Also hier tut sich ein riesiger Sumpf auf!!!!
Dachte ich anfangs noch, daß hier einfach nur nicht richtig informierte Jäger am Werke sind, die althergebrachte Argumente wie zerhackte Silofolie, gemordetes Niederwild, aufgehackte Enteneier und fehlende Bodenbrüter aufzählen, weil sie es so gesagt bekamen, ist das hier ein Killerkommando. Die armen Lämmerkinder hab ich noch vergessen. Tatsächlich habe ich gehofft, daß es Revierinhaber wie meinen Nachbarn gibt, die sehen, daß die Rabenkrähen nicht zunehmen und auf eine Bejagung verzichten. Die Revierkrähen dürfen bleiben, das Gebiet ist besetzt; Eindringlinge werden verjagt. Treffen sich Junggesellentrupps/nicht verpaarte Rabenvögel hier, weiß er, die ziehen weiter, auch wenn sie vielleicht einige Zeit nachts mit auf dem Schlafbaum sitzen!
"Der Rabenvogelbestand sei in den letzten 100 Jahren gleich geblieben. Die Elstern sollen nach dem 1. Weltkrieg etwas zugenommen haben. Der Grund war damals die Verstädterung in den 60er Jahren. Diese Zunahme hatte zum Glück keinerlei Auswirkung auf die Bestände gefährdeter Singvogelarten, weil diese in der Regel außerhalb der Siedlungen brüten und so "verschont" bleiben." Auszug aus einem Bericht des Komitee gegen den Vogelmord.
Die Elsternzahlen sind übrigens eh wieder rückläufig, auch ohne Bejagung.
Die Rabenkrähen nun in allen Revieren verstärkt zu bejagen ist für mich der falsche Ansatz und nicht mehr zeitgemäß. Klar, so ein freies Revier wird neu aufgeteilt und evtl. kommen mehr Rabenvögel als vorher. Es dürfen Vögel brüten, die es bei den gesunden und starken Revierinhabern nicht gedurft hätten ... Ist das vielleicht vom Killertrupp so gewollt?
Wildschweine im Maisfeld, Rehe im Kräutergarten, zerbissene Bäume möchte niemand. Froh bin ich, wenn sich ein Jäger die Mühe macht und stundenlang einem angefahrenen Wild nachsucht, um es von seinem Leid zu erlösen. Schluckimpfung der Füchse... Noch vieles kann man aufzählen, was unter Hege zu verstehen ist. So ein Jäger hat in seinem Revier viel zu tun!
Rabenkrähen ohne Not wie hier im Thema beschrieben abzuballern, kann und will ich jedoch nicht gut heißen!!!!!
Wir haben hier im Westerwald keine vom Aussterben bedrohten Vögel, die diesen massiven Beschuß der Rabenkrähen und Elstern rechtfertigen kann. Viele Landwirte habe ich angesprochen, etwas mehr Folie auf die Siloballen würde man rollen und es ist durch die Rabenkrähen kein Schaden mehr entstanden!!!!
Von Hundehaltern wurde mir auch berichtet, die ihre Hunde auf die Ballen springen lassen und es duldeten, wenn diese an den Ballen kratzen. Ratten und Mäuse schädigen ebenso.
Landwirte würden Jäger bitten, die Rabenvögel zu bejagen und loben die gelaufenen Aktionen.... Aha.
Nicht daß das jetzt jemand falsch versteht, unsere Landwirte und Bauern haben es in der EG wirklich nicht leicht!!!!
Sie sind gezwungen, das ganze Jahr mit ihren Traktoren und Maschinen auf den Feldern und Wiesen zu arbeiten. Das behindert jedoch massiv die Bodenbrüter. 3 bis 4 Schnitte Silo im Jahr und dann kommt Literweise Gülle. Da kommt kein Vogel mehr gesund aus dem Nest!
Nein, ich möchte nicht nur der Landwirtschaft die Schuld für den Rückgang der Bodenbrüter in die Schuhe schieben (hallo Frank). Da spielen noch viele Faktoren eine Rolle wie die Forstwirtschaft und die zunehmende Bebauung. Mein Opa hatte viele Felder, sein Bruder auch. Die waren durch Bäume und Hecken voneinander getrennt. Heute sind das riesige Flächen die in einem Zug bewirtschaftet werden...
Feiner ausgedrückt, fehlen einfach heute die kleinparzelligen Flächen, Streuobstwiesen, Brachflächen und Äcker, die in Fruchtfolgen bewirtschaftet werden. Die Monokulturen der riesigen Maisfelder laden keine Singvögel ein, um in ihnen zu brüten und zu leben.
Man kann aber was tun und gerade Jäger sind mit der Natur verbunden und schaffen Hecken, lassen vermehrt z. B. Weiß- und Rotdorn wachsen, damit im Schutz von diesen Gewächsen wieder Lebensräume für Singvögel geschaffen werden. Ganz davon abgesehen, daß im Schutz von diesen kein Rabenvogel Nester räubern kann.
Es gibt darüber viele Studien und die sind belegt. So hat man unter der Erde Kameras installiert und siehe da, die Nester der Bodenbrüter wurden nachts geräubert!
Höre jetzt mal auf und lasse Euch zu Wort kommen.
LG Andrea



73Danke
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). Da spielen noch viele Faktoren eine Rolle wie die Forstwirtschaft und die zunehmende Bebauung. Mein Opa hatte viele Felder, sein Bruder auch. Die waren durch Bäume und Hecken voneinander getrennt. Heute sind das riesige Flächen die in einem Zug bewirtschaftet werden...



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so habe ich es immer gemacht und bis jetzt darf hier nicht mehr geschossen werden ,ausserdem dürfen hier nur krähen geschossen werden wenn sie schaden anrichten ,eine belästigung reicht nicht aus , ich weiss natürlich nicht wie das in anderen bundesländern gehandhabt wird , saatkrähen stehen unter naturschutz weil es nur noch 300 paare gibt sie stehen auf der roten liste.ich habe einen reporter an der hand ihr könnt seine adresse in boulevard bünde herausfinden er hat mir sehr geholfen.



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