Registrieren Hallo Gast! Für vollständigen Zugriff auf unser Forum solltest du dich jetzt kostenlos Registrieren!
Ergebnis 1 bis 5 von 5
Like Tree1Danke
  • 1 Beitrag von ida

ein schmaler grad...kindesentführung kontra unterlassene hilfe

Dies ist eine Diskussion über 'ein schmaler grad...kindesentführung kontra unterlassene hilfe' im Off-Topic & News Forum. Teil der Wichtige Informationen - Bitte lesen Kategorie; hallo, da ich es in diesem jahr als besonders schlimm empfinde, eröffne ich diesen thread, welcher keineswegs ein angriff sein ...

  1. #1
    ida
    Gast

    ein schmaler grad...kindesentführung kontra unterlassene hilfe

    hallo,
    da ich es in diesem jahr als besonders schlimm empfinde, eröffne ich diesen thread, welcher keineswegs ein angriff sein soll, sondern vielmehr ein gedankenaustausch.

    das unnötige kindesentführungen gesunder ästlinge sch**** sind, ich denke, darüber sind sich hier alle einig.
    was ich allerdings ähnlich besorgniserregend finde ist der pauschale tipp, den jungvogel einfach mal da zu lassen, so unter dem motto: wird schon gutgehen.
    ich denke, in 70 - 80 % der fälle ist das auch so, es gibt aber auch die anderen... von denen sitzt im übrigen gerade einer hier, für einen anderen war es leider zu spät.

    von beiden vögeln wurde in foren geschrieben und der "einfach sitzenlassen tipp" wurde gegeben, ohne sich nur einmal über den vogel und seinen gesundheitszustand zu erkundigen.

    ein unbedarfter finder kennt den unterschied zwischen ästling und nestling nicht. ebensowenig wie er erkennen kann, dass der vogel dehydriert und völlig abgemagert ist, ihm die luftröhrenwürmer schon wortwörtlich bis zum hals stehen, etc.
    der unbedarfte finder hält sich dann nur zu oft an den guten tipp und dann ist die verwunderung groß, wenn der jungvogel nach ein bis zwei tagen auf dem rücken liegt...

    genau so ein fall ist bei mir aktuell "lenchen". die finder hatten keine ahnung, hielten sich erstmal an den tipp und liessen den abgemagerten nestling sitzen.
    erst nach mehrfachen telefonaten wurde klar, dass der vogel dringend hilfe benötigt, der jungvogel kam zu mir, in letzter sekunde. auf der autofahrt lag er bereits mehr tot als lebendig auf der seite....

    befund: schwerer befall mit luftröhrenwürmern und trichos, dazu hochgradige abmagerung, schwere rachitis, (daraus resultierend eitrige druckgeschwüre an den sprunggelenken)ein älterer bruch im mittelfuß und dazu eine schon längere mangelversorgung durch die eltern, sichtbar am schon vorhandenen gefieder.

    ich habe einen tag und eine nacht um das leben dieses jungvogels gekämpft, glücklicherweise stabilisierte er sich durch infusionen mit * und *, er ist mittlerweile über den berg.

    für einen anderen kandidaten kam die hilfe zu spät, der nestling war durch maden schon zerfressen, er lag 2 1/2 tage unter dem nistbaum...

    mir stellt sich deshalb die frage, ob es nicht besser wäre, vielleicht erstmal herauszufinden, was mit dem vogel wirklich los ist. man kann auch unbedarfte menschen am telefon anleiten, z.B. das brustbein zu tasten, die schleimhäute zu betrachten, den gefiederzustand zu beschreiben, etc. oder eben, wie ich es tue, wenn`s in erreichbarer nähe ist, hinfahren und beurteilen und dann vor ort entscheiden.

    vielen jungvögeln, die wirklich hilfe brauchen, bliebe so ein qualvoller und langsamer tod erspart.

    nur mal so, als gedankenanstoss.

    lg ida
    Elstermama sagt Danke für diesen Beitrag.

  2. #2
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
    Registriert seit
    11.04.2007
    Geschlecht
    Weiblich
    Ort
    Westerwald
    Beiträge
    7.159
    Stimme Dir schon sehr zu Ida, doch verstehe ich auch Sven.

    Viel Zeit hat man nicht, um einen gesunden Ästling wieder zurückzubringen und Sven hat leider sehr oft recht in seinen Einschätzungen. Von den neuen Usern sind nach meiner Schätzung 50 % jüngere Menschen, die gerne einen Rabenvogel hätten und die Chance nutzten. Da steht in der Vorstellung auch schon mal drin, "jetzt gehöre ich auch dazu".
    Da man von denen dann nichts mehr hört, hoffe ich, daß sie die wirklich zurückbringen.

    Gaby und ich wünschen uns eine freundliche Begrüßung aller Neulinge (von Gaby weiß ich das).
    Fakt ist dann aber auch, daß man u. U. zu spät erfährt, daß es um einen gesunden Ästling geht, der durch wohlgemeinte Unwissenheit eingesammelt wurde.
    Finde das toll Ida, daß Du Dich so einbringst.
    Wir sind hier ein Team und machen uns wohl Gedanken um genau dieses Thema.

    Vorstellen könnten wir uns, in der Begrüßungsmail für die Neulinge zu erklären, was ein Ästling ist und wie verfahren werden soll. Da könnte auch grad der Hinweis zum Antibiotika erfolgen, falls eine Katze im Spiel war. So würde man keine Zeit verlieren.

    Es gibt Menschen, die schreiben trotz der Einwände in der Vorstellung um was es geht und lassen sich nicht abschrecken. Wir bemühen uns nach Kräften, Mensch und Tier zu helfen.

    Über solche Themen wie jetzt freue ich mich besonders Ida. Danke.
    LG Andrea

  3. #3
    ida
    Gast
    hallo andrea,
    natürlich verstehe ich auch sven und wie ich ja schon schrieb, in den meisten fällen ist es wirklich unnötig, dem jungvogel zu "helfen". ich finde auch nichts furchtbarer als wenn gesunde jungvögel ihren eltern entrissen werden und dann zu hause mit katzenfutter und co zu tode gepflegt werden. :-(

    mir geht es nur wirklich um die anderen, denn es sie, die nestlinge ohne chance, die tagelang am boden sitzen und sich vergeblich die seele aus dem hals schreien...oder ästlinge, die mit vollkommen verkrüppelten füßen über den boden robben, aber noch gefüttert werden. (was für diese vögel die beste lösoung wäre, ist vielleicht auch mal eine interessante frage, aber an dieser stelle zweitrangig.)

    vielleicht könnte man wirklich so eine art checkliste erstellen, wo sozusagen für laien deutlich beschrieben ist, unter welchen kriterien der vogel wirklich hilfe braucht.

    zB. - brustbein abtasten
    - füße kontrollieren
    - gefieder (nur weil das vögelchen ein paar schwarze federn hat, ist es ja noch lange kein ästling)
    etc.

    und eventuell wirklich ein paar notfallmaßnahmen, zb. dass man einen völlig abgemagerten jungvogel erstmal nicht füttern darf.

    mich freuts, dass mein beitrag bei dir anscheinend so angekommen ist, wie ich es mir erhofft habe. :-)

    lg ida :-)

  4. #4
    Administrator Avatar von Sven
    Registriert seit
    03.09.2006
    Geschlecht
    Männlich
    Beiträge
    5.912
    Blog-Einträge
    2
    Hallo,

    das ist ein Off-Topic Thema

    Sicher hast du auch Recht ida.


    Meine Auffassung ist eher; lieber 70% der gesunden Ästlinge werden wieder zurückgesetzt, oder erst gar nicht weg gepflückt und wachsen bei den Eltern auf und haben eine Chance und andere vielleicht kranke Tiere leiden darunter und sterben. Was auch so passiert wäre.

    So ist mir das ehrlich gesagt lieber, als das man viele gesunde Tiere zu Dauerpfleglinge macht. Komischerweise werden die wirklich kranken Tiere weniger eingesammelt, da wird sich kaum gekümmert, eher noch dran vorbei gegangen und nicht beachtet.

    Zum anderen Thema.

    User die sich hier neu anmelden und es ehrlich meinen und nicht auf den Kopf gefallen sind, schildern klar und deutlich was dem Pfindling fehlt. Hängender Flügel, krumme Beine, Niesen usw... Am besten noch ein Foto dazu und schon sieht die Sachlage ganz anders aus.

    Die User wollen etwas von uns und wenn man keine Ahnung und einen kranken Raben aufgelesen hat, dann schreibt man so ausführlich wie möglich, um dem Vogel zu helfen. Ist das nicht der Fall, ist man entweder dumm und man lügt das blaue vom Himmel und will hier die ehrlichen User verarschen.

    Wenn ich mich in einem Gesundheitsforum anmelde und ich einen Rat brauche, schildere ich auch meine Krankheitssymtome, so dass mir andere User helfen können. Alles andere wäre ja totaler Bullshit.

    Wie sagt Elstermama immer...

    Betroffe Hunde bellen und genauso ist das auch hier! Wo ist das Problem ein Bild von seinem Pflegling ins Forum zu stellen? Wo ist das Problem, die User weiterhin und auf Anfrage auf dem laufenden zu halten und nicht im Regen stehen zu lassen? User die das nicht tun, nehmen die ganze Sache nicht ernst, oder wir haben es mit einem Kindergarten zu tun.

    Wenn man einen Rabenvogel von der Wiese aufsammelt, hat man auch die Verantwortung zu übernehmen und wenn das Tier zu unrecht eingesammelt wurde, wieder zurücksetzen und kein Zickenterror zu veranstalten. Wir machen das hier nicht zum Spaß und sind kein Kindergarten Forum.

    LG


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

  5. #5
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    12.05.2011
    Geschlecht
    Weiblich
    Beiträge
    18
    Hi,
    ich bin der Meinung, man sollte sich in jedem Falle IMMER die Zeit nehmen sich irgendwo in einiger Entfernung hinzuhocken und die Lage eine Weile zu beobachten, um raus zu finden, ob da nicht doch ein Muttertier im Baum hockt, der seinen Nachwuchs in Ruhe weiter füttern will.
    Mir ist kürzlich so etwas passiert...Freunde von mir riefen beim Spaziergang aufgeregt, sie hätten ein Vogelbaby gefunden und rätselten schon darüber, wie man ihn päppeln müsse...bei näherer Betrachtung stellte sich raus, dass der Kleine schon Federn hatte...Ich setze mich in einiger Entfernung ruhig auf den Boden und wartete ab und siehe da: das Muttertier kam und fütterte den Kleinen...
    Ich kann nicht sagen, welche Vogelart das war, hatte aber so Meisengrösse. Ich konnte meine Freunde also beruhigen, dass alles in Ordnung sei.
    Aber so ungefähr läufts wohl dann immer ab. Die Leute kriegen die Panik und haben zudem keinen Plan, wieviel Aufwand das ist Vogelbabys aufzuziehen...zumal sich die meisten wohl nicht die Mühe machen mal zu gucken, ob da nicht das Elterntier im Gebüsch hockt und sich tierisch aufregt, weil wir am Nachwuchs rumfummeln.
    Ich denke einen Grossteil der Fälle von Wildvögeln in Menschenhand könnten wir locker vermeiden.
    Lg Belialsama

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •