Eines der vielen Ofper dieses ewigen Winters und 6wöchigen Dauerfrostes ist unlängst eine ältere Steinmarderfähe geworden. Sie hatte versucht, sich mit letzer Kraft durch eine Katzenklappe in die Wohnung einer älteren Dame zu retten. Von dort bekamen wir dann einen aufgeregten Anruf, und mein Mann hat die Fähe dort eingesammelt. Sie war völlig abgemagert, hatte unzählige eitrige Wunden am Kopf und sogar einen durchgebissenen Unterschenkelknochen. Die Einbisse sahen nach einem Kampf mit Artgenossen (wahrscheinlich um ein kleines Stückchen Beute) aus. Nach der Erstversorgung hatte sie sich zunächst ein wenig berappelt, wurde munterer und fraß gierig Mäuse und Küken. Nach vier Tagen mussten wir den Kampf um ihr Leben leider aufgeben. Am infizierten Knochen hatte sich trotz intensiver konservativer Behandlung ein Gangrän (Wundbrand) gebildet, und wir hätten die Marderin , wenn überhaupt, nur mit einer Beinamputation retten können. So etwas wäre aber sicherlich falsch verstandene Tierliebe gewesen, wir haben sie daher einschläfern müssen. Ich habe in diesem Extremwinter ja schon viele Pflegetiere verloren, weil die meisten so geschwächt hier abgegeben wurden, dass sie innerhalb von 10 min. an Hunger und Unterkühlung gestorben sind.
Die Geschichte mit der Fähe hat mir ganz aber besonders zugesetzt, denn Marderartige sind meine absoluten Lieblingspflegetiere. Die mag ich noch lieber als Raben, Eulen und Greifvögel.
Traurige Grüße Saskia



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Eines der vielen Ofper dieses ewigen Winters und 6wöchigen Dauerfrostes ist unlängst eine ältere Steinmarderfähe geworden. Sie hatte versucht, sich mit letzer Kraft durch eine Katzenklappe in die Wohnung einer älteren Dame zu retten. Von dort bekamen wir dann einen aufgeregten Anruf, und mein Mann hat die Fähe dort eingesammelt. Sie war völlig abgemagert, hatte unzählige eitrige Wunden am Kopf und sogar einen durchgebissenen Unterschenkelknochen. Die Einbisse sahen nach einem Kampf mit Artgenossen (wahrscheinlich um ein kleines Stückchen Beute) aus. Nach der Erstversorgung hatte sie sich zunächst ein wenig berappelt, wurde munterer und fraß gierig Mäuse und Küken. Nach vier Tagen mussten wir den Kampf um ihr Leben leider aufgeben. Am infizierten Knochen hatte sich trotz intensiver konservativer Behandlung ein Gangrän (Wundbrand) gebildet, und wir hätten die Marderin , wenn überhaupt, nur mit einer Beinamputation retten können. So etwas wäre aber sicherlich falsch verstandene Tierliebe gewesen, wir haben sie daher einschläfern müssen. Ich habe in diesem Extremwinter ja schon viele Pflegetiere verloren, weil die meisten so geschwächt hier abgegeben wurden, dass sie innerhalb von 10 min. an Hunger und Unterkühlung gestorben sind.



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