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Generelle Gedanken zu Sinn und Unsinn

Dies ist eine Diskussion über 'Generelle Gedanken zu Sinn und Unsinn' im Die Rabenkrähe Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Hallo Ich bin ja neu hier und weiss nicht, ob so eine Diskussion hier angebracht erscheint. Es geht mir darum: ...

  1. #1
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    Generelle Gedanken zu Sinn und Unsinn

    Hallo
    Ich bin ja neu hier und weiss nicht, ob so eine Diskussion hier angebracht erscheint.
    Es geht mir darum:
    Hier (Schweiz) sind Rabenkrähen Elster Eichelhäher und gebietweise auch Kolkraben jagdbar.
    Manchmal werden auch Schäden ( zerhackte Siloballen, zerstörte Keimlinge etc) gemeldet und von der Jäögerschaft Schadenersatz verlangt. Es kann sich dies durchaus um mehrere tausend Euros handeln.

    Zum einen finde auch ich diese Rabenvögel faszinierende Wesen. Jedes Jahr habe auch ich in meiner Station Rabenvögel, die ich versorge und wieder auswildere.
    Dennoch komme ich natürlich immer wieder in das Dilemma: Was macht eigentlich Sinn?

    Wozu einen solchen Vogel mühevoll aufziehen, wenn um die Ecke bereits das nächste Problem damit ansteht?

    Ich steh da manchmal ganz schön in der Klemme.
    Einerseits betreue ich ein Schutzgebiet mit , wo wir schon ernsthafte Probleme mit Krähen hatten, verfüge selber über Jagdschein, Falknerschein, bin z.B.vom Tierschutz damit betreut worden eine ältere Frau die massiv Krähen füttert etwas unter Kontrolle zu bringen, habe selber eine Pflegestation ( Hauptsächlich für Greife und Eulen, aber man kann ja andere nicht gut ablehnen).etc

    Wie seht ihr das? Gibt es für euch Grenzen wo man sagt: Ok so weit gehen wir . Oder wird auf biegen und brechen jeder Rabenvogel aufgepäppelt und umsorgt?

    Als Pflegestation habe ich auch sicher schon mehr Greifvögel getötet als mancher Greifvogel"hasser".
    Auch da gibt es zumindest für mich Grenzen was sinnvoll ist und wo es etwas bringt.

    Darf man hier darüber diskutieren und einiges auch in Frage stellen?
    zora sagt Danke für diesen Beitrag.

  2. #2
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    Solch eine Diskussion ist schon ok, vor demselben Dilemma stehe ich auch immer. Zunächst: wir sprechen je bei uns von einem charitativen Tierschutz, denn ich denke, so gut wie keine unserer (Vogel)Arten ist so bedroht, dass man wirklich ein bestimmtes Individuum auf Biegen und Brechen retten muss. Hier ist es eher das Thema, dass man Tierleid vermindern möchte, oft ist es ja direkt oder indirekt vom Menschen ausgelöst: Fensteranflug, Stacheldrahtzaun, Schusswunden, Hauskatzen, Straßenverkehr, industrielle Landwirtschaft, Veränderung der Landschaft etc. die Aufzählung der einzelnen Punkte ist beliebig. Sicherlich kann man die Hilfe an Wildtieren als eine Wiedergutmachung bezeichnen sowie Mitleid vor der Leidensfähigkeit der Kreatur. Der mitfühlende Mensch ist eben nur schwer in der Lage, ein in Not geratenes Tier abzuweisen.
    Für mich macht es keinen Sinn, Tiere zu päppeln, die dauerhaft sehr stark eingeschränkt leben müssten: z.B. beidseitig verkrüppelte Beine, starke Scheu vor dem Menschen und die damit meist verbundene Unfähigkeit, ein Restleben in Menschenhand zu verbringen, eine zu lange Päppelphase, die der Vogel nur sehr schwer toleriert; in all diesen Fällen wird sehr schnell bei uns gegen das Leben entschieden. Es gibt für mich nichts schlimmeres, als wenn ich sehe, dass manche Wildvögel in einem Käfig auf dem Bauch liegend monatelang oder jahrelang vor sich her vegetieren, weil sich der Pfleger mit allzu menschlichen Skrupeln herumschlägt und es nicht fertigbringt, das Tier aus seinem Leid zu erlösen.
    Ich habe auch eine Krüppelchenvoliere: darin befinden sich ein paar Kleinvögel, die sich mit dem Volierendasein abgefunden haben und zum Teil sogar handzahm wurden. Da gibt es Vögel mit nur einem Auge, oder einen zertrümmerten Flügel oder ein verkrüppeltes Beinchen.... aber alle sind in der Lage , wenigstens unter behüteten Umständen ein akzeptables Leben zu führen. Unsere Volieren sind begrünt, bieten Nist und Unterschlupfmöglichkeiten und so vieles, was einen Vogel erfreut.
    Wenn man behinderte Vögel aufbewahrt, sollten sie in der Lage sein, ein weitgehend artgerechtes Leben führen zu können, das beinhaltet sowohl die Behinderung des Tieres als auch die Unterbringung.

    Tiere zu pflegen die unter Umständen in der Umwelt zum Problem werden können, werden bei uns genauso gepflegt wie ein besonders seltenes Tier. Nicht ich bin der Entscheidungsträger, sondern andere. OK, ich bin da fein raus, denn ich werde nicht mit den Schäden konfrontiert. Leider habe ich auch erfahren, dass oft noch sehr viele Ammenmärchen die Einstellung der Menschen beeinflussen. Ich bin ein Mensch der Wissenschaft und interessiere mich für wirkliche Fakten und da stelle ich oft fest, dass sich Althergebrachtes und Wissenschaft oft wiedersprechen. So sollen Elstern alle Singvögel ausrotten, aber man vergißt allzuschnell, dass all die Singvögel keinerlei Überlebenschance hätten, wenn alle am Leben blieben ohne den Beutedruck. Auch schafft Beutedruck Lebensraum für andere, seltenere oder scheuere Arten.
    Sicherlich ist es übel anzusehen, wenn sich eine Horde Krähen über ein Hasenjunges hermacht; trotzdem kein Grund, mit Bausch und Bogen die Rabenvögel abzuurteilen ohne zu hinterfragen, wieso Niederwild und Bodenbrüter im Rückgang begriffen sind. Es gilt immer, alle Faktoren sichtbar zu machen und vor dem Vernichten einer Art zugunsten einer anderen sollte man erst einmal alle Möglichkeiten ausschöpfen, um der einen Art zu helfen und der anderen das Leben auf natürliche Weise ein wenig schwerer zu machen. (Hecken, Bewässerung etc)

    Landwirte sind sowieso immer nur am Klagen. Vielleicht sollten mal andere Methoden erfunden werden, Mieten unterzubringen. Die Silofolien sind sowieso nur Käskram - billig zwar aber nicht wirklich wirksam gegen Ratten, Mäuse, und eben Krähen und Co..
    Da werden hauseigene Revierkrähen getötet und man wundert sich, dass eine Horde anderer Krähen sich unbeschadet über die Keime hermachen. Klar, wo keine Wächter mehr, gibts Ärger.
    Früher haben sie wegen der Tollwut geklagt, jetzt, wo die in unseren Landen weitgehenst eingedämmt ist, klagen sie über zuviele Füchse...ja, was denn nun?
    Einerseits wird das Wild immer noch gefüttert in knappen Zeiten, andererseits füllt es die Wälder dass alle wieder am Jammern sind.
    Nicht die Tiere sind das Problem, sondern der Mensch und seine Einstellung zur Natur.
    LG
    Angie

  3. #3
    Kai
    Kai ist offline
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    Hast Du prima geschrieben, Angie

    Ich meine auch, dass solche Diskussionen auf alle Fälle hierher gehören. An anderen Stellen (Tierheime, Naturschutz-/Forst-/Sonstwas-Behörden) werden sonst Fakten geschaffen, ohne dass die Meinungen der Interessengruppe hier einfließen können.

    Direkt zu Milvipes Beitrag möchte ich sagen, dass natürlich auch die Situation beim Zusammenleben von Mensch und Tier bestimmt, wie man sich gegeneinander verhält.

    In der Großstadt kann ich Leute, die am liebsten alle Krähen umbringen wollen, manchmal zum Nachdenken bringen, wenn ich ihnen als Alternative zu den schwarzen "Müllmännern" und Revierverteidigern mehr Ratten und Tauben anbiete. Schließlich erfüllen die im ersten Schritt in etwa dieselbe Arbeit und vermehren sich rasend schnell, wenn es keine Konkurrenten und Gegner mehr gibt.

    Ich halte mich nicht für einen "Öko". Trotzdem habe ich verinnerlicht, dass es ein Gleichgewicht in der Natur gibt, an dem man nicht herumpfuschen sollte. Das gilt umso mehr, als wir weit davon entfernt sind, alle Zusammenhänge zu kennen und mit einfachen, schnellen Eingriffen erwiesenermaßen insgesamt meist mehr Schaden anrichten, als das ursprüngliche Problem je verursacht hätte.

    Was ein Aufpäppeln und Pflegen um jeden Preis angeht, hat Angie die Grenzen so beschrieben, dass ich nichts hinzufügen kann.

    LG Kai

  4. #4
    Moderator
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    Wenn man hilflose oder kranke Rabenvögel päppelt, wird man die Populationsdichte genauso wenig erhöhen, wie man sie reduzieren wird, wenn man alle Findlige euthanasieren würde. Bis auf ganz wenige Ausnahmen (besondere Zuchtprogramme stark gefährdeter Arten/ zB spanische Unterart des Kaiseradlers) greift man durch Pflegemaßnahmen überhaupt nicht in die Entwicklung der Arten ein.

    Wildtierpflege ist für mich kein Arten- oder Naturschutz, sondern eigentlich reiner Tierschutz und dadurch ethisch begründet. Den Tierschutzaspekt sehe ich bei der Sache allerdings sehr eng. Außer während der Intensivversorgung im akuten Krankheitsfall, wo die Bewegungseinschränkung dringend erforderlich sein kann,finde ich die Haltung zB in nicht artgerechten Volieren, unangemessenes Futter etc. nicht akzeptabel. Dauerhafte Haltung von behinderten Wildvögeln bereitet mir immer Unbehagen, ich kenne aber positive Beispiele, leider auch sehr viele negative.
    Da ich grundsätzlich nicht zwischen guten, nützlichen und schädlichen Arten unterscheide, spielt es für mich keine Rolle, ob ich eine "böse Krähe" oder eine "liebe Gans" versorge. Ich habe da nur so meine privaten Vorlieben. Ich persönlich habe mich dazu entschieden, pflegebedürftige Wildtiere in meinen Grenzen zu retten und bis zur Heilung medizinisch zu versorgen, teilweise auch mit großem Aufwand. Ich kann die Einstellung Anderer aber akzeptieren, die meinen, diesen zeitlichen und finanziellen Aufwand solle man lieber in die Biotopverbesserung investieren und nicht in die Päppelei von Einzelindividuen. Unter dem Strich würden davon viel mehr Wildtiere profitieren. Die Leute haben wahrscheinlich sogar recht.

    Bezüglich des Arten- und Naturschutzes hat Wildtierpflege meiner Meinung nach hauptschächlich Symbolcharakter und dient evtl. pädagogischen Zwecken, das ist aber auch kein unerheblicher Aspekt.

    LG Saskia

  5. #5
    Erfahrener Benutzer Avatar von Rabenherz
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    Es gibt sehr viele Leute, die noch nie oder irgendwann mal einen Rabenvogel gefunden und gepäppelt haben , aber trotzdem nicht wirklich wissen was artgerecht behandeln, versogen und helfen bedeutet.
    Sie handeln nach ihren eigenen Vorstellungen und werden vielleicht von Tierärzten recht- oder schlecht beraten.

    Wenn sie hier im Rabenforum landen, haben die Vögel gute Chancen.....
    Es kommt natürlich immer darauf an, wie ein Vogel untergebracht ist oder wird - welches Futter er bekommt, ob er medizinisch behandelt wird--- rechtzeitig vor allem.
    Es kommt darauf an, welche Infos der Finder erhält, wie er beraten wird und wie er das alles umsetzten kann.

    Im Forum gab es schon Berichte von schwer verletzten Rabenvögeln, aber die meisten Finder haben sich nach kürzester Zeit nicht mehr gemeldet, oder haben geschrieben, daß der Vogel doch verstorben ist.

    Ich hatte schon eine RK mit gebrochenem Flügel, sie wurde 2 Mal operiert, OP selbst bezahlt, Medis der Arzt.
    Nach einigen Monaten hab ich den Vogel in eine Wildtierstation gebracht, zu Heinz Röber in Hügelsheim- dort hat es einige behinderte Krähen die gut miteinander auskommen und auch Lebensfreude haben.
    In freier Wildbahn hätten sie nicht lange überlebt, aber dort können sie ein Leben mit Artgenossen führen und werden versorgt.

    Also ob es Sinn macht einen kranken oder verletzten Rabenvogel zu versorgen, können viele Menschen erst Mal gar nicht entscheiden.

    Falls man sich nicht auskennt mit Wildvögeln, sollte man so schnell wie möglich zu einen vogelkundigen Tierarzt gehen und dieser wird
    sicher Rat und Hilfe geben.
    Ich bin auch der Ansicht, daß zB. Vögel mit beidseitig verkrüppelten Füßen keine Lebensfreude mehr haben werden und es für sie nur Leiden bedeuten würde, wenn man sie nicht erlöst.

    Bei uns lebte aber auch schon eine RK mit einem verkrüppeltem Fuß über 3 Jahre - sie hatte leider keine Artgenossen als Kumpel, aber trotzdem Lebensfreude.
    Ich würde auch weiterhin pflegebedürftigen Vögeln helfen, denn jeder hat das Recht auf Leben ohne daß ich überlege ob es denn auch Sinn macht, weil später dies oder jenes geschehen könnte.
    Oft erscheint ein "Fall" auch aussichtslos und nach einiger Zeit erholen sich die Tiere und können mit ihrer Behinderung gut zurechtkommen.

    LG Annette
    "Wer die Würde der Tiere nicht respektiert, kann sie ihnen nicht nehmen, aber er verliert seine eigene." - Albert Schweitzer (1875-1965)

  6. #6
    Neuer Benutzer
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    Nun hier ist es so, dass es ein Netz von bewilligten Pflegestationen gibt. Privatpersonen haben eigentlich nicht einfach das "Recht" Wildvögel zu pflegen und zu halten.

    In den Vorschriften der Pflegestationen heisst es, dass nicht wieder auswilderbare Vögel zu euthanasieren sind.

    Die Handaufzucht von einzelnen Rabenvögeln lehne ich eigentlich ab. Das ergibt nur Problemfälle. Schon ältere Vögel die nur noch aufgefüttert werden müssen, wobei sich der menschliche Kontakt minimieren lässt, ok.

    Ja, das "aufpäppeln" hat unter dem Strich praktisch keinen Einfluss auf eine Population, von einzelnen speziellen Arten abgesehen.

    Das heisst , es geht bei den Rabenvögeln nur um den Tierschutzaspekt. Da gilt es dann für den Betroffenen die Entscheidung zu fällen: Weiterhelfen oder Schluss machen. Immer hart aber notwendig. Wenn die Chance auf Wiederauswilderung besteht, der Vogel absolut intakt eine reele Chance hat, ok. Alles was ein dauerhaftes Handicap hat, hat wenig Sinn.
    Da ich auch Aktiver Falkner bin, weiss ich, dass genau diese Vögel die Ersten sind, die draussen geschlagen werden.
    Also viel Aufwand betreiben, damit sie nachher kurz darauf gefressen werden, hat zumindest für mich keinen Sinn.

    Also ganz hart: Z.B. eine Krähe mit Flügelbruch ist für mich schon jenseits der Grenze. Stress für den Vogel, Schmerz, ein paar Wochen Behandlung, da muss der Bruch schon ein ganz "idaler" sein, der keinerlei Komplikationen bietet, damit ich noch etwas machen würde.
    Da kommen für mich nur kurzfristige Fälle von Rabenvögeln in Frage, die ohne grossen menschlichen Kontakt bald wieder intakt entlassen werden können.

  7. #7
    Benutzer Avatar von zora
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    was mich bei der diskussion, jetzt im nachhinein, stutzig macht, ist der umgang des menschen mit wildtieren. ich hab ja ein paar bilder von fritzi veröffentlicht und bekam sogar über twitter anfragen, woher ich die krähe hätte und ob ich sie nicht verkaufen würde. das selbe ist meinem vater auch passiert.

    ich mein, der fritzi ist ja jetzt ausgewildert, aber der markt für tiere, die man "besitzen" will, scheint riesig. und da gehts dann echt nicht mehr um tierliebe...

  8. #8
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    Also ich glaube kaum, dass irgendeiner von denen, die nen Raben "kaufen" wollen, überhaupt ne Ahnung hat, was für aufgeweckte und aktive Tiere das sind und welchen Aufwand es bedeutet, die einigermaßen artgerecht zu beherbergen...die denken sicher, man könnte die halten wie nen Papagei oder nen Beo in nem Käfig im Wohnzimmer mit ner halben Stunde Freiflug am Tag oder so. Anders kann ich mir das nicht vorstellen...aber bei meinen Recherchen über Rabenvögel sind mir diese massenhafte Gesuche nach Vögeln für den "Heimbedarf" auch aufgefallen...ich finde generell, dass Wildtiere nicht als Haustiere gehalten werden sollen...ich finde es schon ein Unding, wenn ein 5 Meter Python in nem Terrarium von 2 Metern ein Leben lang rumliegen muss...was is'n das für'n Leben? Lediglich unterbrochen durch das Anreichen einer Ratte ins Schlangenmaul...Oder was zum Teufel haben eigentlich hochgiftige Schlangen, Spinnen und Frösche in Menschenhand zu suchen, wo gleich der Mega-Notstand ausbricht und ein komplettes Haus entkernt werden muss, wenn die Viecher ausbüxen, weil der Halter zu blöd ist, das Terrarium richtig zu schliessen ???
    LG Belialsama
    Sven und zora sagen Danke für diesen Beitrag.

  9. #9
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    Hallo,
    dass sich Populationen von Rabenvögel jetzt mehr ausbreiten können, ist doch erst vom Mensch ausgelöst worden. Indem wir den Lebensraum
    der Wildtiere verändern, verdrängen wir viele Tierarten und schaffen Nischen für Andere, die sich den neuen Bedingungen besser anpassen
    können. Also ist es so, dass durch unser Handeln viele Tierarten verdrängt, wenn nicht sogar ausgerottet werden. Diejenigen Arten, die sich mit
    unserer zerstörerischen Lebensweise arrangieren, wollen wir dann noch mit Verfolgung und Verachtung bestrafen.
    Wenn in einem Tierfilm, zu sehen ist, das Afrikaner Elefanten schießen, weil sie über ihre Felder laufen, schüttelt man mit Recht den Kopf und man
    weiss, das dieses ein großes Unrecht ist (ich könnte immer vor Wut zerspringen, wenn ich so etwas sehe). Aber worauf ich aus will, viele Menschen
    die hier mit dem Kopf schütteln, tun alles, um den kleinen Maulwurf, der ihr geliebtes Erbsenfeld etwas auflockert, oder die Krähe, die mal ein paar
    Kirschen klaut, mit allen (ich mein wirklich mit ALLEN) Mitteln, los zu werden. Es ist wirklich noch sehr viel Aufklärungsarbeit notwendig, um alte
    Denkweisen abzubauen.
    Die Schäden, die in der Landwirtschaft entstehen, sind meiner Meinung nach immer zum Vorteil des Landwirtes gut nach oben aufgerundet und die,
    die tatsächlich da sind, sollte man als Tribut an die Natur sehen.
    Die Hilfeleistung bei verletzten Tieren sehe ich eher als eigene moralische Entscheidung an, wobei hier richtig ist, Hilfe um jeden Preis ist dann
    auch keine Hilfe mehr.
    Aber so hat eben jeder seinen Standpunkt. Für mich käme das Falknern gar nicht in Betracht, erfreue mich aber an der Schönheit eines Falken, wenn
    er über der Wiese steht und nach Beute Ausschau hält.
    Auch hier, bei der Liebe zu seinen Falken, kann man wieder diese Frage stellen, " wie weit will man gehen". Ich für mich bin begeisterter Bogenschütze,
    würde den Bogen aber nie auf ein Tier richten, da ich mich bei der Frage über Leben und Tot lieber für das Leben entscheide und kein Grund besteht,
    es einem anderen Individuum zu nehmen.

    Sind nur meine Gedanken zu diesem Thema LG Djog

  10. #10
    Administrator Avatar von Sven
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    2
    Stimme Belialsama zu...

    @Djog,

    wie sieht denn bei dir die Beizjagd mit dem Falken auf Rabenkrähen aus?


    Wir stören uns an keinem Tier. Zu uns kommt gelegentlich der Fuchs, Igel und eine Marder Familie auf die Terrasse. Dort steht für jeden Trinkwasser bereit. Am Nachbars Kirchbaum fallen die Stare über die Kirschen her, bevor die vergammelt zu Boden fallen etc...

    Alle Tiere sind bei uns herzlich willkommen, es wird niemand verscheucht.


    LG


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

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