Heek. Die Serie illegaler Greifvogelverfolgungen im Kreis Borken geht weiter. Rund um eine von Jägern betriebene Fasanerie in der Nähe von Heek sind offenbar seit Jahren streng geschützte Habichte gefangen und getötet worden. Wie das Bonner Komitee gegen den Vogelmord mitteilt, haben Mitarbeiter des Vereins die versteckt in einem Feldgehölz am Wessumer Damm gelegene Anlage nach einem Hinweis aus der Bevölkerung in den letzten Wochen mehrfach aufgesucht. Dabei wurden Beweise für zahlreiche schwere Straftaten nach dem Naturschutz- und Jagdgesetz gesammelt, so der Verband. Als am Freitag erneut zwei lebende Habichte in den Fallen saßen, schalteten die Vogelschützer die Polizei ein. Die Beamten stellten zwei illegale Fallen sicher und leiteten ein Strafverfahren ein.
Entdeckt wurden die Fallen bereits vor drei Wochen. „Wir haben einen anonymen Hinweis erhalten, dass Jäger in diesem Wäldchen gezüchtete Fasane illegal aussetzen und Greifvögel fangen“, so Komiteesprecher Axel Hirschfeld. Bei einer Kontrolle Anfang August fanden Mitarbeiter des Verbandes in dem Wald tatsächlich eine riesige Voliere mit zahlreichen Fasanen und Hühnern vor. In unmittelbarer Nähe standen drei illegale Greifvogelfallen, von denen zwei mit lebenden Tauben beködert waren. In einer dieser Falle lagen auch zahlreiche Federn älterer Lockvögel eines Habichts, der kurz zuvor damit gefangen worden war, so das Komitee.
Bei den Fanggeräten handelte es sich um zwei mit lebenden Locktauben beköderte sog. Leiterfallen und einen Fangkorb aus Draht. Die teilweise aus Holzlatten errichteten Konstruktionen waren laut Komitee mindestens 5 bis 6 Jahre alt und wiesen zahlreiche Gebrauchsspuren auf. Weiterhin wurden ein selbstgebauter Fangkäfig aus Draht und eine dritte Leiterfalle gefunden, die allerdings völlig zugewachsen und offenbar seit Jahren nicht mehr benutzt worden war.[...]
Habichtfang in Heek | Komitee gegen den Vogelmord e. V.



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