Heute Nachmittag habe ich die ersten Fotos von Ma und Pa Krähe (Alter Thread "Adoptivjunges?") in ein Album hochgeladen. Bedient sich noch etwas ungewohnt und eben habe ich einen längeren Text dazu mit einem falschen Klick in die Mülltonne geschossen. Aber das übt sich ... und Lob an Sven: Das ist sehr viel einfacher und schneller, als das Verlinken mit einem externen Hoster.
Das wichtigste: Ma und Pa waren den ganzen Winter über im Park in ihrem Revier, aus dem sie ab dem Herbst andere Krähen kaum noch verjagt haben. Da konnten beim Füttern schon mal etwa 100 Krähen auftauchen, vor allem Jungvögel mit den entsprechend ruppigen Manieren. Die beiden Alten haben sich bei zu viel Betrieb entweder entnervt verdrückt, oder auch mal zugeschlagen, wenn einzelne Vögel sich völlig daneben benommen haben. Zum Glück ist dabei keiner auf der Strecke geblieben, die schlimmsten Blessuren waren ein paar eingebüßte Federn. Und ich musste nur einmal einschreiten, als eine Horde sich an einer kranken, geschwächten Krähe vergreifen wollte, die vorher tagelang grundlos auf andere losgegangen war.
Nach einer eigenen Krankheits-Phase habe ich mich ab Mitte Dezember bis Anfang März nur noch sporadisch im Park sehen lassen.
Ab dann haben Ma und Pa das Revier wieder erfolgreich in Besitz genommen und vor dem Brüten auch noch Mimi, das letzte noch ständig anwesende Junge aus der vorigen Saison, verjagt. Trotz dem relativ langen Winter und mehreren Wochen regnerischem Wetter haben die beiden es geschafft zwei Junge aufzuziehen.
Zuerst meinte ich, es wäre nur eines, das ich wegen seiner Größe Buddy genannt habe. Am Samstag war dann ein zweites Junges auf der Wiese, dass nun mit dem Namen Holly leben muss. Die beiden sind schon erstaunlich selbsständig, spielen miteinander, während die Alten anderes zu tun haben und lernen fleissig dazu.
Die Koordination und Schnelligkeit der Jungen ist natürlich noch nicht optimal, aber was schon prima funktioniert, ist Sachen durch die Gegend tragen, Gras umdrehen und in Sand wühlen, ausreichend schnell flüchten, Futter in den Schnabel nehmen - selber Schlucken klappt noch nicht richtig.
Was die beiden nun ganz schnell kapieren müssen ist, dass sie von mir und anderen Menschen Abstand halten. Ma und Pa kommen als erfahrene Altvögel nicht zu nahe und bleiben vorsichtig. Die Jungen haben noch keine schlechten Erfahrungen mit Menschen gemacht und kommen teilweise gefährlich nahe. Also scheuche ich sie schon mal weg und werfe Futter nur zu den beiden Alten. Dann können die die entscheiden, ob und was ein Junges bekommt, oder ob sie das Futter verstecken.
Eigentlich ist Zufüttern zur Zeit natürlich völlig überflüssig. Aber zum einen finde ich den Kontakt mit den Krähen entspannend. Und es interessiert mich, ob und wie sich dieser Eingriff auswirkt - wobei ich allerdings darauf achte, dass die Vögel nicht ihre Selbsständigkeit verlieren.
LG Kai



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