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Greifvogelverfolgung

Dies ist eine Diskussion über 'Greifvogelverfolgung' im Greifvögel Forum. Teil der Allgemeine Wildvogelarten & Sonstiges Kategorie; Heimvogelhaltung und Haustierhaltung ist nicht nur ein Witz! Es gibt sehr viele Menschen, die alles für ihr Tier tun - ...

  1. #11
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    Heimvogelhaltung und Haustierhaltung ist nicht nur ein Witz! Es gibt sehr viele Menschen, die alles für ihr Tier tun - leider gibt es auch schwarze Schafe dabei. Zu Deiner info: Wildfänge gibts seit einigen Jahren nur noch illegal, Papageiennachzuchten gibts mittlerweile seit mehr als 20 Jahren so viele auf dem Markt, dass es Überschüsse gibt - zumindest bei den Grauen, Amazonen, Unzertrennliche und einige Araarten. Auch andere werden regelmäßig nachgezogen. Gaby kann Dir sicherlich als versierte Papageienhalterin was dazu sagen, ne?
    LG
    Angie

  2. #12
    Moderator Avatar von Gaby
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    Ahhhhh... versierte Papageienhalterin....also die halten eher mich das ist ein Endlosthema Angie.

    Wildfänge sind wirklich seit einigen Jahren nicht mehr erlaubt,es fing mit einer begrenzten Einfuhrgenehmigung an ,und als die Sache mit der Vogelgrippe aufkam war dann endgültig Schluß mit lustig.
    Leider ist der Schwarzmarkt immer noch viel zu rege ,hab ja im Januar eingestellt von den Graupapageien unter Natur und Tierschutz.

    Ich ärger mich immer noch mit Leuten rum ,die so mal eben ihre Lieblinge verkaufen wollen mit dem Hinweis das der Papagei gut alleine bleiben kann und das gewohnt ist...


    Nachzuchten gibt es wie Sand am Meer und die Preise sind gesunken...noch mehr Ärger

    Meine Unfälle bleiben auch bei mir ,weil das mit dem Ganzkörperkondom schwierig ist bei den Geiern.
    Zumindest laß ich mich jetzt nicht mehr so schnell übers Ohr hauen.

    Schwarze Schafe ...unter den Züchtern....unter den Haltern.....ich könnte

    es gibt zuviele Züchter .....

    LG gaby
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  3. #13
    Administrator Avatar von Sven
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    Ich denke von euch hat keiner die ZDF Reportage über illegale Wildfänge gesehen?

    Von Papagei, Reptilien, Fische etc...

    Was da alles so am Frankfurter Flughafen beschlagnahmt wird, die für deutsche Wohnzimmer bestimmt sind. Hauptabnehmer für illegale Wildfänge sind Frankreich, England und Deutschland.

    Also braucht mir auch keiner erzählen, das bei uns im Land alles Kunterbunt ist und man sich darüber keine Gedanken machen braucht.

    Das ist ein Milliarden Geschäft und der Staat verdient auch mit dran, deshalb wird das nur auf dem Papier unterbunden und richtig verfolgt und geahndet sowieso nicht. Zuerst das Fressen, dann die Moral...

    LG Sven


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  4. #14
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    das hat auch keiner behauptet, aber wer mittlerweile erwischt wird, hat auch mit hohen finanziellen Strafen zu rechnen. Ich kenne einige Fälle, wo das der Fall ist. Sogar international wird mittlerweile nach solchen Typen gefandet.
    Illegale Wildfänge und Schmuggelware gab es leider schon immer und beschränkt sich auch nicht auf Tiere, sondern auch auf Pflanzen. Ich habe einen guten Freund beim Flughafenzoll in D´dorf, er ist dort Artenschutzbeauftragter. Von ihm bekomme ich oft die tollsten Storys erzählt, aber - und das ist gut - auch das was mit den Schmugglern geschieht. Selbst wenn man als Touri >versehentlich< etwas mit ins Land bringt, was dem Artenschutz unterliegt (z.B. irgendwelche folkloristischen Kunstgegenstände, wo geschützte Naturmaterialien verarbeitet wurden) ist dies mittlerweile empfindlich teuer geworden.
    Natürlich sind professionelle Schmuggler eine andere Liga, aber es gibt Sonderkommissionen, die sich damit beschäftigen. Meist fliegen solche Leute auf, weil sie irgendwann zu gierig sind und alle Vorsichtsmaßnahmen außer acht lassen.
    Und ganz ehrlich: je härter die Beschränkungen, desto eher blüht der Schmuggel. Denn das ist auch ein Milliardengeschäft! Es gibt Leute, die für ein unscheinbares Pflänzchen tausende von Dollars ausgeben. Wobei der größte Reibach in anderen Ländern abgeht wie die USA etc. Das gibts zwar auch einen Artenschutz und viele Länder haben das Washingtoner Artenschutzabkommen unterzeichnet, halten tun sich aber nur wenige dran. Da ist die EU mit Deutschland eher in der positiven Vorreiterrolle.
    Mein Kumpel erzählte mir letztens von jemanden, der hier im großen Stil Reptilen verschachert hat und jetzt im Knast deswegen sitzt. Geht doch, oder?
    Aber darum geht es eigentlich hier gar nicht, sondern um die Greife. Es gibt leider immer mehr bornierte Leute, die sich ihr Weltbild selber zurechtlegen und danach handeln. Da ist der Greif der Böse und gehört abgeschossen (hat der Opa auch schon so gemacht). Sehr oft sind es Taubenzüchter, die ansonsten auch ihre >Rennpferdchen< in die Tonne klopfen, wenn sie nicht schnell genug sind. Die könnten ja dem Greif die eine oder andere Taube gönnen, sollte man meinen.
    Auch so mancher Revierpächter hats noch nicht geschnallt, dass man mit der Greifvogelverfolgung das Niederwild nicht schützt. Hier helfen andere Schutzmaßnahmen, aber in dumme Köpfe geht nix rein.
    LG
    Angie
    Vielleicht sollte man sowas wie einen Pranger wieder neu erfinden, wer wegen gravierender Verstöße auffliegt, sollte sein Gesicht zeigen und den Namen nennen - in aller Öffentlichkeit.

  5. #15
    Administrator Avatar von Sven
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    Zitat Zitat von Hexe Elstereule Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man sowas wie einen Pranger wieder neu erfinden, wer wegen gravierender Verstöße auffliegt, sollte sein Gesicht zeigen und den Namen nennen - in aller Öffentlichkeit.
    Ich wäre auch dafür, aber sowas wirst du im Gutmenschentum Deutschland niemals durchsetzen können!


    LG Sven


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    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  6. #16
    Moderator Avatar von Gaby
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    Greifvögel in Gefahr -
    Tiere suchen ein Zuhause - WDR Fernsehen

    Greifvögel – verehrt und verfolgt
    Ein am Himmel kreisender Greifvogel, majestätisch und erhaben – für viele ein berührender Anblick, ein Symbol der Freiheit. Doch immer gab es auch Menschen, die in Greifvögeln „Raubzeug“ sahen, eine lästige Konkurrenz um Jagdbeute oder eine Gefahr für Geflügel und Tauben.

    So wurden Greifvögel über Jahrhunderte legal verfolgt und einige Arten nahezu ausgerottet. Erst seit den 1970er-Jahren stehen alle Arten unter strengem Schutz, und ihre Verfolgung ist nach dem Bundesnaturschutzgesetz eine Straftat.

    Doch das Töten geht weiter. Fast täglich finden Vogelschützer in Deutschland tote Greifvögel, erschossen, vergiftet, in Fallen verendet. Allein in NRW waren es von Januar bis Mitte Februar 2011 schon wieder mehr als 70 tote Tiere. Tatsächlich war es in diesem Frühjahr seit Einführung der Schutzmaßnahmen so schlimm wie noch nie.


    Tatort Nordrhein-Westfalen

    Hunderte von Fällen getöteter Greifvögel allein in NRWHunderte von Fällen wurden in NRW in den vergangenen Jahren dokumentiert. Da die meisten Opfer, Köder und Fallen vermutlich nicht gefunden werden, geht man von einer hohen Dunkelziffer aus. Am häufigsten betroffen sind Mäusebussarde und Habichte, aber auch Falken, Sperber und Uhus leiden unter der Verfolgung. Für den seltenen Rotmilan, der in Deutschland einige seiner wichtigsten Brutgebiete hat, sind die Giftköder ein existenzielles Problem.

    Ein Netzwerk von rund 20 Vogelschützern und Ornithologen kontrolliert regelmäßig bekannte „Problemreviere“, geht Hinweisen aus der Bevölkerung nach und schaltet bei Verstößen gegen die Schutzvorschriften die Behörden ein.

    Seit 2005 haben die Vogelschützer dabei starke Verbündete. Die Landesregierung hat eine „Stabstelle Umweltkriminalität“ eingerichtet, die Maßnahmen gegen Wilderei koordiniert und die örtlichen Polizeidienststellen unterstützt. Die Zusammenarbeit von Vogelschützern und Behörden beginnt zu fruchten: Mehrere Jäger und Geflügelzüchter konnten mittlerweile rechtskräftig verurteilt werden.

    Es ist sehr schwer, die Täter zu überführen. Selbst wenn Giftköder und Fallen häufig direkt neben Fasanenfütterungen und Hochsitzen gefunden werden, was den Verdacht nahelegt, dass Jäger die gefiederten Jagdkonkurrenten in ihrem Revier loswerden wollen, reicht das nicht als Beweis. Nur wenn Wilderer in flagranti erwischt und von ausreichend vielen Zeugen erkannt werden, ist ein Gerichtsverfahren überhaupt denkbar. Deshalb legen sich Mitarbeiter vom „Komitee gegen den Vogelmord“ in Verdachtsfällen auf die Lauer und versuchen, die Täter auf frischer Tat, etwa beim Aufstellen und Aktivieren von Fallen, zu ertappen und mit der Videokamera zu filmen, um Beweismaterial in der Hand zu haben.

    Mit den Anzeigen und Verurteilungen wollen die Vogelschützer andere Täter abschrecken. Zusätzlich hoffen sie auf einen Bewusstseinswandel – gerade bei den Jägern unter den Tätern, die sich eigentlich der Hege und Pflege von Wildtieren verschrieben haben, damit sie anfangen, Verantwortung für die Greifvögel zu übernehmen. Denn diese sind unverzichtbar für ein funktionierendes Ökosystem.


    Was tun, wenn man Verdächtiges endeckt?
    Die Vogelschützer und Behörden sind auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, um möglichst viele Täter zu stellen. Das „Komitee gegen den Vogelmord“ hat einen Leitfaden zur Greifvogelverfolgung in Deutschland herausgebracht.

    Daraus die folgenden Hinweise, die Sie beachten sollten, wenn Sie tote Greifvögel, Fallen oder Giftköder in Feld und Flur finden:

    Nichts anfassen und nichts verändern. Vorsicht! Giftköder sind auch für Menschen und Hunde extrem gefährlich!
    Wenn möglich, Fotos oder Filmaufnahmen machen.
    Rufen Sie so schnell wie möglich die Polizei und bitten Sie um die Entsendung eines Streifenwagens. Sollten die Beamten zum ersten Mal mit Greifvogelverfolgung zu tun haben oder keine Bereitschaft zeigen, zum Auffindeort zu kommen, weisen Sie darauf hin, dass es sich bei der Verfolgung von Greifvögeln um eine Straftat handelt, die von Amts wegen verfolgt werden muss und die Polizei zu unverzüglichen Maßnahmen verpflichtet.
    Verletzte Greifvögel sollten umgehend tierärztlich versorgt und artgerecht untergebracht werden. Adressen von Pflegestellen sind beim „Komitee gegen den Vogelmord“ oder NABU erhältlich (siehe „Links“).
    Sollten Sie nur einen vagen Verdacht haben und unsicher sein, ob tatsächlich eine Straftat vorliegt, wenden Sie sich an die in der folgenden Linksliste angegebenen Organisationen.

    HIER DER FILM - NOCHMAL ZU SEHN
    BG R
    Greifvögel in Gefahr - Tiere suchen ein Zuhause - WDR Fernsehen
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