dazu müsste man ihn bekommen; die Woge der Empörung ist hoch, seit der Artikel gestern in der Zeitung erschien. Viele Leute aus der näheren Fund- Umgebung haben angerufen und sich nach dem Vogel erkundigt. Ich hoffe, dass sich sowas ins Gedächnis der Leute einprägt, dass man so etwas einfach nicht machen kann, auch wenn einen das eine oder andere Tier mächtig tangiert.
Meine TA erzählte, dass sie schon viele Hauskatzen mit Schußverletzungen bekommen hatte, manchmal fiel so etwas erst auf, als eine Röntgenaufnahme fällig wurde. Man muß sich vorstellen, dass das Blei vom Geschoß dem kleinen Tierkörper überhaupt nicht guttut! Ich bin auch nicht immer glücklich, wenn Nachbars Miezen nachts auf den Volieren rumturnen und ich zigmal aufstehen muß, sie zu vertreiben. Aber mir würde es im Leben nicht einfallen, dem Tier deswegen etwas anzutun. Ich gebe zu, ich benutze schon mal den Wasserschlauch und einer ganz uneinsichtigen habe ich schon mal den Gartencloc nachgeschmissen (der dann auf der Voliere ganz oben landete und ich Schwierigkeiten hatte, ihn herunterzubekommen)
Elsternmama hat recht: ein Jäger hätte den Vogel vermutlich auch richtig getroffen, das war jemand, der so ein Luftgewehrschätzchen im Keller hortet und es nicht angemeldet hat, die Dinger sind nämlich waffenscheinpflichtig. Den Schuß hört man nicht, das ist ein verhältnismäßig leises Plopp, das in den Alltagsgeräuschen untergeht.
Viele Grüße
Angie



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