung auf uns weitestgehend vermeiden wollen ist klar. Habe auch schon einige Beiträge über die Problematik gelesen.

    Jetzt zum Punkt: Futter! Krähen fressen alles (fast), das weiß ich. Aber was ist umfassend und am einfachsten zum bewerkstelligen? Der Kleine hat nur noch wenig Flaum. Schwanzfedern sind da und die Schwungfedern teilweise auch, fliegen ist noch nicht, flattern schon. Angst kennt er nicht wirklich. Sehr selbstbewußt sein Auftreten. Scheint also insgesamt recht fit zu sein.

    Über Aufzuchtstationen in der Nähe ( Raum Stuttgart) habe ich noch nicht recherchiert. Ich weiß aber das mit Pflegefällen nicht immer pfleglich :-(( umgegangen wird. Näher will ich das nicht umschreiben.

    In freudiger Erwartung eurer zahlreichen Tipps
    Herzliche Grüße
    Walter

    Update: Findling hat gebrochenes Fußgelenk, das falsch zusammengewachsen ist. D.h. der Bruch ist alt und der TA vermutet das dieses Problem mglw. von Geburt an besteht. Betroffen ist wohl der Oberschenkel (Peripherie), dadurch kann er die Krallen nicht richtig öffnen. Das Tier ist wohlgenährt und fit. Drei Möglichkeiten zur Auswahl: Euthanasie, Aussetzen am Fundort oder als Pflegefall dabehalten und hoffen das er mit der Behinderung in menschlicher Gesellschaft eine gute Zeit erleben kann. Auswildern ist demnach auch in Zukunft m.E. keine wirkliche Alternative. Was würdet ihr tun?

    Futterempfehlung vom TA: Beo- und Weichfresserfutter. Klingt plausibel. Oder?

    Grüße Walter

  2. #2
    Administrator Avatar von Sven
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    Hallo,

    willkommen im Forum.

    So lange der Rabe mit dem alten Bruch zurecht kommt und halbsweg normal am Boden gehen kann und auf Äste hocken, steht einer Auswilderung nichts im Weg! Als Mensch wird man auch nicht eingeschläfert oder weg gesperrt, wenn man eine leichte Behinderung hat, mit der man sich problemlos zurecht findet.

    Ich kann immer wieder nur auf diesen Thread verweisen...

    Junge Krähe kann nicht richtig stehen

    oder hier...

    http://www.rabenforum.de/andere-rabe...html#post57718

    Seitens der Vogelklinik war eine Auswilderung nie ein Problem! Selbst mit steifen Kniegelenk.

    Keine Ahnung ob dein TA überhaupt richtig Plan von der Sache hat?!

    Was gibt`s draußen zu futtern, Insekten, Insekten und Insekten.


    LG


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  3. #3
    Erfahrener Benutzer Avatar von CoraxDeus
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    Hallo Walter,
    gehöre hier im Forum zu den Menschen, die sich nicht zutrauen würden, einen Pflegefall aufzunehmen, weil es mir in erster Linie an natürlichem Freiraum mangelt, bin ein Großstadtkind (leider)...wohne in NRW, Essen.
    Das ich sehr kritisch gegenüber sog. Fundtieren stehe, liest sich hier im Forum. Bin aktiv im Tierschutz tätig und weiß, was dabei herauskommt und nie zum Besten des Tieres.
    Aber hier in deinem Fall, lasse ich mal mein Bauchgefühl sprechen bezüglich der drei Möglichkeiten und würde mich für Pflegling entscheiden.
    Wünsche dir einen schönen Abend und viel Glück, Hilfe, Mut und liebe Menschen mit Sachverstand.

    "People once believing, that when someone dies, a crow carries the soul to the land of death.
    But sometimes, something so bad happens, that a terrible sadness is carried with it and the soul can´t rest.
    Then sometimes the crow bring that soul back"

  4. #4
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rabenherz
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    Das Krähenjunge wieder an den Fundort zurückzusetzen , wäre nicht so toll da er ja noch behandlungsbedürftig ist, Walter.
    Eine Station legt keinen Wert auf einen Pflegefall-Rabenvogel.....habe schon selbst negative Erfahrung gemacht, obwohl der Vogel bei Übergabe gesund und munter war.

    Behinderte Krähen kommen oft gut zurecht und mit Hilfe von den Ratschlägen und Infos aus dem Forum hier, kannst Du dem Räbchen sicher weiter helfen.
    Da er einigermaßen fit, ist bestehen gute Chancen für ihn - das Futterthema hast Du sicher auch schon durchgelesen und da Du Erfahrung mit Papageien hast, schaffst Du das sicher, Walter!
    In einigen Wochen wird sich zeigen, wie Dein Pflegling klarkommt.

    Hier bist Du jedenfalls richtig gelandet!
    LG Annette
    "Wer die Würde der Tiere nicht respektiert, kann sie ihnen nicht nehmen, aber er verliert seine eigene." - Albert Schweitzer (1875-1965)

  5. #5
    Benutzer Avatar von gagga
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    Hallo Walter

    Ich würde mich auch erst mal für die Pflege entscheiden und sehen was daraus wird. Ob man den Vogel dann doch noch auswildern kann muss man sehen. Oft kommen solche behinderten Vögel in der Natur relativ gut zu recht, nur der Start dahin muss gut sein.

    LG gagga

  6. #6
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    @ Sven

    Das Problem ist er kann nicht auf einem Bein stehen. Das behinderte knickt immer ein und das Baby kippt um. Deshalb robbt er flatternder Weise auf dem Boden herum wenn er sich fortbewegen will. Schmerzen scheint er nicht zu haben.

    Noch eine wichtige Frage: Habe ihn gewogen um die Gewichtszunahme zu kontrollieren. Zur Zeit wiegt der Kleine 270g. Kann mir jemand sagen (Tabelle) welches Normalgewicht welchem Alter entspricht?

    Werde bei Gelegenheit mal Bilder machen und einstellen.

    LG Walter

  7. #7
    Moderator Avatar von bluebabyzoe
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    Er sollte um die 400 Gramm wiegen, 270 Gramm ist sehr wenig !
    Wenn er nicht lernt auf einem Bein zu stehen, dann muß er eingeschläfert werden. Es ist sicher so, dass das kranke Bein das Gleichgewicht stört .Selbst wenn er es lernt, so kann es passieren, dass der kranke Fuß über den Boden schleift beim Hüpfen, dann entstehen Druckstellen, die sich entzünden und weh tun.
    Dann muß der Fuß amputiert werden.
    Das ist alles schwierig, aber so ja garnicht beurteilbar. Das kann nur ein TA der Ahnung von solchen Fehlstellungen hat !
    Versuch ihn erstmal zum Stehen zu animieren, dann muß er aber auch noch hüpfen lernen, denn er kann ja nicht den ganzen Tage auf der gleichen Stelle hocken.


    LG Sunny
    Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Antoine de Saint-Exupery

  8. #8
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    Hallo, melde mich mal wieder mit einem Update.

    Unser kleiner Freund entwickelt sich gut und hat zugenommen. Wiegt jetzt 340g. Das bedeutet ein Plus von 70g in 18 Tagen. Allein seine Beinchen machen mir noch Sorge. Durch tapen sind die Krallen am linken Fuß jetzt in normaler Stellung und er steht auch normal drauf, kann prima hüpfen und auch schreiten. Gleichgewichtsprobleme hat er keine mehr. Zehn Meter fliegen, in bis zu 30cm Höhe, klappt auch. Der rechte Fuß ist nach außen verdreht dadurch nützt tapen der Krallen nichts. Er läuft halt auf dem "Stumpf". Habe vorsichtig versucht das Bein in die normale Stellung zu bringen. Es ging und das Baby protestierte dabei nicht. Er schien keine Schmerzen dabei zu haben. Mir stellt sich jetzt die Frage, wie ich den verdrehten Fuß Stück für Stück sinnvoll in die richtige Lage bringen kann. Muß man ja wohl auf irgendeine Art schienen und fixieren aber ohne das es ihm das Blut abstellt. Hat jemand einen Tipp?


    LG Walter

  9. #9
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    Wie kann ich hier ein Bild einfügen? Hochladen ging, Bild erscheint aber nicht.

    LG Walter

  10. #10
    Moderator Avatar von Gaby
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    auf Album gehen oben..dann kannst du mit dem cursor auch die position angeben das es hier im Treat erscheint...glaube ich ...
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

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