Da ich weiß, daß User im Forum jetzt einen Pool aus Plastik haben (mein Bruder übrigens auch), diese runden Dinger, schreib ich Euch mal ein paar Stichworte zu dem Bericht hier.

"War abgelassenes Schwimmingpoolwasser Ursache für ein Fischsterben im Fischteich?"
Dieser etwas ungewöhnlichen Frage gehen Kriminalpolizei und Untere Wasserbehörde der Kreisverwaltung derzeit nach.

Nach der Meldung des Fischteichbesitzers ergaben die Untersuchungen des Wassers, daß weder Chemikalien noch Heizöl oder sonstige umweltgefährdenden Stoffe in die Kanalisation eingeleitet worden waren. Auch die Untersuchung der toten Fische brachte nix.

Die Auswertung der von einem Polizeihubschrauber gemachten Luftaufnahmen des vermuteten Ursprungsgebietes ergaben zwar keine direkten Hinweise auf den Verursacher, zeigten aber auffällig viele aufblasbare Schwimmingspools in den Gärten der Ortsgemeinde. Der Beamte erinnerte sich, daß da im Hunsrück vor Jahren mal ein ähnlicher Fall war.

Das Wasser könnte mit Chlor u. anderen Zusätzen überdosiert gewesen sein und wird abgelassen. Welcher Poolbesitzer denkt schon daran, daß seine Gemeinde eine Trennkanalisation besitzt und das Oberflächenwasser nicht wie angenommen in die Kläranlage, sondern unmittelbar in einen so genannten Vorfluter oder in ein natürliches Gewässer eingeleitet wird.
"Da kommt dann schnell ein hübscher Chemiecocktail zusammen, der für Flora und Fauna tödlich sein kann".
Der Rat: Das Wasser im Garten versickern zu lassen, die Pflanzen damit zu wässern oder in die Fäkalienkanalisation, die zur Kläranlage führt, zu entsorgen.

Das Fischsterben hier nimmt die Untere Wasserbehörde zum Anlaß, Poolbesitzer auf die möglichen Folgen einer unerlaubten Entsorgung chemisch aufbereiteten Badewassers hinzuweisen, was unter der Rubrik "Gewässerverschmutzung" je nach Schadensumfang mit einem Strafverfahren oder zumindest einer Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße bis 50.000,00 Euro geahndet wird.
LG Andrea