heute auf br-alpha um 20.15h:

Big Five Asien - Die Nashörner
Ein seltenes Java-Nashorn döst im Stehen. | Bild: BR/Wild on Screen Filmproduktion
heute, 01.05.2018
20:15 bis 21:00 Uhr

Video demnächst in der Mediathek verfügbar
ARD-alpha
Deutschland 2016

Rund 600.000 Nashörner lebten noch vor wenigen hundert Jahren in Asien. Die Zerstörung ihres Lebensraums und die Jagd auf das Horn haben sie an den Rand der Ausrottung gebracht. Leider tauchen die drei asiatischen Nashornarten in der öffentlichen Wahrnehmung meist nicht auf.

Da es kein einziges Java-Nashorn in irgendeinem Zoo oder Gehege der Welt gibt, sind Filmaufnahmen dieser extrem scheuen Tiere entsprechend selten. Das Filmteam hat sich auf eine 10-wöchige Expedition in den Ujung Kulon Nationalpark auf Java begeben, um gemeinsam mit dem Fährtensucher Sarian Aufnahmen von diesem extrem seltenen Tier zu bekommen.

Das Sumatra-Nashorn besitzt ein wolliges Haarkleid, zwei Hörner und ist stammesgeschichtlich die älteste Nashornart. Seit 18 Millionen Jahren streift es durch die Wälder. In vier kleinen Populationen, die weit voneinander entfernt und genetisch isoliert sind, leben höchstens noch 100 Sumatra-Nashörner. Die Gründe für den dramatischen Rückgang in den letzten Jahrzenten liegen im Abholzen und Abbrennen der Urwälder für Palmölplantagen und in der Wilderei, um das Horn der Nashörner zu erbeuten.
Das Filmteam hat sich im Way Kambas Nationalpark gemeinsam mit einer der bewaffneten Rhino Protection Units (Nashornschutzeinheiten) auf die Suche nach den letzten Sumatra-Nashörnern begeben und sie bei ihrem Kampf gegen die Wilderer begleitet.

Im Nordosten Indiens im Kaziranga Nationalpark lebt das Panzernashorn. Das Panzernashorn ist das häufigste der drei asiatischen Nashornarten. Es lebt nur noch im Nordosten Indiens und in geschützten Gebieten im Terai Nepals. Es ist die einzige Nashornart, deren Bestand wächst. Aktuell schätzt man den Bestand auf insgesamt etwa 3.800 Individuen. Das Panzernashorn ist im Gegensatz zum Java- und Sumatra-Nashorn äußerst angriffslustig und wenig scheu. Das bekam auch das Filmteam zu spüren.

Autor: Markus Schmidbauer
Kamera: Paul Hien
Redaktion: Bernd Strobel

quelle: br.de