Hallo Zusammen!
Ich bin Michael und wohne in einem kleinen Dorf nahe bei Köln. Als Kind hatten wir in meinem Heimatdorf eine zahme Krähe, die auf Rufen angeflogen kam und dann mit mir (auf ihre Art) spielte. Ich war sehr traurig als sie eines Tages nicht mehr gekommen und und habe mich damals zu trösten versucht, dass sie sicherlich mit den anderen Krähen weiter gezogen ist. Vögel stehen bei mir eigentlich nicht sehr hoch in der Gunste (Kanarienvögel, Wellensittiche etc), aber wenn.......dann muß es ein großer Vogel (Rabe, Möwe....sein).
Umso mehr habe ich mich wie ein Schneekönig gefreut, dass mir vor ca. 3 Wochen eine zahme Elster zugeflogen ist. Sie war direkt zutraulich und sitzt auf meiner Schulter und "krault" mein Ohr. Gleichfalls gibt sie leichte zwitschernde Geräusche von sich und ist überhaupt nicht aggressiv und kommt automatisch, wenn sie mich im Garten oder auf der Dachterrasse entdeckt. Sie mag gerne Käse (Gauda) und versteck alles, was sie nicht direkt fressen kann oder will. Stöckchen ziehen oder mit einer leeren Rolle Toilettenpapier zu spielen, macht ihr richtig Spaß. Sie versteckt leinere Blätter auch an mir (Kragen und Hosenbeine) und freut sich sichtlich, mich zu sehen. Ich habe schon zwei weitere Elstern in Ihrer Umgebung entdeckt, die aber nicht zahm sind und habe gelesen, dass Elstern in Schlafkolonien übernachten. Ich vermute, dass es hier auch so der Fall ist. Es scheint sich hier auch um ein Jungtier zu handeln, da der Schwanz noch nicht wirklich ausgewachsen ist. Tagsüber geht der Vogel seiner Wege und kommt mich nur alle paar Stunden besuchen.
Also das Tier ist mir schon ans Herz gewachsen und wir haben sichtlich viel Spaß.
Jetzt kommt aber leider mein Problem!
So zahm wie sie mir gegenüber ist, so aggressiv ist sie gegenüber meiner Lebenspartnerin. Sie attackiert sie regelrecht, obwohl wir versucht haben sie mit Käse zu bestechen. Gestern hat sie dann meine Lebensgefährtin ins Gesicht gehakt und es ist eine 3cm lange offene Wunde (ich würde Kratzer dazu sagen) geblieben. Sie hat jetzt natürlich Angst vor dem Vogel und traut sich nicht mehr vor die Türe wenn der Vogel in Reichweite ist. Gleichzeitig habe ich eine kleine Tochter (7 Jahre), die heute aus ihrem Urlaub zurück kommt. Ich weiß nicht, wie der Vogel auf sie reagiert und möchte natürlich nicht das Risiko eingehen, dass auch sie vom Vogel angegriffen wird.
Habe ich in meinem Verhalten etwas falsch gemacht und was könnte ich tun, dass alle sich aneinander gewöhnen? Ich weiß das Raben und Elstern sehr intelligent sind. Könnte man sie (bis zu einem gewissen Grad) sogar erziehen?
Über ein Feedback & Rat von Euch würde ich mich sehr freuen!
Viele Grüße & bis bald
Michael



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