nun, da weihnachten wieder vorbei ist, befinden wir uns schon mittig in ihnen....in den rauhnächten. gemeint sind damit die zwölf tage/nächte zwischen dem 25. dezember und dem 6. januar, in denen der germanische gott wotan mit seinen raben hugin und munin, sowie einer lärmenden hundemeute den himmel unsicher macht. im gefolge befindet sich das wilde heer, die wilde jagd, jene ruhelosen seelen, die laut volksglauben den verstorbenen angehören.
sicherlich wird heute niemand mehr vor angst die türen und fenster schließen, obwohl in den ländlichen gebieten noch immer zum schutz gegen geister und dämonen das haus und der stall ausgeräuchert wird, daher auch der name rauh-oder rauchnächte, aber der eine oder andere brauch wird sich eventuell noch durchgesetzt haben.
in dieser einst so stillen zeit, in der die arbeit ruhte und selbst die wäsche nicht gewaschen wurde, da sich beim trocknen derselben so mancher geist in ihr verfangen konnte, zehrte man von den weihnachtsvorräten und schöpfte neue kraft, feierte nach herzenlust, hielt orakel für die zukunft ab und las in den *lostagen* die zukunft für die nächsten zwölf monate.
vielleicht ist dieser alte mythos eine anregeung für den *modernen* menschen, einmal innezuhalten, einen gang runterzuschalten und sich dem natürlichen lebensrythmus wieder ein wenig anzupassen. der gott wotan verdonnert uns durch sein wildes treiben sozusagen von oben zu einer ruhepause....
wie haltet ihr es mit den rauhnächten? sinn oder unsinn? räuchert auch ihr noch nach alter tradition das haus und die *ställe*? ruht ein großer teil der arbeit? denkt ihr auch, daß die tiere in diesen *zwölfern* sprechen können oder haltet ihr das alles für unfug?
ich fände es sehr interessant zu erfahren, was ihr darüber denkt......
lg
gaby RZ



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