Usutu - ein neuer Virus
Im Sommer 2001 wurde in Wien erstmals ein "Amselsterben" beobachtet.
Als Ursache entpuppte sich das aus Afrika stammende Usutu-Virus das nach dem gleichnamigen Fluss in Swaziland benannt ist.
Während die Anzahl der toten Amseln in Österreich zurück ging (2007 war kein Fall gemeldet) trat das Virus 2006 in der Schweiz auf.
Es wurde auch in Ungarn, Tschechien, Rumänien, Italien ...... nachgewiesen. In der Schweiz starben vor allem Amseln und Sperlinge. Auch mehrere Eulen im Zoo Zürich sind verstorben.
Schon 2001 starben im Tiergarten Schönbrunn 5 Bartkäuze an dem Virus.
Mittlerweile gehören zu den Opfern auch: Bartkäuze, Blaumeise, Kohlmeise, Singdrosseln, Kleiber
Dass das Virus bislang bei Menschen keine ernsthafte Erkrankung hervorruft wurde es nicht weiter beachtet. Nur in England ist man diesem Virus nachgegangen. Am Institut für Virologie und Umwelt-Mikrobiologie stellte man fest das sich der Erreger auf der Insel etabliert hat.
Da kranke Vögel sich verkriechen ist die Dunkelziffer wahrscheinlich höher als bisher angenommen.
Afrikanische Vögel sind immun gegen das Virus. Eingeschleppt wird es Höchstwahrscheinlich (ähnlich wie H5N1) durch Zugvögel oder Vogelimporte.
Bis zu den Todesfällen in Wien galt das Virus als harmlos.
Der Virus wird durch Stechmücken der Gattungen Cukex und Aedes übertragen.
Das Usutu-Virus ist eng mit dem Virus der Japanischen Encephalitis und des West-Nil-Fiebers verwandt. Mittlerweile ist sicher dass das Virus auch Säugetiere und wahrscheinlich auch Menschen befällt. Bisher treten beim Menschen nur leichte Symptome wie Fieber oder Hautausschläge auf.
Bei Vögeln endet diese Krankheit jedoch häufig tödlich.
Usutu gehört wie der Virus der Japanischen Encephalitis oder des West_Nil_Fiebers zur den Flavivirus zu denen u.a. auch der FSME und Gelbfieber Erreger gehören.
Das West_Nil_Virus (WNV) ist in der Vergangenheit vereinzelt in Südeuropa aufgetreten und hat sich seit 1999 in die USA rasant verbreitet.
Bisher wurden vom Usutu-Virus im Gegensatz zum WNV und der Japanischen Encephalitis noch keine Zoonose ausgelöst. Auch ist er noch nicht im Hausgeflügel nachgewiesen worden. WNV und Japanische Encephalitis verlaufen häufig tödlich.
Obwohl bisher noch keine Fälle bei Ziervögeln, Haustieren oder Menschen aufgetreten sind ist nicht auszuschließen dass das Virus ähnlich wie WNV, die Japanische Encephalitis oder H5N1 sich verändert und zur Zoonose wird. Viren warten oft mit unangenehmen Überraschungen auf.
Es gibt einen Aufruf von BirdLife alle toten Amseln oder Singvögel aufzusammeln und einzuschicken.
Eine Studie zeigte dass das Virus unterschiedliche Zellkulturen infizieren kann inklusive menschlicher Zellen.
Das Erscheinen von WNV in den USA (1999) und Usutu in zentral Europa (2000,2001) ist ein Anzeichen für die zukünftige Virusaktivität.
Der nächste durch Stechmücken übertragene Flavivirus der weit entfernt seines ursprünglichen Lebensraum auftritt kann hochpathogen für Menschen und Tiere sein.
Ich hoffe dass wir dieses Jahr mal einen strengen Winter bekommen (-10 - -20 Grad Celsius) damit den Mücken der Garaus gemacht wird.
Quellen:
http://www.nzz.ch/2006/08/25/vm/newzzERAB7OVM-12.html
http://www.netzeitung.de/wissenschaft/434930.html
http://www.tiermedizin.de/public/for...utu_amseln.htm
http://www.vetline.de/facharchiv/exo...db5adfc39f87ac
http://www.welt.de/print-wams/articl...ogelvirus.html
http://www.vu-wien.ac.at/i117/archiv/usutu/usutu.html
http://www.g-o.de/wissen-aktuell-5249-2006-08-28.html



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). Die Fledertiere fressen die Mücken in der Nacht, "meine" Mauersegler-Kolonie sorgt zumindest bis August am Tag für Dezimierung der Stechmücken.
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