Island eröffnet Jagd auf Finnwale (20. Juni 2009)
Island hat heute Nacht die ersten beiden Finnwale der diesjährigen Saison getötet. Die beiden Tiere der stark gefährdeten Walart sind die ersten aus einer Quote von 150 Tieren, die dieses Jahr zur Jagd freigegeben sind. Die Tiere wurden in den frühen Morgenstunden in der Walfangstation Hvalförður angelandet und anschließend sofort zerlegt.
Insgesamt 150 Tiere dieser Walart, die auf der „Roten Liste der bedrohten Tierarten“ der Weltnaturschutzunion IUCN als „stark gefährdet“ gelistet ist, wurden in diesem Sommer von Island zur Jagd freigegeben. Die enorm hohe Fangquote wurde noch von der inzwischen zurückgetretenen isländischen Regierung freigeben. Dennoch hat auch die neue Regierung es bis jetzt unterlassen, die umstrittene Fangquote zurückzunehmen. Und das, obwohl sich die jetzige Regierungsspitze mehrmals deutlich gegen den Walfang ausgesprochen hat.
Greenpeace fordert Island auf, den Walfang einzustellen und in den Öko-Tourismus zu investieren, der u.a. mit Walbeobachtungsfahrten dem ökonomisch angeschlagenen Land Einkommen und etliche Arbeitsplätze sichern kann. Wie eine Untersuchung von Greenpeace in Japan jüngst belegen konnte, gibt es zudem weder in Island selbst noch durch den Export nach Japan einen Markt für Walfleisch.
Weitere Informationen zum Thema und die Greenpeace-Petition finden Sie unter http://www.greenpeace.at/walfang_island.html



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