Seit anfangs 2001 sind in der EU entsetzliche Schlachthof-Gräuel im Gange:
Die Rinder brüllen noch, während sie am Förderband
zerlegt werden
Karikatur erschienen in den Gratiszeitungen der Druckerei Zehnder AG - die einzige Zeitung in der Schweiz ausser den VgT-Nachrichten, welche über diese EU-Gräuel berichtete. Es wird langsam Zeit, dass interessierte, verantwortungsbewusste Menschen ihren Kleber "Stopp. Keine Werbung" von ihrem Briefkasten entfernen!Auf politischen Druck hin hat der ORF Videoaufnahmen, welche diese Gräuel in österreichischen Schlachthöfen zeigen, unterdrückt. In der Schweiz geht es ähnlich: Der "Kassensturz" des Schweizer Fernsehens interessierte sich nicht dafür, obwohl solches Fleisch auch in die Schweiz importiert wird. Nur das deutsche Fernsehen ARD zeigte anfangs August 2001 in der Sendung "Panorama" diese und andere Aufnhamen, welche belegen, dass diese Gräuel nicht nur in Österreich, sondern EU-weit an der Tagesordnung sind.
Ich wusste aus der schriftlichen Dokumentation, was mich beim Ansehen dieseser Videoaufnahmen erwarten würde. Trotzdem erlitt ich einen Schwächeanfall. Das Schlimmste, was ich in meiner 12-jährigen Tierschutztätigkeit je gesehen habe. Erwin Kessler
Aufgrund einer anfangs 2001 in Kraft gesetzten EU-Vorschrift, darf das Gehirn der Schlachttiere nicht mehr zerstört werden - eine BSE-Vorsichtsmassnahme. Dies hat zur Folge, dass viele Rinder vor dem Schlachten nicht mehr richtig betäubt werden und den Schlachtvorgang, das Zerlegtwerden, bewusst erleben. Der zuständige österreichische Minister erklärte dazu, das sei zwar nicht tiergerecht, aber zum Schutz der Konsumenten notwendig. Auch die zuständige EU-Kommission hält "Konsumentenschutz" für wichtiger als Tierschutz. Was verschwiegen wird: Mit qualifiziertem Schlachthauspersonal und modernen Schlachthauseinrichtungen zur Sicherstellung des präzisen Ansetzens des Bolzenschussapparates wäre eine richtige Betäubung trotz dieser EU-Vorschrift möglich, aber darum kümmert sich im bestialischen Staatenbund EU niemand. Die Schreibtischtäter im Stil von Nazi-Deutschland haben in diesem undemokratischen Monstergebilde das Sagen.
In einer
Das von www.tierschutz.cc veröffentlichte Video kann als Kurzversion heruntergeladen werden:Download Videos
"Tierschutz im Unterricht" schreibt dazu (www.tierschutz.cc):Entsetzliche Dokumentationen aus heimischen Schlachthäusern:
Die Stiere brüllen noch, während sie am Förderband aufgeschnitten werden
Bei der 7. Freiland-Tagung am 28. September an der Wiener Universität für Bodenkultur erregte das Referat von "Ja! Natürlich"-Geschäftsführer Werner Lampert besondere Aufmerksamkeit. Er erzählte von seinen Erfahrungen, welch grausame Zustände in den Schlachthäusern vorkommen. Er habe beobachten müssen, dass Tieren unbetäubt "die Beine abgeschnitten bekämen oder ins Brühwasser getaucht" würden.
Von einem Tierschutzvertreter wurde in der anschließenden Diskussion berichtet, dass er schon mehrmals versucht habe, den Schlachtvorgang zur Erzeugung von Bio-Fleisch für "Tierschutz im Unterricht" und zur Information der Bevölkerung zu dokumentieren. Die angesprochenen Landwirte zB von "Beef Natur" hatten dies aber sehr freundlich abgelehnt. Wenn der Metzger auf den Bio-Hof kommt, so ihre Begründung, würden die Tiere ihn als todbringende Gefahr erkennen und sich entsprechend verhalten. Bei Mutterkuhhaltung versuchten die Mütter ihre Kälberkinder zu schützen, indem sie sie abschirmten. Deshalb käme es bei der Schlachtung immer wieder zu entsetzlichen Szenen.
"JA-Natürlich!"-Abteilungsleiter Lampert hatte in seinem Vortrag selbst davon gesprochen: "Das Unangenehmste bei der Fleischerzeugung: Das Töten - findet leider auch bei der Bioproduktion statt." Er ließ sich auf keine Diskussion über "tierschutzgerechtes" Schlachten ein. Aber da er die Ansicht vertrat, dass die Konsumenten ein Recht darauf hätten zu erfahren, wie die Produkte hergestellt werden, gab er vor vollem Auditorium die Zusage, dass er es dem Tierschutzvertreter ermöglichen werde, im Schlachthof zu filmen.
Ein oö. Landwirt berichtete in einem Interview für "Tierschutz im Unterricht", dass er einmal und nie wieder seine Tiere ins Schlachthaus begleitet habe. Ein Stier, nachdem er mit dem Bolzenschussapparat angeschossen und an einem Hinterbein hochgezogen war, hätte noch herzzerreißend gebrüllt, während er bereits aufgeschnitten wurde. Deshalb werde der Bauer nie wieder ins Schlachthaus gehen. Auch bei der Schlachtung von Schweinen, vor allem bei Akkordarbeit, kommt es zu fürchterlichen individuellen Todeskämpfen, weil die Tiere nicht ausreichend betäubt werden.
Wie es der "Zufall" so will, stattete während dieses Gespräches der Viehhändler dem Landwirt einen Besuch ab, weil in den nächsten Tagen wieder einige Stiere abgeholt werden sollten. Es kamen die Tierquälereien bei internationalen Tiertransporten zur Sprache. Der Viehhändler empörte sich darüber. Bei ihm käme so etwas nicht vor, seine Tiere würden ordentlich behandelt. Der Tierschützer fragte an, ob es möglich wäre, einen solchen "ordentlichen heimischen Tiertransport" zu dokumentieren. Der Viehhändler beharrte darauf, dass er nichts zu verbergen hätte. Er sagte sogar zu, in dem Schlachthaus, welches er beliefere, nachzufragen, ob auch die Schlachtung gefilmt werden könne.
So kam es dazu, dass ein 2-Mann-Team vom Tierschutz die Möglichkeit bekam zu dokumentieren, wie Tiere aus den Ställen geholt und ins Schlachthaus transportiert werden. Unser Kameramann F... hatte sich hinten am LKW einsperren lassen um Aufnahmen während der Fahrt von den Tieren zu machen. Der Film zeigt, wie den Tieren beim Auf- und Entladen mit Stöcken direkt ins Gesicht geschlagen wird. Das ist alles "ganz normal": Sie werden mit Mistgabeln traktiert, mit elektrischen Viehtreibern geschockt oder durch Umdrehen des Schwanzes zum Gehen gezwungen. Denn welches Nutztier begibt sich schon freiwillig ins Schlachthaus? Der Gestank, zuerst nach Kadaver, weiter drinnen nach Blut, lässt die Tiere ihr Schicksal erahnen und versetzt sie in Todesangst. Der Lärm, vor allem der Säge, mit der die Körper durchschnitten werden, ist ohrenbetäubend. Jenes Tier, das jeweils im engen Gang unmittelbar vor der Tötungsbox steht, kann das blutige Gemetzel schon sehen, das ihm bevorsteht. Ein mächtiger junger Stier voller Lebenskraft schreckt vor diesem Anblick zurück, will rückwärts flüchten, aber der Gang ist von den anderen Stieren blockiert: Es gibt kein Zurück!
Die Tötungsbox ist so gebaut, dass, nachdem ein Tier durch die hinter ihm sich hydraulisch schließende Tür fixiert wurde, der Kopf vorne dem Schlächter zum Ansetzen des Bolzenschussapparates dargeboten werden muss. Das Gerät wird an der Stirn angesetzt, ein Knall und das Tier sackt augenblicklich weg. Aber der riesige Stier ist noch nicht tot! Er sollte für den eigentlichen Schlachtvorgang betäubt sein.
Die Tiere werden von unten aus der Tötungsbox gekippt und mit einer Eisenkette am Hinterbein hochgezogen. So hängen sie kopfüber am Fließband. Jetzt sollen sie durch ein Aufschneiden am Hals zum Verbluten gebracht werden. Erst durch das Ausbluten sterben die Tiere. Ein sehr freundlicher Schlachthaustierarzt hat uns erklärt, dass niemand sagen kann, wann genau der Tod eintritt. Dazu müsste ein EEG gemacht werden.
Der AMA-Stier hängt an einem Bein am Fließband, der Schlächter schneidet ihm den Hals auf, Blut bricht hervor, der angeblich betäubte riesige Körper zuckt zusammen - das kann eine Reaktion der Nerven sein und muss nicht dahin gedeutet werden, dass das Tier noch etwas spürt.
Da geschieht etwas, das auch die Tierschützer, die in ihrer Arbeit, Tierleid zu dokumentieren, einiges zu ertragen gewohnt sind, erschaudern lässt: Während der Schlächter, geschäftig vor sich hin pfeifend, die Brust aufschlitzt, schließen und öffnen sich die Augen des Tieres langsam, einmal und nocheinmal. Dann beginnt der Stier, während er kopfüber hängend aufgeschnitten wird, um zu Fleisch verarbeitet zu werden, zu brüllen! Es ist auf der Videodokumentation klar und deutlich zu sehen und zu hören. Das Tier am Fließband lebt noch und schreit! Ein schauderhaftes, heiser-gurgelndes Muhen übertönt den Lärm des Schlachtvorganges. Solche Szenen spielen sich immer wieder in den Schlachthäusern ab, bevor die Tiere wirklich tot sind. Der Schlächter, der die Vorderhufe abschneidet, muss in Deckung gehen. Denn nun bäumt sich der mächtige Stier blutüberströmt am Haken noch einige Male auf. Das sterbende Tier windet sich mit ganzer Kraft. Der Todeskampf dauert lange Minuten...
Die Schlachthausbetreiber, Viehhändler und Schlachthoftierärzte, sowie die Landwirte sind sich kaum einer Schuld bewusst! Genausowenig wie die Konsumenten von Fleischwaren, die die eigentliche Ursache für das ungeheure Tierleid in den Schlachthäusern sind, für das unsere Mitmenschen durch diese Dokumentationen sensibilisiert werden sollen.
Fleisch wird aus lebendigen Tieren "hergestellt", auch wenn es fein säuberlich in Plastik verpackt im Supermarkt angeboten wird. Das gilt es bewusst zu machen. Fleischessen verursacht Gewalt gegen Tiere. Es gibt so viele köstliche und gesunde Nahrungsmittel, für deren Erzeugung keine Tiere getötet oder ausgebeutet werden müssen.
Die Videodokumentation wird zu sehen sein, sobald sich eine Fernsehstation bereit findet, das bisher von der Gesellschaft verdrängt gehaltene Thema der Gräueltaten in unseren Schlachthäusern bewusst zu machen. Ein Redakteur vom ORF, dem das Bildmaterial gezeigt wurde, war selbst so erschüttert, dass er meinte: "So schreckliche Szenen kann man nicht zeigen! Es besteht die Gefahr, dass, wer solches aufzeigt, wie Kassandra für die Bewusstmachung den Hass auf sich zieht, den die Allgemeinheit eigentlich gegen die eigenen unhinterfragten Konsumgewohnheiten richten müsste." Der ORF-Redakteur hat recht: In der Verborgenheit unserer Schlachthäuser spielen sich alltäglich Szenen ab, die zu grausam anzusehen sind, als dass sie gezeigt werden könnten! So steht es also um Kultur und Ethik in unserer Schlachthauszivilisation! Aber wie kann den Tieren geholfen werden, wenn die Öffentlichkeit nicht über die unermesslichen Leiden informiert und dadurch das Konsumverhalten verändert wird?
Aus alldem ergeben sich folgende Fragen: Wer ist dafür verantwortlich, dass solche Gräueltaten bisher nicht aufgedeckt wurden? Wer kann die Tiere vor unnötigen Leiden schützen? Wer überwacht, dass die Landesgesetze "über den Schutz von Tieren zum Zeitpunkt der Schlachtung" auch tatsächlich eingehalten werden?
Die Schlachthaustierärzte sind offenbar nicht in der Lage, dafür zu sorgen, dass die Tiere in den Schlachtbetrieben nicht zu Tode gequält werden. Deshalb die politische Forderung, die Kontrolle der Tierschutzbestimmungen in den landwirtschaftlichen Betrieben und Schlachthäusern müsse durch den Tierschutz erfolgen, denn einzig die Tierschützer sind über jeden Zweifel erhaben, dass sie aus Profitgründen und Sachzwängen die unhaltbaren Zustände übersehen könnten, die für die Ausbeuter der Tiere "ganz normal" sind.
EU für Gräueltaten in Schlachthäusern verantwortlich
Qualen in Schlachthäusern
Jene Gräueltaten in den Schlachthäusern, die für "Tierschutz im Unterricht" dokumentiert wurden, sind nicht auf einzelne Betriebe beschränkt. Es handelt sich dabei leider um ein EU-weites Phänomen. Wo am Fließband geschlachtet wird, kommt es zu Gewalt gegen Tiere!
Das Brüllen der Rinder beim Schlachtvorgang



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