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Suche Hilfe zum Auswildern von drei Rabenkrähen

Dies ist eine Diskussion über 'Suche Hilfe zum Auswildern von drei Rabenkrähen' im Gästeforum Forum. Teil der Wichtige Informationen - Bitte lesen Kategorie; Ich schreibe mal hier weil ich mir nicht sicher bin ob ich mich regelmäßig am allgemeinen Forenleben beteiligen kann. Mein ...

  1. #1
    Elisabeth
    Gast

    Suche Hilfe zum Auswildern von drei Rabenkrähen

    Ich schreibe mal hier weil ich mir nicht sicher bin ob ich mich regelmäßig am allgemeinen Forenleben beteiligen kann. Mein bzw. unser Problem ist folgendes. Wir haben drei Rabenkrähen die uns alle im gleichen Zustand gebracht wurden. Keine Schwanz- und keine Schwungfedern und dadurch natürlich fluguntauglich. Im einem Fall ganz sicher durch Fehlernährung in der Aufzuchtzeit bei den anderen ist es nicht ganz sicher. Ist aber jetzt auch egal, denn inzwischen habe alle drei ein intaktes Gefieder und sie können fliegen. Wir wohnen in einem eng besiedelten Wohngebiet und die Voliere steht in unserem Garten. Wäre alles kein Problem. Wir würden sie nach oben öffnen können um eine Übergangsfütterung gewährleisten zu können. Nun wohnt aber hier seit ungefähr 2 Jahren ein Rabenpaar das wohl genau hier sein Revier hat. Sie landen jeden Tag sehr häufig auf der Voliere, versuchen die Insassen zu jagen und hacken auf Holz und Gitter ein. Besonders das Männchen verhält sich extrem agressiv. Wir befürchten das er und seine Gattin sich sofort auf unsere drei stürzen wird wenn wir die Voliere öffnen. Im besten Falle würden sie vielleicht nur vertrieben, vielleicht aber auch ernstlich verletzt. Eine unserer Krähen ist so gestrickt das sie jedem Streit aus dem Weg geht. Sie würde sich bei einem Angriff vermutlich garnicht wehren. Die anderen beiden sind wilder und versuchen ihrerseits von innen die Besucher zu jagen.

    Auf alle Fälle sind wir sehr unsicher was wir nun machen sollen. Wir haben die drei ja nun nicht gepäppelt um sie gleich im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft zerreissen zu lassen. Vielleicht hatte hier jemand das gleiche Problem und kann uns mit Tipps helfen.

    Viele Grüße, Elisabeth

  2. #2
    Administrator Avatar von Sven
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    Hi Elisabeth,

    die Brutsaison ist gerade voll im Gange und zum Auswildern ist diese Zeit sehr ungünstig!

    Das Rabenpaar verteidigt sein Revier gegen alle Störenfriede und versucht deine 3 Pfleglinge zu vertreiben. Besser du wartest bis die Brutsaison vorbei ist und wilderst erst danach aus, dann sind die Chancen doch um einiges besser und deine 3 können sich einer Junggesellentruppe anschließen und werden nicht permanent vertrieben und gejagt.

    Wenn du die Möglichkeit hast, lass sie noch ein paar Monate in der Voliere...


    LG Sven


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  3. #3
    Gast
    Gast
    Huch, wir haben gedacht das mit der Brutsaison dauert noch ein wenig. Wir hätten sie ja früher rausgelassen aber bei dem Winter war ja keine Chance da. Die beiden "Besucher" kamen aber auch den ganzen Winter über und waren immer agressiv, wenn vielleicht auch nicht so dolle wie jetzt gerade. Klar können wir sie noch behalten aber das wäre doch dann noch recht lange oder? Die Rabeneltern sind ja lange mit ihren Kindern unterwegs und werden unsere dann auch nicht dulden. Wir würden sie halt sehr gerne noch ein Weilchen zufüttern bis sie gelernt haben sich selbst zu versorgen. Ich hab auch nichts dagegen die Wilden mitzufüttern aber auf den Deal lassen die sich wohl auch nicht ein.

    LG, Elisabeth

  4. #4
    Administrator Avatar von Sven
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    Die Rabenkinder werden ja auch größer und selbstständiger

    Die Aggressivität nimmt ab, je älter die Rabenkinder werden. Juli - August dürfte die passende Zeit sein. Futter gibts in der Zeit auch noch zu genüge...

    Ich weiß ja nicht, wie alt deine Rabenpfleglinge sind? Ob sie schon vorher in der Wildbahn unterwegs waren?

    Was verfütterst du?

    Am besten das, was auch bei uns in freier Wildbahn zu finden ist. Einheimische Obst usw... Mäuse... etc...


    LG


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  5. #5
    Gast
    Gast
    Bei zwei von den Vögeln wissen wir das genau Alter nicht. Sie wurden uns Anfang letzten Jahres gebracht also vermute ich mal das sie 2008 geboren sind. Nr. 3 ist 2007 geboren. Er hatte die größten Probleme mit dem Gefieder und zusätzlich noch ein leicht verformtes Füßchen. Die Frau die ihn aufgezogen hat wurde vom Tierarzt völlig falsch beraten. Ausserdem war er sehr zahm als er zu uns kam. Das hat sich etwas gegeben, aber er ist immer noch zutraulicher als die anderen beiden. Für die sind wir die, die zwar Futter bringen aber sonst gefährlich sind. Nr. 3 ist auch der, um den wir uns die meisten Sorgen machen. Er ist einfach zu lieb, gibt nach statt zu kämpfen usw. Wir würden ihn ja auch behalten aber das kann es auch nicht sein, da er inzwischen auch ein schönes Gefieder hat und gut fliegen kann.

    Gefüttert werden sie mit gekochten Hähnchenteilen, Tatar, Rührei, einem Fettfutter von Claus, Beoweichfutter und noch so einigem was es nur ab und zu gibt, z.B. Mehlwürmer oder mal ein Stückchen Käse. Obst bekommen sie auch, verschmähen es aber meistens. Ach und Korvemin gibt noch ein bis zweimal die Woche ins Rührei oder Hack. Ja vielleicht sollten wir das mal etwas umstellen auf die Dinge die sie später finden werden. Sie sind ja gut im Futter, da kann man sie vielleicht mal nur mit Obst füttern und 1-2 Tage nichts anderes geben damit sie sich dran gewöhnen. Mäuse leben auf alle Fälle in der Voliere. Die hat einen Naturboden. Aber ich bezweifle das sie welche fressen. Aber wer weiss, vielleicht doch.

  6. #6
    Moderator
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    Rabenkrähen auswildern

    Wenn ihr die Rabenkrähen wirklich vor Ort auswildern wollt, müsst ihr das genau so machen, wie Sven es beschrieben hat. Vor August wird das nichts. Das Revierbrutpaar würde eure Krähen sonst wahrscheinlich ernsthaft verletzen oder sogar töten, nur vertreiben wäre ja gar nicht so schlimm. Wenn die Krähen aber wirklich noch so zahm sind, obwohl sie schon mind. 1-2 Jahre alt sind, würde ich die sowieso nicht in einem Wohngebiet auswildern. Gewöhnt sie lieber bis August an natürliches Futter und selbststäniges Futtersuchen und lasst sie dann in ländlichem Gebiet weitab von Wohnhäusern raus.
    LG Saskia

  7. #7
    Gast
    Gast
    Hallo Saskia !

    Klar können wir noch bis Juli-August warten mit dem Auswildern. Mir tun die Gesellen halt nur leid weil man merkt das ihnen die Voliere nicht mehr reicht. Aber die Gründe sind natürlich völlig verständlich und dann müssen sie eben noch durchhalten. Ein bisschen zahm ist nur einer der dreien und das auch nur bei mir und meinem Sohn. Die beiden anderen reagieren immer noch panisch wenn wir in die Voliere kommen und das ist ja auch gut so. Wir könnten sie natürlich auch in einem ländlichen Gebiet freilassen, das wäre kein Problem aber dann wird das mit dem Zufüttern am Anfang natürlich viel schwerer, je nachdem wie weit es von hier weg ist. Wenn es für uns täglich erreichbar wäre, meinst Du es könnte klappen dort an einen gut erreichbaren Platz anfangs täglich einen Teller mit Futter zu stellen ? Eine uns bekannte Vogelpflegerin hatte uns schon ein Naturschutzgebiet empfohlen zum Auswildern. Aber eben weil sie dort gleich auf sich gestellt wären konnten wir uns dazu nicht durchringen. Mal davon abgesehen das es im späten Herbst als endlich alle drei fit waren dafür zu spät war.

    Ohje, ich merke auswildern ist viel schwieriger als gesund päppeln. Sie sind einem ja doch mächtig ans Herz gewachsen und sollen auf alle Fälle einen guten Start haben.

  8. #8
    Administrator Avatar von Sven
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    Auswildern ist eigentlich auch nicht schwieriger, als gesund zu pflegen, oder halbwegs vernünftig vorzubereiten

    Wenn einer deiner Pfleglinge "menschenbezogen" ist, kannst du auch in der Einöde in Kanada auswildern. Der Rabe wird sich von ganz alleine in die menschliche Umgebung begeben, egal wo ausgewildert wird.

    Was sind schon 50-100km Luftlinie für einen Rabenvogel?! Das sind mal eben 2-3 Stunden Flugzeit

    Wichtig ist, dass Gefieder muß hundertpro in Ordnung sein. Der Gesundheitszustand natürlich top. Die Flugmuskulatur darf man auch nicht vernachlässigen...

    Wenn du deine Pfleglinge irgendwo zum auswildern hin bringst, wer sagt dir das sie noch in einer halben Stunde dort sind und nicht schon das Weite gesucht haben?

    Wenn die Pfleglinge mal draußen sind, hast du kaum noch Einfluß. Die machen das so wie ihnen der Kopf steht, egal ob du dich auf den Kopf stellst oder nicht...

    Sobald sie in Freiheit sind, sind sie in Gottes Hand.


    LG


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  9. #9
    Gast
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    Ja okay, letztlich hilft wohl nur sie in einem guten Zustand und mit einer vernünftigen Vorbereitung einer ungewissen Zukunft zu überlassen. Vermutlich ist alles besser als ein Leben in Gefangenschaft.

    Wie genau stellt Ihr Euch eine Gewöhnung an natürliches Futter vor? Obst klar, aber wenn ich ihnen zum Beispiel im Mai/Juni Erdbeeren und Kirschen gebe werden sie beides ja im Juli/August bei der Auswilderung nicht mehr finden. Lebendige Mäuse kaufen und in der Voliere frei lassen wäre jetzt nicht so mein Ding und tote liegen in der Natur ja eher nicht rum. Oder wäre das egal. Ich glaube es gibt gefrorene Mäuse oder Eintagsküken zu kaufen. Heimchen haben wir mal probiert, da haben sie lustig zugesehen wie die weggelaufen sind. Aber wenns nix anderes gibt würden sie sich das vielleicht nochmal überlegen. Mehlwürmer fressen sie gerne aber finden sie ähnliches in der Natur?

    LG, Elisabeth

  10. #10
    Administrator Avatar von Sven
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    Raben sind ja "Allesfresser".

    Sie ernähren sich von anderen Vögel, vom Acker, von überfahrenen Tieren am Straßenrand, verendete Tiere im Wald, von der Müllhalde, an Kaufhäuser, bei McDoof usw... Überall wo es etwas zu beißen gibt

    Es gibt eingefrorene Mäuse zum kaufen.

    Wenn deine Pfleglinge nicht ganz auf den Kopf gefallen sind, werden sie bestimmt nicht verhungern.
    Der Rabe hat einen guten Instinkt und weiß was in der Natur zu tun ist!

    Das deine Raben verhungern würden, darüber brauchst du dir keinen Kopf machen.


    Das Wichtigste ist:

    Das Gefieder muß okay sein und das sie nicht bei der nächsten Gelegenheit dem Nachbar auf den Kaffeetisch fliegen.


    LG


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