Gestern mussten wir unseren kleinen geliebten Chinchilla Pommel gehen lassen. Er hatte ein stolzes Alter von 17 Jahren. Er war seit mehr als einem Jahr zuckerkrank, letztes Jahr noch mussten wir ihm Insulin spritzen. Anfang diesen Jahres fing er an, sich immer wieder den Schwanz anzunagen, vermutlich als Folge des Juckreizes durch den Zucker. Wir haben uns jeden Tag liebevoll um ihn gekümmert, er wurde wieder fit, biss jedoch immer wieder in seinen Schwanz. Jeden Tag mussten wir ihn verbinden, was ihn aber am herumtollen nicht weiter störte. Der Schwanz heilte ab, der Verband blieb aber zum Schutz erstmal noch dran. Am Samstag bekam er wieder einen größeren Käfig, den er auch gerne annahm. Ich habe ihn tagsüber ohne Verband in seinem Käfig gelassen und immer wieder kontrolliert ob er beisst. Nichts dergleichen geschah. Er freute sich einfach nur über sein neues große Zuhause. Also probierten wir es auch, den Verband über Nacht abzulassen. Das stellte sich als großer Fehler heraus. Am Dienstag morgen dann der Schock, er hatte sich seinen Schwanz bis zum Knochen aufgebissen. Es sah schlimm aus. Gleich mit ihm zum Tierarzt. Antibiotika und Schmerzmittel. Er war nachmittags wahnsinnig erschöpft und schlief nur auf der Seite. Gestern mittag bekam er dann das nächste Mal Antibiotika, danach ging es ihm wieder schlechter. Er wurde wieder schlapp und hat nur geschlafen. Mein Mann fuhr nach der Arbeit gleich zum Tierarzt und holte ein Notfallmedikament. Das bekam er gespritzt, es half jedoch nicht mehr. Nach großem Leiden und vermutlich durch den Biss unsagbaren Schmerzen ist der Kleine eingeschlafen. Es tut mir so leid kleiner Pommel. Ich mache mir solche Vorwürfe, denn ich hätte es nicht versuchen sollen, Dich ohne Verband zu lassen. Da wo Du jetzt bist, geht es Dir hoffentlich gut und Du wartest vermutlich darauf, bis wir uns wieder sehen. Wir sind so unendlich traurig, warst Du doch nicht einfach ein Haustier, sondern ein fester Bestandteil unserer kleinen Familie. Wir lieben Dich und werden Dich nie vergessen.
In Trauer und großer Liebe
"Mama und Papa"
Carsten und Lucy
Steh nicht am Grab mit verweintem Gesicht,
ich bin da - ich schlafe nicht.
Ich bin im Wind, der weht über die See,
ich bin das Glitzern im weißem Schnee.
Ich bin die Sonne auf reifender Saat,
ich bin im Herbst in der goldenen Mahd.
Wenn Du erwachst im Morgenschein,
werde ich immer um Dich sein.
Bin im Kreisen der Vögel am Himmelszelt,
ich bin der Stern, der die Nacht erhellt.
Steh nicht am Grab in verzweifelter Not,
ich bin nicht da - ich bin nicht tot!
(Altes irisches Grabgedicht, Verfasser unbekannt.)



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