Meinen jedenfalls die Rabenkrähen Ma und Pa. Deshalb haben sie mit sofortiger Wirkung das Familienrevier für alle anderen Krähen geöffnet. Die Jungen Buddy + Holly sind von dieser Umstellung noch ziemlich überfordert, aber von ihren Ausflügen - alleine oder mit Eltern - werden sie einige der Krähen bereits kennen. Heute waren insgesamt etwa 20 Krähen da.
Die Auswirkungen sind erstmal brutaler Art, denn solange nicht alle Umgangsformen abgeglichen sind, prügeln sich vor allem gestresste Besucher bei jeder Gelegenheit und um jedes bischen Futter. Zweimal war ich heute schon aufgestanden, um dazwischenzugehen, bevor eine Rangelei aufhörte. Trotzdem haben die Krähen soviel Zusammenhalt, dass sie fast geschlossen gegen eine Gang aus den Bäumen am Parkrand geflogen sind, als die versuchten mit viel Geschreie auch noch zum Futterplatz zu kommen.
Ma und Pa zanken sich allerdings lieber mit der Reviernachbarin und ihrem Partner, die auch in diesem Jahr nicht gebrütet haben und jetzt ebenfalls in das Familienrevier kommen. Die vier führen eine Art Ringtanz auf, bei dem sie paarweise umeinander herumlaufen, sich aufplustern und ankrähen.
Ich denke, man kann sich auf das Gespür der Vögel verlassen, also erwarte ich keine besonders gute Wetterperiode mehr. Vielleicht tun sich bei Euch ja auch ungewöhnliche Dinge, bin gespannt auf Eure Berichte.
LG Kai



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