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Seltsames Verhalten von Rabenvögeln und anderen...

Dies ist eine Diskussion über 'Seltsames Verhalten von Rabenvögeln und anderen...' im Mythologie - Aberglaube und Legenden Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Naja, dass sich Rabenvögel zum Abend an und über den Schlafplätzen versammeln ist ja nichts neues. Dass da auch noch ...

  1. #11
    Forenamsel Avatar von Felidae
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    Naja, dass sich Rabenvögel zum Abend an und über den Schlafplätzen versammeln ist ja nichts neues. Dass da auch noch ein paar andere Spezies mit beisein können, dann ich mir auch vorstellen. Schließlich bietet ein großer Schwarm Schutz.
    ich muss aber zugeben, dass ich beim Massenaufkommen von Rabenvögeln auch immer eine Gänsehaut bekomme (positiv gemeint! ^^). Diese Geschrei aus hundert Kehlen und ihre Schatten die über den Boden sausen sind schon beeindruckend!

    Ein Erlebnis, dass ich nie wieder vergessen werde, hatte ich als ich etwa 11 oder 12 Jahre alt war. Das war irgendwann im Frühling, gerade, als es anfing draußen etwas wärmer zu werden. Ich hab hinterm Haus ein auffallend intensives Rabenkrähengeschrei gehört, das lange anhielt und einfach nicht aufhörte. Ich bin dann dem Geschrei nachgegangen und habe einen kleinen Berg Rabenkrähen gesehen (ja, einen Berg, ein Knäul, einen Haufen...). Sie schriehen flatterten mit den Flügeln und drängten immer zur Mitte hin. Sie sahen aus wie eine Gruppe Geier die sich auf einen Kadaver stürzen.
    Ich ging immer näher an die Tiere heran, bis ich ihre Fluchtdistanz unterschritt und sie vor mir zurückschrecken. Sie flogen alle kurz auf und brachten einen zusätzlichen Meter zwischen sich und mir. Nicht mehr. Als genug Tiere sich aus dem Haufen gelöst hatten erkannte ich einen Bussard unter den Krähen. Kaum hatten genug Krähen von ihm abgelassen sprang er auf und stürmte in die Luft davon. In diesem Augenblick hetzten die Krähen wieder hinter ihm her. Nicht eine oder zwei. Es müssen etwa 10 gewesen sein. Sie verfolgten ihn bis zum Ende der Wiese wo er mitamt seiner Verfolger zwischen den Bäumen verschwand.
    All dies passierte innerhalb weniger Sekunden.
    Ich konnte nicht erkennen, wie schwer der Bussard verletzt war, es lagen nur ettliche seiner Feder verstreut umher, als hätte er wie eine Taube geschockmausert.
    Dieses Erlebnis hat mich geprägt, aber zum Positiven. Ich hatte nie geglaubt, dass Krähen einen solchen Angreifer überwältigen können, wenn sie sauer sind. Unglaublich, was man erreichen kann, wenn man zusammenarbeitet!
    Noch heute kann ich nicht verstehen, wie die hassenden Krähen den Bussard zu Boden ringen konnten. Sie hätten ihn sicher getötet, wenn ich die Szenerie nicht gestört hätte, aber vielleicht haben ihn seine Verletzungen auch noch später getötet oder seine Verfolger haben ihn wieder eingeholt.
    Vor allem - wo kamen die ganzen Krähen her? Es waren Rabenkrähen und keine Saatkrähen. Warum sollten sie alle auf einmal hassen wenn sie nicht in Kolonien leben?

    Ich habe nie wieder etwas derartiges gesehen.

    LG Felidae
    "Wir beherrschen die Natur,
    bevor wir gelernt haben uns selbst zu beherrschen...
    "
    -Albert Schweitzer

  2. #12
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Irre, so wie Du es beschrieben hast, hab ich es vor mir gesehen!

    Vielleicht war es ein Junggesellentrupp und eine Krähe wurde angegriffen?

    Ist eigentlich ein Wunder, daß Du Dich nicht auf Greife spezialisiert hast.
    LG Andrea

  3. #13
    Forenamsel Avatar von Felidae
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    Ja, ich hätte auch Falknerin werden und die Revange eröffnen können. :P
    Nein, eigentlich interessiere ich mich für die Natur in ihrer Gesamtheit. Die Krähen haben es mir nur ganz BESONDERS angetan, seitdem.
    Dem Bussard bleibt nur zu wünschen, dass er es geschafft hat und nicht an den Nachwirkungen verendet ist! Toitoitoi, das waren bestimmt die letzten Krähen denen er quergekommen ist. ^^
    Gerade Greife sind sehr sensibel und nachtragend was negative Erfahrungen angeht.
    Aber einer vs. ein dutzend ist auch irgendwie unfair.
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    -Albert Schweitzer

  4. #14
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    Große Vogelzüge gibt es überall im Moment. Vor etwa einer Woche könnte man in Tübingen über eine Mio. Bergfinken im Schwarm, beobachten, auch hier bei uns macht ein kleinerer Schwarm von irgedwelchen Vögelchen die Gegend unsicher. Sie sind sehr klein und leider habe ich kein gutes Fernglas. Aber die Bäume waren voll und das Gepiepe sehr laut in der masse. Viellecht waren es auch Bergfinken? Große Vogelschwärme sind immer beeindruckend. Ein Naturschauspiel der besonderen Art ist das abendliche Einfliegen 10000er Kraniche am Sund, da kriegt man richtig einen Kloß in den Hals.
    Und faszinierend müssen die Schwärme der nordamerikanischen Wandertaube gewesen sein, sie zu Mio Vögeln umhergezogen ist. (Der Mensch hat sie innerhalb kürzester Zeit ausgerottet!!!)
    Bergfinken: Suche - Schwäbisches Tagblatt Tübingen

    LG
    Angie

  5. #15
    Moderator Avatar von Gaby
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  6. #16
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    die Liste ist noch größer und kann täglich ergänzt werden! Viele Tier-und Pflanzenarten sterben aus, ohne dass man sie erforscht hätte. Täglich verschwinden Urwälder in der Größe vom Saarland und mit ihnen endemische Arten. Andere Arten verschwinden, weil wir, die Menschen, Katzen, Ratten, Füchse etc eingescheppt haben (z.B. der Kiwi oder der Kakapo), andere verschwinden, weil es schießwütige Idioten gibt, wieder andere, weil es "in" ist, seltene Tiere und Pflanzen zu sammeln.
    Selbst einheimische Tiere gelangen an den Rand des Aussterbens, weil unsere Landwirtschaft keine Plätze mehr für Jungenaufzucht läßt. Das wird noch schlimmer werden: das ganze Jahr über Rapsfelder und der Mais (für die Energiegewinnung) wird über größte Flächen angebaut: kein Platz für Feldlerche, Kibitz, Feldhamster und Co!!! Hecken und Büsche werden wegrationalisiert, der landwirtschaftliche Fuhrpark wird immer monströser: fahrende Fabriken sind die Erntemaschinen. Und die brauchen Platz. Das ist schon traurig!
    LG
    Angie

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