Die Einstellung zum Tier, die hier mit Recht angeprangert wird, ist sicherlich kein primär christliches Dogma, das wird so in vielen Weltreligionen vertreten. Das Schächten ist ein gutes Beispiel dafür, das ist nur im Judentum und Islam verankert.
Die einzige Weltreligion, die das Leben von Tieren und allen anderen Lebewesen in besonderer Weise achtet, ist meiner Meinung nach der Buddhismus.
@Arno
Ich denke, du überschätzt den Einfluss des Christentums in unserem eigentlich säkulären Staatssystem. Natürlich besteht bei uns Religionsfreiheit, gibt es eine grundsätzliche Neigung zur christlich eingefärbten Ethik und natürlich sitzen christliche Vertreter in mehr oder weniger allen bedeutenden Gremien und geben ihren Senf dazu. Sie haben aber idR keine Mehrheiten und ihr Einfluss ist doch wohl eher begrenzt. Das C in zwei großen Volksparteien ist für mich eher deren Imagepflege als echtes Programm. Die handeln doch auch nicht christlicher als die ohne C, wenns hart auf hart kommt.
Ich denke, die Tatsache, dass bei uns Gesetze so gestaltet sind, dass Menschen oft auf Kosten der Tiere einen Nutzen aus den Tieren ziehen dürfen, liegt eher an einem allgemeingesellschaftlichen Konsens und nicht an den Religionsgemeinschaften. Im Zweifelsfall für den Menschen und gegen das Tier (oder die Umwelt). Da kommt doch der ursprüngliche Selbsterhaltungstrieb der Spezies H. sapiens durch und nicht seine kulturell religiöse Erziehung.
LG Saskia



1Danke
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