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Thema: Rat für Ernährung und Auswilderung

  1. #1
    Trina
    Gast

    Rat für Ernährung und Auswilderung

    Hallo Alle,
    wir pflegen die letzten drei Wochen eine junge Nebelkrähe ( Ästling ) mit offener Halswunde ( 7 Stiche bei der TÄ ) und Wunde am Schenkel ( noch mal 1 Stich ), die vor unserem Haus in einem Winz-Dorf in der Uckermark lag und drei Tage nicht auf die Beine kam. Nach den ersten Tagen im Karton, dann in einer improvisierten Voliere draußen, tollt sie seit gut einer Woche munter über das Grundstück und übernachtet seit drei Nächten auch lieber in der Regenrinne.

    Eine der ansässigen Krähen sitzt seit einigen Tagen regelmäßig in der Nähe und krächzt, was unseren inzwischen wohl fehlgeprägten Schützling leider vollkommen kalt lässt. Was meint ihr, gibt es eine Chance, dass sich das Tier ohne Nachhilfe wieder den Wildkrähen anschließt ? Wir wissen nämlich nicht wie wir dem Vogel beibringen könnten, sich Nahrung selber zu suchen und ihn nach Berlin zu verfrachten, wo er von hier stammt und augenscheinlich jederzeit Gesellschaft haben könnte, kommt uns auch ein bisschen dämlich vor.

    Außerdem wüssten wir sooo gerne mit was wir dem Tierchen am Besten füttern. Der Nabu sagt etwas anderes als die Auffangstation sagt was anders als die freiwillige Wildvogelpflegerin mit 40 Jahren Erfahrung und alle sind immer ganz entsetzt über die Ernährungsempfehlung der jeweils anderen !
    Hilfe !
    Dann das Thema "Mineralien", auf dass keine brüchigen federn wachsen. Reicht die Eierschale, die wir mit in die Hackfleisch!!!Gemüse!!!Haferflockenbällchen mischen ?
    Fragen über Fragen.

    Ganz lieben Dank für die ein oder andere Antwort
    von Trina

  2. #2
    Neuer Benutzer
    Registriert seit
    12.02.2018
    Geschlecht
    Weiblich
    Beiträge
    12
    Warum fragst Du erst nach 3 Wochen in einem Fachforum nach, wie Du einen Rabenvogel ernähren musst? Das sind 3 Wochen Fehlernährung, die für einen Vogel in der Entwicklung nicht folgenlos bleiben. Und diese Folgen können bedeuten, dass der Vogel nicht ausgewildert werden kann in diesem Jahr, sondern weitere Monate in Menschenobhut bleiben muss, was seine Chancen auf eine Wildbahntauglichkeit noch weiter sinken lassen.

    Hackfleisch ist neben Hunde-/Katzenfutter das Übelste, was man einem Rabenvogel antun kann. Ein einziger Blick in ein Vogelbestimmungsbuch reicht um zu erfahren, was die für Rabenvögel arttypische Nahrung ist. Das ahmt man so perfekt wie möglich nach, um eine gesunde Gefieder-/Organ-/Skelettentwicklung zu gewährleisten.

    40 Jahre Vogelpflege sagen nichts über die Qualität der Arbeit aus, man kann 40 Jahre alles falsch machen. Die unterschiedlichen Aussagen, die Du erhalten hast, hätten Dich sofort alarmieren müssen. Artgerechte Vogelpflege ist teuer, anstatt sich zu beschränken auf eine Anzahl Tiere, die man finanzieren kann, werden mehr und mehr Vögel aufgenommen und diese dann mit Hundefutter von Aldi aufgezogen.

    Rabenvögel werden mit einer Vielfalt unterschiedlicher, hochwertiger Insekten aufgezogen, heimischem Obst und Beeren, ab Ästlingsphase zusätzlich mit Eintagsküken und Babymäusen. Pulverisierte Eierschale kann gegeben werden, reicht aber nicht aus. Ein Mineralienpräparat wie Korvimin ZVT ist unerlässlich.

    Dem Vogel ist es egal, woher er stammt. Wenn Du die Chance hast, ihn nach Berlin in eine professionelle Station und vor allem mit Rabenvogelgesellschaft zu bringen, dann hast Du die Pflicht dem Vogel gegenüber, diese Chance zu nutzen. Das Wohl Deines Pfleglings steht an oberster Stelle.

  3. #3
    Trina
    Gast
    "Korvimin ZVT ist unerlässlich" - danke für den Hinweis

  4. #4
    Super-Moderator Avatar von Sven
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    2
    User auf Wunsch gelöscht! Er hat sich anscheinend nur für Futter interessiert!


    Wichtig: Wenn ein Beitrag von mir auf 2 Arten verstanden werden kann und der Eine verletzt Dich, dann meine ich den Anderen


    Nach dem Motto;

    gestern standen wir am Abgrund - heute sind wir einen Schritt weiter.


    Die Menschheit können wir in zwei Teile dividieren. 50% lieben die Tiere. Die andere Hälfte hat als einzige Beziehung zur Fauna die Milben in ihrer Matratze.


    Erfahrung ist eine gute Sache. Leider macht man sie erst kurz nachdem man sie gebraucht hätte!

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