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Verhalten der Elterntiere

Dies ist eine Diskussion über 'Verhalten der Elterntiere' im Die Rabenkrähe Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Ihr Lieben, vielen Dank erstmal für die Geburtstagsgrüße. Nachdem Abraxa letztes Jahr irgendwann nichtmehr kam bin ich etwas von den ...

  1. #1
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    Lächeln Verhalten der Elterntiere

    Ihr Lieben, vielen Dank erstmal für die Geburtstagsgrüße. Nachdem Abraxa letztes Jahr irgendwann nichtmehr kam bin ich etwas von den Rabenkrähen und auch vom Forum abgedriftet- hab aber immer mal wieder reingeschaut. In diesem Jahr haben Abraxas Eltern wohl die Komplette Brut heil großbekommen . Und ich hab den Eindruck dass sie sich gemerkt haben wo man gut Kinder aufziehen kann. Habt ihr das auch schonmal beobachtet? Wir hatten das Brutpaar schon mehrere Jahre- aber in diesem Jahr habe ich beobachtet, dass die Elterntiere mich beobachten wenn ich zum Kompost gehe und dann sofort- inzwischen natürlich mit dem dreifachen Nachwuchs dieser Brutsaison- zum Festmahl anrücken! Und sobald ich den Regner bei der Kräuterspirale anstelle kommt ein Jungvogel zum Duschen. Ich weiß natürlich nicht, ob es immer derselbe Jungvogel ist- duschen tun sie auch oft alle zusamen. Das sieht dann wirklich toll aus- Fünf Krähen bei der Kräuterspirale. Und mit offensichtlichem Genuss wird getrunken und sich gewaschen und freundlich unterhalten... Zwischendurch knabbern sie auch sehr gern die Samenstände von den Pimpinellen- die scheinen sie besonders zu lieben- und den Dill! Leider blieb für uns keiner mehr... aber wir können ja teilen . Kirschen und Erdbeeren sind ihnen auch komplett zum Opfer gefallen- Aber vor Allem sind sie alle Fünf viel weniger scheu als vor Abraxas Zeit- und wissen genau, wohin die Hunde können-(z. B. NICHT an den Kompost) und wo man halt einfach weiterfuttern kann. In der Nachbarschaft ist nach der Saison mit Abraxa das Interesse an den schönen Schwarzen auch deutlich gewachsen und ich werde oft gefragt, ob sich Abraxa nicht mal wieder gezeigt habe. Keiner schimpft über geklautes Obst oder so. Und ich freu mich immer, wenn mich die Elternvögel morgens begrüßen, wenn ich die Hunde rauslasse. Abraxa fehlt mir aber schon. Ich hoffe, sie hat überlebr und irgendwo eine nette Junggesellenbande gefunden. Wir haben im Umkeis mehrere solche Schwärme. Bekannte sagen immerwieder ich wär blöd gewesen, weil ich sie nicht behalten habe. Aber ich fühl mich so schon besser. Wenn sie nicht überlebt hat, dann hatte sie wenigstens die Chance auf den Versuch. Lang leben heißt ja nicht unbedingt glücklich leben. Aber lange Gefangenschaft heißt auf jedenfall langes Unglück.
    LG
    Carola

  2. #2
    Kai
    Kai ist offline
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    Hallo Carola,

    das erinnert mich stark an meine Erlebnisse mit Ma, Pa und ihren Kids. Über drei Jahre hat sich langsam ein Verhältnis herausgebildet, bei dem man die Eigenarten des anderen kennt und beachtet. Da wird immer noch viel ausprobiert und das Verhalten der Reaktion entsprechend angepasst, gelernt.

    Da die Krähen, mit denen ich zu tun habe, alle in Freiheit leben, ist es für mich eigentlich am interessantesten, wie sich mit der Zeit das Verhalten eines einzelnen Vogels oder einer Gruppe ändert -- oder auch mein eigenes.

    Ob solche Beobachtungen einen zusätzlichen Sinn machen, weiss ich noch nicht (müssen sie es?). Wobei ja schon nebensächlich gemachte Feststellungen, wie "in einem Rabenkrähenrevier in einem städtischen Wohngebiet gibt es weniger Tauben" wichtig sein können.

    Aber vor allem macht es mir Freude, dass das anfangs einfache Tauschgeschäft Futter gegen Aufmerksamkeit und Denkstoff mit Krähen funktioniert und sich weiterentwickelt.

    LG Kai

  3. #3
    Moderator Avatar von Gaby
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    Hallo Carola ,

    finde es schön das du dich weiterhin interessierst und so schöne Beobachtungen machen kannst.

    Und auch schön zu lesen das es immer wieder übereinstimmungen gibt mit den Verhaltensweisen.

    LG gaby
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  4. #4
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Hallo Carola!
    Die meisten Rabenvögel sind standorttreu und kommen evtl. auch mit neuem Partner wieder.

    Die Rabeneltern zeigen mal sehr deutlich, daß Du ihr Vertrauen besitzt. Sie haben nicht vergessen, daß von Dir Gutes und Hilfe kam. Dies zeigt doch sehr deutlich wie intelligent diese Vögel sind oder?

    Den Bekannten magst Du vielleicht erklären, daß sie mit so einem Federviech im Haus nicht mehr viel Spaß bei Dir gehabt hätten. Ist der Vogel erstmal geschlechtsreif und hat sich mit einem Menschen verpaart, mag er Besuch u. U. nicht mehr und verteidigt "sein" Revier. Leider setzt er die Grenzen dazu selbst fest und das Grundstück des Nachbarn gehört dazu.
    LG Andrea

  5. #5
    Benutzer
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    Freude mit den Krähen

    Danke für die netten Antworten. Ja, es ist wohl wirklich so, dass unser Brutpaar sich im letzten Jahr davon überzeugt hat, dass hier keiner was gegen sie hat. Wie gesagt, auch unsere Nachbarn sind tolerant gegenüber im Voraus abgeernteter Gemüse und Obstbestände und zum Glück konnte ich ja verhindern (dank eurer guten Beratung), dass die Krähen "gezähmt" werden. Die Leute, die nicht verstehen wollen dass ich Abraxa nicht "behalten habe" sind -so glabe ich wenigstens- nicht in der Lage einzusehen, das ein Wildtier in Gefangenschaft niemals glücklich sein kann. Die haben die Vorstellung, man könnte eine Abraxa einfach in einen Käfig sperren. Wobei Käfig im Haus gemeint ist und nicht Voliere im Garten (die ich nicht habe). Und ich beobachte außerdem, dass solche Leute eine Abraxa toll fanden, wenn sie angeflogen kam und auf meiner Schulter kuscheln wollte. Wenn sie aber bemerkten, dass Fräulein Krähe vorher gerade eine leckere Mahlzeit Würmer aus einem Pferdedunghaufen gezogen hatte wars gleich "IHHH- Bakterien, Vieren, Zoonosen!!! Rette sich, wer kann!!! !"
    Ich würde mich wirklich sehr freuen, wenn ich meine Freundin Abraxa einmal wiedersehen würde- wobei es mir dann auch sicher wieder sehr schwer viele,sie nicht zu sehr zu betüddeln- bin auch nur ein Mensch. Aber würde denn das Elternpaar, dass hier sein Brutrevier hat, Abraxa nicht vertreiben? Im Moment beobachte ich, wie die Jungtiere dieses Jahres immer größere Ausflüge machen, allerdings noch meist zusammen. Und ich habe auch schon gesehen, dass die Eltern sie von "ihrem" Nestbaum fernhalten. Aber die Gemeinschaftsdusche in meiner Kräuterspirale nutzen sie noch zusammen. Das ist immer mein größter Spaß- Soviel Wasser hat mein Oregano noch nie bekommen. Mein Mann meint schon, ich könnte allmählich Wasserkresse pflanzen...
    LG
    Carola

  6. #6
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Du würdest Dich wahrscheinlich wundern, was ein paar Monate in Freiheit aus einem Päppelkind machen, nämlich einen richtigen Wildvogel, der beim kleinsten Geräusch abfliegt. Das natürlich nur, wenn man es auch richtig gemacht hat und das hast Du geschafft.

    Wir haben so einen großen Plastikteisch, den mein Mann mit Feldsteinen umfaßt hat. Bachlauf drüber und Fontäne dann an und los gehts mit dem Badespaß. Drum herum ist allerlei gepflanzt, was sie verwüsten dürften. Nun sollen Wasserpflanzen rein, doch da ahne ich Schlimmes, halte jedoch den Mund.

    Sobald die Jungvögel nicht mehr ständig von den Eltern beobachtet werden und fast selbständig sind, können sich andere Rabenkrähen nähern, ohne daß es Streß gibt.
    LG Andrea

  7. #7
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    Na, das geplansche an so einem Bachlauf kann ich mir vorstellen- hätte ich auch gern... Wenn Abraxa tatsächlich wieder mal auftauchen würde wärs natürlich toll.- Aber würde ich sie erkennen? Es ist aber auch sehr schön, jetzt ihre Eltern und Geschwister "näher" kennen zu lernen. Als ich vorhin mit den Hunden heim kam saßen die drei Jungtiere auf unserem Giebel- wie abgemessen exakt in der Mitte! Und warteten, dass die Kräuterspiraldusche angestellt wird. Die Eltern beobachten aus dem Apfelbaum, ob die drei Jungspunde nicht zu unvorsichtig werden.- Was für aufmerksame Erzieher sie sind! Wenn ich nur so zum Kompost gehe werde ich beobachtet. Habe ich eine Schüssel dabei wird sofort der Essensgong (KRRAHH KRRAAAHH) geläutet. Und In der Nachbarschaft gibts das gleiche. Wir wissen also jetzt immer, welche Hausfrau grad den Biomüll rausbringt .LG Carola

  8. #8
    Moderator Avatar von Gaby
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    Zitat Zitat von Kreienbrink Beitrag anzeigen
    Was für aufmerksame Erzieher sie sind! Wenn ich nur so zum Kompost gehe werde ich beobachtet. Habe ich eine Schüssel dabei wird sofort der Essensgong (KRRAHH KRRAAAHH) geläutet. Und In der Nachbarschaft gibts das gleiche. Wir wissen also jetzt immer, welche Hausfrau grad den Biomüll rausbringt .LG Carola
    Danke,jetzt hab ich Tränen gelacht......
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rabenherz
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    Hallo Carola,



    das Brutpaar wird Dir sicher noch lange erhalten bleiben, aber ich glaube wenn Abraxa wieder zurück wollte um Dich zu besuchen, dann würden ihre Eltern sie verteiben......Abraxa hat in der Anfangszeit wahrscheinlich schon mal vorbeigeschaut, aber Du hast sie dann gerade nicht gesehen

    Bei uns hat das alt eingesessene Brutpaar vor 6 Jahren ihre drei Jungen mitgebracht.
    Im Jahr darauf haben zwei davon die Eltern vertrieben.....ein Altvogel war krank und ich nehme an, daß es darum so passierte.
    Die Jungkrähen hatten mit 2 Jahren schon ihren ersten Nachwuchs und ein Junges davon war für zwei Tage in einer Voli bei uns, bis es kräftig genug war und hochfliegen konnte.

    Sie zeigen uns fast jedes Jahr ihren Nachwuchs für ein paar Tage und sorgen aber dann dafür, daß die Jungen wieder in ein anderes Gebiet fliegen.

    Ich füttere nicht mehr direkt, da es bei den ersten Jungen zu erheblichen" Belagerungszuständen" kam und ich habe den Eindruck, die Kräheneltern wollen das auch verhindern und führen die Jungen recht bald wieder weiter.

    Im Jahr 2009 hatte es eines der Jungen geschafft sich von 2008 bis März 2009 durchzuschnorren und wurde auch geduldet.....aber dann wurde es sehr gewaltig vertrieben und durfte nicht mehr in die Nähe kommen!

    Hab sowas nur dieses eine Mal erlebt und darum haben die Eltern sicher auch diese Methode des "Vorstellens" der Jungen gewählt und ich bin auch zufrieden damit, denn wenn die Jungen hier ständig rufen würden oder in der Nachbarschaft alles untersuchen würden, nach Rabenart dann würde es bei den Leuten unter Umständen zu Unverständnis führen....die alten Vorurteile herrschen ja zum Teil noch vor!

    Auf jeden Fall hat man mit den Erlebnissen mit den Krähen was Einmaliges und Unvergessliches

    LG Annette
    "Wer die Würde der Tiere nicht respektiert, kann sie ihnen nicht nehmen, aber er verliert seine eigene." - Albert Schweitzer (1875-1965)

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