rabenforum - Community Du betrachtest unsere Community derzeit als Gast und hast damit nur begrenzten Zugriff auf Diskussionen und Bereiche.
Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: krähen zweites mal brüten?

  1. #1
    Benutzer Avatar von gagak
    Registriert seit
    28.12.2015
    Geschlecht
    Weiblich
    Beiträge
    38

    krähen zweites mal brüten?

    Hat jemand Erfahrung/Beobachtungen gemacht?

    Mein 'Hauskrähen'-Paar, die ich fast immer täglich sehe, kommt seit Jahren zu mir ans Fenster (städtische Wohngegend), nehmen Futter aus der Hand, sind sehr zutraulich (aber trotzdem immer noch vorsichtig wie es sein soll!).
    Bis inkl 2016 wurden mir dann immer die Kinder zur gegebenen Zeit vorgestellt.
    Letztes Jahr ging die Brut aus mir unbekannten Gründen verloren.
    Dieses Jahr 12. Mai ein Riesen-gekrächze, mehrere Stunden lang, mitten in 'unserem' Revier. Ca. drei Dutzend Krähen kreisten und tobten in der Luft um den Wipfel eines hohen Nadelbaums, wo Mama+Papa vermutlich ihren Nest hatten. Hauptverdächtige: Eichhörnchen (laut Statistik die bei weitem häufigsten Singvogel-Nesträuber), Nebenverdächtige: Turmfalken oder Habicht, auch bei uns in Berlin zahlreich vertreten.

    Auf jeden Fall war es zu spät: die immense Nachfrage (bei mir am Fenstersims) nach Kinderfutter hörte schlagartig auf, Mama schimpfte und 'weinte' 3 Tage lang.

    Kaum 2 Wochen später beobachtete ich, wie sie mit Papa 'flirtete'. Nicht lange danach änderte sich ihr Verhalten am Fenster schlagartig: von äußerst zutraulich würde sie auf einmal super-scheu, Papa sollte sie schützen und füttern. So wie am Anfang der Brutzeit. Seitdem kommt sie selten und flüchtig, gestern konnte ich sehen, dass ihr Unterbauch sehr zerwühlt aussieht.

    Für einen zweiten Brutversuch wäre es reichlich spät, und soweit ich bisher gelesen habe, ist dies bei krähen auch gar nicht bekannt. Aber ich könnte wetten, sie MÖCHTE es auf jeden Fall wagen!

    Weiss jemand was zu diesem Thema?

    Danke im voraus für Antworten, und LG von mir und den Neblis
    An

  2. #2
    wenn die erste Brut zeitig verloren geht, kommt es meist zu einer Nachbrut

  3. #3
    Benutzer Avatar von gagak
    Registriert seit
    28.12.2015
    Geschlecht
    Weiblich
    Beiträge
    38
    Themenstarter
    Danke, Hexe Elstereule!

    Dann ist 'zeitig' evtl recht grosszügig zu interpretieren, denn Anfang Juni sind Kinder der angrenzenden Reviere hier schon auf dem Boden. Und bald danach allzuoft tot, denn die Leute denken nicht daran, ihre Katzen oder Hunde zu Hause oder an der Leine zu halten.
    Habe gelesen, spätere Gelege sind meistens etwas schneller fertig. Also kann ich hoffentlich ungefähr ab Mitte August mit dem neuen Nachwuchs rechnen.

    Papa tut ganz cool wie immer, aber in 2--3 Wochen dürfte ihn sein Futterbedarf verraten.
    Bin gespannt!

    LG von Berliner neblis und
    Gagak

  4. #4
    Benutzer
    Registriert seit
    22.10.2016
    Geschlecht
    Weiblich
    Beiträge
    51
    Hallo Gagak,
    was bietest Du Ihnen denn als Futter an?
    Ich bin immer auf der Suche, was schmecken könnte.
    Viele Grüße
    Alala
    P.S. Graugänse sollen eigentlich auch nur ein Gelege im Jahr bilden und unsere Gans hat nachgelegt.

  5. #5
    Benutzer Avatar von gagak
    Registriert seit
    28.12.2015
    Geschlecht
    Weiblich
    Beiträge
    38
    Themenstarter
    Hallo Alala


    und Danke für die Info. Ja, sagen auch andere, dass es gelegentlich zum 2. Brut kommt. Bin gespannt. Irgendwie gefällts mir, dass die Natur nicht immer das macht, was sie 'sollte'.


    Futter - möglichst variationsreich, naturbelassen, protein- und fettreich, und (von Krähe aus gesehen) von höchster Qualität! Nüsse gebe ich nicht während der Brutzeit, sonst (wie ich hier im Forum an anderer Stelle gelesen habe) Erstickungsgefahr für Vogelkinder. Sonst gerne Erdnüsse in der Schale (nicht zu alt, wg Pilz-Krankheiten/Aspergillose), versch Nüsse + Kerne, mal etwas Obst, ab+zu Essensreste wie Fisch, Hühnerfleisch oder Kartoffel, aber möglichst ohne Salz, gelegentlich Ei, entweder roh (wird genüsslich wie ein Aperitif aus einem Schälchen geschlürft) oder Teilstücke gekochtes Ei MIT Schale, die gerne auch mitgegessen wird (dafür kannste das Weisse hinterher wieder einsammeln, Seufz), mal Singvogelfutter wie getrocknete Insekte, Mehlwürmer, Grillen, aber sie finden lieber ihre eigene lebende Beute. Beo-perlen od. ähnl werden als geschenk nicht angenommen, dafür heimlich gestibitzt wenn ich nicht gucke. Kleine Hundeleckerlis wie Frolic sind begehrt, versuche ich aber auf gelegentliche Nutzung als 'Street-Food' zu beschränken. Rohes Fleisch - ab + zu Hühnerleber od. Rinderherz. Dauerbrenner ist Rinderhack, soll aber bitte die verpackte Sorte aus Kühltrühe sein, nicht das von der Frische-Theke. Beide Sorten stammen (zumindest in Deutschland) aus weitgehend identischen Quellen mit gleichen Qualitätsanförderungen, der Unterschied ist lediglich (aus Krähen-Sicht), dass die abgepackte Variante mehr Fett enthält, also mehr Energie und etwas 'haltbarer' zum Bunkern in Nachbars Blumenkasten.


    Zum Glück bin ich nicht Hauptnahrungsquelle für meine Krähenbekanntschaft, aber ich helfe gerne, denn nicht nur ist das Füttern natürlich für die Kommunikation förderlich, sondern ich sehe auch, dass es für städtische Revierkrähen nicht unbedingt leicht ist, genug geeignete Nahrung zu finden. Habe hier (Wohngegend, Bäume, Gärten und kleine Parks) schon Krähenkinder mit verkrüppelten Füssen gesehen, vermutl Rachitis.


    Bin kein Experte - an anderen Stellen im Forum gibt es gute Ratschläge von Leuten mit viel mehr Erfahrung; es lohnt sich, die Themen durchzustöbern!


    Viel spass mit den Krahs (und Graugans)!
    lg, Gagak

  6. #6
    Benutzer
    Registriert seit
    22.10.2016
    Geschlecht
    Weiblich
    Beiträge
    51
    Hallo Gagak, danke für die ausführliche Rückmeldung.
    Ich habe auch die Erfahrung gemacht, dass Wildvögel einen besonderen Qualitätsanspruch haben.
    Hier werden z.B. nur Rosinen in Bioqualität angenommen (Amsel) und Blaubeeren (Eichelhäher).

    Der absolute Renner sind immer noch Bienenlarven. Gefroren lassen sie sich gut halten und aufbrechen, ohne die zarte Larvenhaut zu zerreißen.
    Den großen lege ich ein Bruchstück hin und ausgepickt wird selbst.
    Daher kann ich nur empfehlen, sich bei Imkern nach Drohnenbrut zu erkundigen und für den Bedarf (Notfallfutter) einzufrieren.

  7. #7
    Benutzer Avatar von gagak
    Registriert seit
    28.12.2015
    Geschlecht
    Weiblich
    Beiträge
    38
    Themenstarter
    Hallo Alala

    das ist ein toller Tip - mir neu. Habe einen Erreichbaren Imker ausfindig gemacht, mal sehen, was sich machen lässt!

    LG, Gagak

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Lesezeichen

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •