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Sind die Medien und die Wissenschaft eine Überlebenshilfe für die Rabenvögel?

Dies ist eine Diskussion über 'Sind die Medien und die Wissenschaft eine Überlebenshilfe für die Rabenvögel?' im Rabenvogel-Medien u. Sonstiges Forum. Teil der Rabenvögel Kategorie; Zitat von pipitas Link? MfG, pipitas Beide Kommentare sind jetzt drin,einfach nochmal die beiden Links aus dem Posting #5 anklicken ...

  1. #21
    Moderator Avatar von Gaby
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    Link?

    MfG,
    pipitas
    Beide Kommentare sind jetzt drin,einfach nochmal die beiden Links aus dem Posting #5 anklicken

    LG gaby
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  2. #22
    Branos
    Gast
    Ärger mit "mordierenden Krähen" ist auch kommendiert.

    Hat mich heute früh voll auf die Palme gebracht.
    War vielleicht nicht so gut - aber warum sollen wieder die Rabenkrähen die Verlierer sein.


    Gruß Klaus.

  3. #23
    Moderator Avatar von Gaby
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    Ich hab mich dem angeschlossen!!!

    Was heißt nicht so gut.......das ist gut geschrieben Klaus!

    LG gaby
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  4. #24
    Moderator Avatar von Gaby
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    Die Lerche singt nicht mehr | Regenwald Report

    Hier zum Beispiel warum rund um Hamburg angeführte Vogelpopulationen verschwinden

    Die Lerche singt nicht mehr

    Mit Biogasanlagen wollen unsere Politiker das Klima retten, ihre Betreiber werden mit hohen Vergütungen belohnt. Monokulturen aus Mais begraben nun die Lebensräume der Tiere und Pflanzen. Mit Klimaschutz hat das nichts zu tun – und die Artenvielfalt macht sich vom Acker

    Links: Im Kreis Steinburg in Schleswig- Holstein gibt es zwischen den Feldern noch Knicks und Bauminseln. Doch der Mais (vorn) breitet sich aus Rechts: Silomais in Monokultur im Norden von Hamburg – hier haben Ackervögel keine Chance. Auf dem Schild wirbt der Züchter für seine Sorte

    Hoch über dem Feld singt die Lerche, und auf dem feuchten Grasland suchen die Störche nach Fröschen. Kühe weiden auf Wiesen, die nach Sommer riechen, wo Pflanzen und Tiere eine artenreiche Lebensgemeinschaft bilden: Gräser und Blumen, Kiebitze, Hummeln, Regenwürmer, Laubfrösche, Zitronenfalter, Heupferde, Hasen und Igel.
    Das war früher.
    Jetzt verschwinden die Wiesen unter einem Meer aus Mais – zwei Meter hoch und oft bis zum Horizont. Keine Bauminseln oder Knicks, keine blühenden Säume trennen die Millionen Pflanzenstängel – nur Höfe für Massentierhaltung, gewaltige Silage-Berge und die Kuppeln der Biogasanlagen.
    Wie überdimensionierte Pilze schießen in unserer Ackerlandschaft die Biogasanlagen empor; immer schneller und immer größer. 4500 gab es 2009, in diesem Jahr sollen weitere 800 Anlagen ans Netz gehen, schätzt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR).
    Auslöser für diesen Boom ist das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG),vor allem seine beiden Novellen 2004und 2009. Das Gesetz wurde zur Jahrtausendwende von der rot-grünen Bundesregierung verabschiedet, um den Anteil der „alternativen“ Energien aus Sonne, Wind, Wasserkraft oder Biomasse zu erhöhen. Mit satten Vergütungen und Boni macht man den Kraftwerksbetreibern die Investitionen schmackhaft. So hat sich in den letzten zehn Jahren der Anteil der erneuerbaren Energien z.B. bei der Stromerzeugung mehr als verdoppelt.
    Biomasse gilt inzwischen als wichtigste erneuerbare Energiequelle. Heute deckt der Stoff aus Acker- und Forstwirtschaft in Form von Strom, Wärme oder Kraftstoffen sieben Prozent des Primärenergiebedarfs in Deutschland. Für den Anbau von Palmöl werden u.a. in Indonesien, Malaysia und Kolumbien die Regenwälder vernichtet: Millionen Hektar Ölpalmplantagen sollen die steigende Nachfrage nach Agroenergie in Deutschland und der EU befriedigen.
    Biogas aus heimischem Anbau zu nutzen, schien dagegen ein guter Weg, um die Energie lokal zu erzeugen. Denn in den Biogasanlagen lässt sich die Gülle aus der Massentierhaltung sinnvoll weiterverwerten, anstatt sie auf den Feldern und Wiesen zu entsorgen, wo sie enorm die Gewässer und Böden belastet. Und die Anlagen stehen direkt neben den Bauernhöfen, denen sie Strom und Wärme liefern sollen. Kleine,geschlossene Anlagen und kurze Wege – so die Ursprungsidee.
    Doch schnell stellte sich heraus, dass Gülle allein nicht ergiebig genug ist, um die deutschen Klimaschutzziele zu erreichen. Dafür braucht man hocheffiziente Energiepflanzen – und kam auf Mais als „Hoffnungsträger“. Um seinen Anbau zu forcieren, schuf die erste EEG-Novelle 2004 den NawaRo-Bonus, ein Bonus für nachwachsende Rohstoffe wie Silomais. Pro eingespeister Kilowattstunde bekamen die Landwirte mit kleinen und mittleren Biogasanlagen 6 Cent zusätzlich zur Grundvergütung. Die zweite Novelle 2009 erhöhte auf 7 Cent und setzte einen Güllebonus obendrauf. Der Startschuss für das Artensterben war gefallen.
    Denn dort, wo es Getreidefelder gab, Brachen, Weiden und Feuchtwiesen, dehnen sich rasant die Maismonokulturen aus; 530.000 Hektar waren es im letzten Jahr, bis zu 900.000 sollen es 2020 sein, prognostiziert das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung. Dann wäre, bildlich betrachtet, halb Sachsen mit Mais bepflanzt.
    Doch auf intensiv bewirtschafteten Maisfeldern, die gespritzt und gedüngt werden, können vor allem die Vögel nicht überleben. „Den Ackervögeln geht es schlecht“, sagt Dr. Krista Dziewiaty. Die Biologin hat im Auftrag des Bundesumweltministeriums die Auswirkungen der Bioenergie auf die Artenvielfalt in Deutschland erforscht – und Auswege aus dem Drama gesucht.

    In der Mais-Monokultur können Ackervögel nicht mehr brüten

    „Kiebitze, Braunkehlchen, Rebhuhn und alle anderen Arten, die ihre Nester im Schutz des Beikrauts auf dem Ackerboden bauen, haben keine Chance. Denn jedes Kraut stört das Maiswachstum und wird totgespritzt. Ohne Deckung aber wird das Gelege von Raubvögeln oder Füchsen geplündert.“ Der Bestand der Vogelarten, die auf landwirtschaftlich genutzten Flächen brüten, ist bereits seit 30 Jahren im Sinkflug. Auch deshalb, weil die Landwirte ihre Äcker immer häufiger zusammenlegen, vor allem in den neuen Bundesländern. Denn Knicks, blühende Wegränder und Bauminseln behindern die Maschinen. Doch das Grün würde immerhin die Lebensräume der Tiere vernetzen.
    „Unsere intensive Landwirtschaft als Ganzes ist ein Problem für die Artenvielfalt“, sagt eine Mitarbeiterin vom Bundesamt für Naturschutz (BfN), die nicht genannt werden möchte. „Die Energiepflanzen für Biogas haben das Problem nur verschärft – und durch die Vergütungen noch verschlimmert.“
    Der Biogas-Boom ist politisch gewollt, deshalb wird es den Landwirten leicht gemacht, an zusätzliche Anbauflächen für Energiepflanzen zu kommen: Seit 2007/2008 sind die Betriebe nicht mehr verpflichtet, Ackerflächen stillzulegen, und gleich im ersten Wirtschaftsjahr wurden landesweit 50 Prozent aller brachliegenden Flächen umgepflügt. „Damit geht dieses Land nicht nur als CO2-Senke verloren, sondern auch als Lebensraum“, sagt Krista Dziewiaty. „Insekten, Vögel und Säugetiere haben diese Brachen als ökologische Nischen genutzt und die blühenden Kräuter zur Nahrung und Deckung.“
    Dasselbe gilt für wertvolles Grünland, das Zug um Zug unter Maisäckern begraben oder für die Biogas-Silage intensiv genutzt wird. „Wenn die Wiesen drei- bis viermal im Jahr gemäht und nicht mehr beweidet werden, können Wiesenvögel nicht überleben.sagt auch Klaus Dürkop; der ehemalige Nabu-Präsident ist heute Landesnaturschutz-Beauftragter von Schleswig-Holstein. Mit den Weiden und Feuchtwiesen verschwinden auch die Störche. „200 Paare brüten bei uns in Schleswig-Holstein, früher sah man hier 3.000 bis 4.000.“ Naturschutz, meint Klaus Dürkop, brauche bäuerliche Kultur. „Was wir hier haben, hat mit Landwirtschaft nichts mehr zu tun – sie ist zu einem reinen Industriezweig geworden.“
    Immer größer werden die Biogasanlagen und immer öfter sind die Betreiber gar keine Landwirte mehr, sondern Investoren, die den Mais kaufen oder Äcker und Wiesen von den umliegenden Höfen pachten. So werden die Entfernungen zwischen Energiepflanze und Biogasanlage immer größer und die Pachtpreise haben sich durch die Nachfrage verdoppelt und verdreifacht. Milchbauern können sich eine Neupacht nicht mehr leisten. Und längst wachsen in Deutschland die Widerstände fast so schnell wie die Anlagen.

    Der Flächenbedarf für nachwachsende Rohstoffe betrug 2009 knapp zwei Millionen Hektar. Nach der Novellierung des EEG im Jahr 2004 war der Anstieg besonders dramatisch. Pflanzen für Biogas (Mais und Getreide) stehen nach Raps für Biodiesel an zweiter Stelle. Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe

    „Die EEG-Vergütungen müssen auf den Prüfstand, der NawaRo- Bonus muss gesenkt und an Naturschutzauflagen geknüpft werden,“ fordert die Mitarbeiterin vom BfN und fügt hinzu: „Mais ist kein Abfallprodukt wie Gülle oder Reststoffe aus der Landwirtschaft, sondern muss mit hohem Aufwand jedes Jahr neu angebaut, bewässert, mit Stickstoff und Herbiziden behandelt werden. Mais, auf extra dafür umgebrochenen Grünlandflächen für den Biomasseanbau hat mit Klimaschutz nicht mehr viel zu tun.“ Sie fordert deshalb unter anderem, dass ein Landwirt auf zehnProzent seiner Fläche der Natur den Vorrang lässt. Und das wäre nur ein erster Kompromiss.
    Doch wenn sogar die Feldlerche, die für uns immer ein „Allerweltsvogel“ war, heute auf der Roten Liste steht – haben wir dann noch Zeit für Kompromisse?

    Bedrohte Vogelarten: Eine Auswahl

    Das Rebhuhn
    in großer Not: Flurbereinigung und Maschinen zerstören Nahrung und Nester

    Die Feldlerche
    brütet auf Äckern und Wiesen. Ihr Bestand ist um bis zu 90 Prozent gesunken

    Der Weißstorch
    kann seine Jungen nicht mehr ernähren, wenn die Feuchtwiesen verschwinden

    Der Kiebitz
    braucht Dauergrünland für Nahrung und Nestbau. Er ist stark gefährdet
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  5. #25
    Branos
    Gast
    Zu Anfangzeiten der "Grünen Bewegung" wurde der Maisanbau bekämpft - inzwischen ist vieles grün abgestrichen und als umwelttauglich betitelt worden.

    Am einfachen Sparen und aufforsten der Wälder verdienen die "Alten Seilschaften" halt nichts.

    Es lebe das Wirtschaftswachstum, ...

    Gruß Klaus.

  6. #26
    Moderator
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    In dem zitierten Text von Posting 24 stecken leider ein paar journalistisch getrixte Unwahrheiten drin (woher stammt der?, bitte bei allen Zitaten die Quelle ordentlich nennen, sonst könnte das RF ernsthaften Stress mit dem Urheberrecht bekommen!).
    Mit Sicherheit ist der Anbau von energieliefernden Pflanzen in vielen Punkten zu kritisieren, aber.....
    Die Gegenüberstellung der beiden Fotos Krs. Steinburg und HH sind alles andere als seriös. Der Anbau von Energiepflanzen in SH hat nichts mit dem Verschwinden von Knicks zu tun. Knicks sind unsere am strengsten geschützten Biotope, die Landwirte dürfen es nicht wagen, auch nur einen halben Meter von den Knicks abzuzwacken und unter den Pflug zu nehmen. Dann bekommen sie einen Ärger mit den Naturschutzbehörden, den man seinen liebsten Feinden nicht wünschen würde. Wollen die Landwirte Energiepflanzen anbauen, so müssen sie sich dabei auf die Ackerflächen zwischen den Knicks beschränken. Es ist auch nicht so, dass dafür immer idyllisches Grünland umgebrochen wird, hierfür gelten ebenfalls strengste Auflagen. IdR werden heute Mais und Co dort angebaut, wo früher Weizen und Raps (ua auch zur Ölgewinnung) unter Verwendung von intensiven Anbaumethoden und heftigem Pestizideinsatz ausgesäat wurden.
    Der Vergleich früher Grünlandidylle heute Ökosteppe trifft so nicht zu. Ökosteppen hat es vor 30-40 Jahren zB im Krs. Hildesheim auch schon gegeben, das wusste noch kein Mensch was Biogas eigentlich sein soll.
    Ein pikantes Detail: ausgerechnet im Kreis Steinburg, wo es doch so schön sein soll, haben wir eine der höchsten AKW-Dichten Deutschlands nämlich Brockdorf (Krs. Steinburg), Brunsbüttel (Krs. Dithmarschen, direkt angrenzend) und Stade (Nds., ebenfalls direkt angrenzend). Also , wenn ich mir aussuchen dürfte, ob ich lieber neben dem einen oder anderen Feld Mais- und Rapsanbau und einer handvoll Biogasanlagen oder neben einem AKW und ein paar Weizenfeldern wohnen wollte, bräuchte ich nicht lange zu überlegen.
    Ich bin, wie schon erwähnt, absolut dafür, dass man die ganze Biogas-Sache kritisch begutachten sollte. Aber ich hasse indoktrinierende wirklichkeitsvernebelnde Berichterstattung wie die Pest.
    LG Saskia

  7. #27
    Supermoderatorin Avatar von Elstermama
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    Bei uns ist im letzten Jahr zum Schutz der Feldlerche ein Projekt gegründet worden.
    Jeder Landwirt, der da mitmacht, bekommt ein Schild, das er an den Feldrand stellen kann.

    Es geht darum, beim Ausbringen der Saat kurz auszusetzen, um so Fenster zu schaffen, wo Feldlerchen brüten können. Hoffe, das ist bei Euch allen auch eingeführt worden?

    Nach meiner Meinung haben alle Bodenbrüter auf bewirtschafteten Flächen fast keine Chance mehr, weil die heutigen Traktoren bei jedem Wetter und zu fast jeder Jahreszeit auf´s Feld fahren können und die Vogeleltern so keine Gelegenheit haben, die Brut großzuziehen.
    LG Andrea

  8. #28
    Moderator Avatar von Gaby
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    Opps...hab die Quelle nicht mit kopiert,sorry

    also hier

    Die Lerche singt nicht mehr | Regenwald Report
    "If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810

  9. #29
    Branos
    Gast
    Branos

    Durch die Abkopplung der Energie (z.B. Erdöl) von den nutzbaren Agrarflächen (Ackerflächen/Weide) konnte die Erdbevölkerung sich sprunghaft vermehren.

    Was wird dann wohl die Wieder-Verkopplung der Nahrungsmittelpreise an die Preise der fossilen Energie bewirken?

    Gruß Klaus.

  10. #30
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    Es wird, wenn überhaupt, eine Koppelung der Nahrungspreise an die Preise für NICHT fossile Energieträger geben, die wir auf den Ackerflächen produzieren. Wenn es zur langsamen Reduktion der Erdbevölkerung auf ein verträgliches Maß führt, natürlich nicht durch Krankheit und Tod sondern durch weniger Geburten, hätte ich nichts dagegen.
    Soviel Einsicht und Vernunft, einfach nicht mehr so viele Kinder in die Welt zu setzen, wenn Lebensraum und Nahrung knapp und teuer werden, traue ich der Menscheit im 3ten Jahrtausend schon zu. Da können der Papst und seine sämtlichen Nachfolger sich ruhig den Mund fusslig reden, irgendwann hört da doch keiner mehr hin.
    LG Saskia

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