Lachsfieber: Wie der WWF das Sterben der Meere unterstützt
Chile ist ein Paradies für Investoren. Alles, was in Europa durch Umweltgesetze verboten ist, können Unternehmer wie Fredriksen am anderen Ende der Welt tun: In Chile liegen die Lachsfarmen dicht beieinander, in den 40 Meter tiefen Käfigen tummeln sich doppelt so viele Lachse wie in Europa. Um Seuchen zu verhindern, werden hunderte Tonnen Antibiotika ins Futter gemischt. Chemikalien und Farbstoffe an den Käfigen und im Wasser führen dazu, dass die Lachse nach 18 Monaten Mast ein chemisch und biologisch belastetes Produkt sind. Wenn die Fjorde vom Abfall der Industrie verseucht sind, hinterlassen Konzerne wie "Marine Harvest" einen ökologischen Friedhof und ziehen weiter gen Süden - in die noch intakte Welt Patagoniens. Ein ökologischer Albtraum
Um das Image der Massentierhaltung im Meer zu verbessern, geht Fredriksen im April 2008 eine Partnerschaft mit der größten Umweltorganisation der Welt ein, dem WWF. Für eine Spende von 100.000 Euro pro Jahr darf "Marine Harvest" mit dem Panda-Bärchen des WWF für seine industriell erzeugten Mastlachse werben. Chilenische Fischer werfen dem WWF vor, er habe sich an John Fredriksen verkauft. Verbindliche Verbesserungen sind in diesem Abkommen nicht festgelegt. Am Lachs-Desaster in Chile hat sich nichts geändert. Wird John Fredriksen einfach so weiter machen?
Lachsfieber: Wie der WWF das Sterben der Meere untersttzt - Tierrechte
WDR-Autoren Wilfried Huismann und Arno Schumann hefteten sich über ein Jahr lang an die Fersen des Großinvestors. Ihre brisanten Recherchen über den weltweit operierenden Nahrungsmittelgiganten wurden zu einem packenden Öko-Thriller. Auch dieser Film macht sehr nachdenklich und verdeutlicht das wahre Wesen des WWF.



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