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Greifvogelverfolgung

Dies ist eine Diskussion über 'Greifvogelverfolgung' im Greifvögel Forum. Teil der Allgemeine Wildvogelarten & Sonstiges Kategorie; Greifvogelverfolgung wird immer dramatischer Bereits 9 Fälle im Jahr 2011 – 79 Vögel tot geborgen Komiteemitarbeiter mit einem in Rheinstetten ...

  1. #1
    Moderator Avatar von Gaby
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    Greifvogelverfolgung

    Greifvogelverfolgung wird immer dramatischer

    Bereits 9 Fälle im Jahr 2011 – 79 Vögel tot geborgen



    Komiteemitarbeiter mit einem in Rheinstetten aufgefundenen MäusebussardDie Zahl der Meldungen über illegale Greifvogelverfolgung steigt immer weiter an. Alleine in den ersten drei Wochen des Jahres 2011 wurden aus NRW neun Fälle mit 52 toten Vögel bekannt – mehr als im ganzen ersten Halbjahr 2010! Dazu kommt ein dramatischer Fall aus Baden-Württemberg mit 28 getöteten Greifvögeln, in Belgien sind weitere 27 Mäusebussarde vergiftet aufgefunden worden. Polizei und Staatsanwaltschaften ermitteln auf Hochtouren.
    Die Fälle im Einzelnen:
    Vettweiß (NRW)
    Zwischen dem 1. und 7. Januar wurden östlich von Vettweiß (Kreis Düren) von Spaziergängern, Polizei und Komitee-Mitarbeitern insgesamt 9 mutmaßlich vergiftete Mäusebussarde samt Köder und ein toter Habicht entdeckt. Wenig südlich davon waren bereits in den Jahren 2007 bis 2009 mehr als 80 vergiftete Greifvögel gefunden worden. Mehr dazu lesen Sie hier.
    Minden-Rahden (NRW)
    In Rahden (Kreis Minden-Lübbecke) wurde Anfang Januar ein geschossener Turmfalke gefunden.
    Ochtrup (NRW)
    Im münsterländischen Ochtrup (Kreis Steinfurt) wurden zwischen dem 8. und 12. Januar an verschiedenen Stellen insgesamt 8 Mäusebussarde mit Verdacht auf Vergiftung gefunden. Ein Tier konnte lebend geborgen werden, verstarb aber kurz darauf.
    Geilenkirchen-Kogenbroich (NRW)
    Bei der Kontrolle eines verdächtigen Jagdreviers in Gelenkirchen (Kreis Heinsberg) haben Komitee-Mitarbeiter am 9. Januar 12 mutmaßlich vergiftete Mäusebussarde gefunden. Unweit entfernt lag ein geschossener Habicht. In dem Gebiet waren schon oft illegal getötete Greifvögel entdeckt worden.
    Deutsch-Niederländisches Grenzgebiet
    Im Deutsch-Niederländischen Grenzgebiet nördlich von Aachen wurde am 10. und 11. Januar beidseits der Grenze insgesamt ein Dutzend toter Mäusebussarde gefunden – die niederländischen Behörden ermitteln.
    Rheinstetten(Ba.-Wü.) In Rheinstetten-Mörsch (Baden-Württemberg) fanden Komiteemitarbeiter und Landschaftswärter zwischen dem 12. und 18. Januar in der Rheinaue insgesamt 26 vergiftete Mäusebussarde und 2 Habichte. Einen Zeitungsartikel in den KA-News gibt es hier hier )
    Herne (NRW)
    In Herne im Ruhrgebiet wurde Mitte Januar ein vermutlich erschlagener Habicht entdeckt. Die Analysen der Gerichtsmedizin dauern noch an.
    Gütersloh (NRW)
    Im Kreis Gütersloh wurde am 16. Januar ein mit Schrot geschossener Wanderfalke gefunden und in eine Pflegestation eingeliefert. Das Tier zeigte zusätzlich Spuren illegaler Haltung.
    Hasselt (Belgien)
    Mitte Januar stellte die Polizei innerhalb weniger Tage in Belgisch-Limburg 27 tote Mäusebussarde und Giftköder sicher.
    Euskirchen-Wisskirchen (NRW)
    Im rheinischen Wisskirchen (Kreis Euskirchen) wurden am 17. Januar 6 tote Mäusebussarde gefunden – unweit der Fundstelle waren im August 2010 von Komitee-Mitarbeitern bereits 4 vergiftete Rotmilane entdeckt worden.
    Erst kurz vor dem Jahreswechsel war im Rhein-Sieg-Kreis (NRW) ein erschlagener Habicht gefunden worden, im Weimarer Land (Thüringen) musste ein Habicht getötet werden, weil er von einer illegal aufgestellten Schlagfalle schwer verletzt worden war (einen Zeitungsartikel aus der Thüringer Allgemeinen zu diesem Fall finden Sie hier )
    Einen weiteren aktuellen Artikel aus der Rheinischen Post zum Thema Greifvogelverfolgung in NRW finden Sie hier ).


    Greifvogelverfolgung wird immer dramatischer | Komitee gegen den Vogelmord e. V.
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  2. #2
    Erfahrener Benutzer Avatar von Corvide
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    Da kommen in mir wieder mal Gedanken hoch, welche mir und den Vögeln auch nicht helfen.....
    Echt zum heulen, wie krank!
    Menschen sach ick nur!

    Liebe Grüße

    René

    Bankraub:
    Eine Initiative von Dilettanten.
    Profis gründen eine Bank.

    Bert Brecht

  3. #3
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Schrecklich ist das!

    Leider sind Greife wohl schon mit etwas Salz (z. B. eine Maus, die über eine gestreute Straße lief) zu vergiften.
    So wurde es im Bericht über den Vogelflüsterer von Wiesbaden berichtet.

    Hoffentlich findet man diese Killer.
    LG Andrea

  4. #4
    Administrator Avatar von Sven
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    Und wenn man ihn finden sollte, passiert ihm doch nichts! Ne kleine Geldstrafe, weil schwere Kindheit oder auf Hartz IV. Mit der Nr. kommen die meisten menschlichen Müllhalden davon! Das ist nur in so einem Bananenstaat wie Deutschland möglich.


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  5. #5
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    In Deutschland wird wenigstens was gemacht Sveni; guck nach Süden, da ist ein Tier nix.

    Unsere Gesetze müßten und müssen verschärft werden, die sind ganz klar zu lasch.

    Wer so etwas tut, glaubt ja, er hätte einen guten Grund ... Entweder er verliert aus dem Teich die Fische oder seine Hühner, Tauben oder Gänse werden geholt ... Mir würde gefallen, wenn er oder sie als Strafe selbst keine Tiere mehr halten dürfte.
    Wir geben doch nicht umsonst mehr Geld für sichere Volieren aus und auch da kann immer was passieren.
    Tier- und Vogelhalter müssen diese mit den bestmöglichen Mitteln beschützen, doch gehört das Töten der Angreifer nicht dazu!
    LG Andrea

  6. #6
    Administrator Avatar von Sven
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    Bei uns ist ein Tier auch nichts wert! Es wird immer nur so getan als wenn...


    LG


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  7. #7
    Moderator Avatar von bluebabyzoe
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    Zitat Zitat von Elstermama Beitrag anzeigen
    Schrecklich ist das!

    Leider sind Greife wohl schon mit etwas Salz (z. B. eine Maus, die über eine gestreute Straße lief) zu vergiften.
    So wurde es im Bericht über den Vogelflüsterer von Wiesbaden berichtet.

    Hoffentlich findet man diese Killer.
    LG Andrea
    Haben Greife nicht Salzdrüsen ? Ich glaube nicht, dass die an einer Maus sterben, die über eine gestreute Strasse gelaufen ist !

    Seit Jahren liest man diese Berichte über Greifvogelvergiftungen !
    Da sind wohl eher die Jäger schuld, die Angst um ihre vermarktbare Beute haben, oder Bauern und andere Geschädigte , die Krähenprobleme haben !
    Bestrafung gibts wohl sehr selten, man muß ja erstmal den Täter überhaupt finden, bzw. finden wollen
    Eine Krähe hackt der anderen bekanntlich kein Auge aus !
    Wer sich als Otto-Normal-Verbraucher so einen toten Vogel schnappt und privat untersuchen läßt, bekommt evt. eine höhere Strafe, als ein Jäger, der illegal Fallen aufstellt oder Giftköder auslegt !

    LG Sunny
    Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“ Antoine de Saint-Exupery

  8. #8
    Moderator Avatar von Gaby
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    von wegen Süden und immer nur Jäger

    Vogelfang in Deutschland

    Mit Leim und Netzen auf der Vogelpirsch



    Stieglitze waren bis in die 1980er Jahre begehrte Beute deutscher VogelfängerIn Deutschland ist der Vogelfang seit vielen Jahrzehnten verboten. Noch in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts gab es hierzulande große Fanganlagen, mit denen Singvögel zum Verzehr gefangen wurden. In der Regel kamen Netze zum Einsatz; Schlingen und Leimruten waren schon einige Jahrzehnte zuvor verboten worden. Bis in die 70er Jahre war in manchen Bundesländern noch der Fang von Finken mit kleinen Schlag- oder Stellnetzen erlaubt - die Tiere endeten als "Stubenvögel" in den Wohnzimmern. Mit der Verabschiedung des ersten Bundesnaturschutzgesetzes im Jahr 1979 war damit endgültig Schluss.
    Aber insbesondere in den Bergbaugebieten - allem Voran im Harz und im nordrhein-westfälischen Steinkohlerevier - ist die Tradition des Vogelfangs immer noch lebendig. Hier gibt es bis heute ungezählte "Waldvogelhalter", die meist legal Dompfaffe, Stieglitze und andere einheimische und unter Naturschutz stehende Finken züchten, zum Teil aber auch mit Netzen auf die Vogelpirsch gehen. Die illegal erbeuteten Vögel wandern als "Blutauffrischung" in die Zuchten oder werden unter der Hand verkauft. Der Fang von Finken für die Vogelhaltung ist inzwischen allerdings selten geworden.
    Aber auch für den Kochtopf wird noch gewildert: Vor allem aus dem Mittelmeerraum wurde zum Teil der Vogelfang als Tradition mitgebracht. Neben Netzen und Fangkäfigen kommt dabei vor allem Leim zum Einsatz. Alleine in Bonn und Rheinbach - direkt vor der Haustüre unserer Bundesgeschäftsstelle - hat es seit dem Jahr 2008 zwei Fälle von Vogelfang mit Leimruten gegeben - beide Täter wurden vom Komitee gegen den Vogelmord überführt. Aber auch aus anderen Teilen Deutschlands, z.B. aus München, Hannover, Bremen und aus der Eifel, gab es in den letzten Jahren vermehrt Berichte über den Vogelfang mit Leim. Die Dunkelziffer dürfte sehr hoch sein, weil vielfach auf Privatgrundstücken und versteckten Kleingartenanlagen gefangen wird.


    noch ein TV Tip

    TV-Tip: Illegale Greivogeljagd - WDR, 13.3.2011 bei Tiere suchen ein Zuhause
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  9. #9
    Administrator Avatar von Sven
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    Was haben die Täter denn für Strafen bekommen? Das steht oft gar nicht dabei, weil die Strafen total lächerlich ausfallen. Eine kleine Geldstrafe...

    Außer es wird ein Papagei oder anderes Tier von einem Richter getötet, dann fällt die Strafe auch dementsprechend aus, weil solche Leute ja ganz wichtige sind.

    Und solche Wildfänge landen dann im deutschen Wohnzimmer, zum angaffen etc...

    Die ganze Tierhaltung, Haustierhaltung ist ein einziger Witz!


    LG Sven


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    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


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  10. #10
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    ne, der aus Bonn war, soweit ich mich erinnere, mit ein paar tausend Euro dabei, kam aus dem südlichen Europa und wollte wohl hier seine heimatlichen schlechten Angewohnheiten weiterführen. Hat sich vor Gericht in dämliche Lügerei verstrickt.
    LG
    Angie

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