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Wolf mit Auto gehetzt und überfahren

Dies ist eine Diskussion über 'Wolf mit Auto gehetzt und überfahren' im Wildtiere & Raubtiere Forum. Teil der Andere Tierarten & Sonstiges Kategorie; Wow, da sist ja toll! Das freut mich für euch! Hier in Niedersachsen werden sie immer rechtzeitig von Jägern mit ...

  1. #11
    Forenamsel Avatar von Felidae
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    Wow, da sist ja toll! Das freut mich für euch!
    Hier in Niedersachsen werden sie immer rechtzeitig von Jägern mit Hunden verwechselt, als dass sie hier Fuß fassen könnten.

    [...]"Der Mensch hätte sich keine blutrünstige Bestie als Haustier genommen." (Auszug Frankenpost)
    Naja, das ist auch nur halb richtig. ^^
    Der Wolf hat sich selbst domestiziert. Als Menschen sesshaft wurden und Abfälle auf Haufen im Wald schmissen, lockte das Wölfe an. Die größten Fleischabfallbrocken bekamen die Wölfe die sich nahe an die Menschen rantrauten, die die Abfälle auf die Müllhalde warfen. Diese überlebten eher, bekamen mehr Junge und konnten sich durchsetzen.
    Gefundene Jungtiere konnten erfolgreich auf den Menschen geprägt und zu eigenen Zwecken verwendet werden (Bewachen der Siedlung, Jagd), was bei echten wilden Wölfen nur bis zur Geschlechtsreife funktioniert.
    Naja, so hab ich es gelernt. Aber vielleicht gibt es dazu auch schon wieder neue Erkenntnisse.
    "Wir beherrschen die Natur,
    bevor wir gelernt haben uns selbst zu beherrschen...
    "
    -Albert Schweitzer


    Manche Tiere kommen nur deshalb in menschliche Obhut, weil sie nicht schnell genug weglaufen können...

  2. #12
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    Du scheinst Dich wirklich gut auszukennen mit diesem Thema, für mich wirklich interessant. Ich bin schon drauf angesprochen worden, ob denn jetzt im Frühjahr meine Schafe wieder auf die Weide dürfen, nachdem hier ein Wolf sein Unwesen treibt.
    Ich habe ehrlich gesagt keine Angst um meine Tiere. Sollten sich die Wölfe hier heimisch fühlen und bleiben, stell ich einfach die Esel mit auf die Schafkoppel. Ich habe gelesen, daß Esel sehr gute Bewacher von Schafen sind.
    Nachdem Du soviel weißt, kannst Du mir vielleicht sagen, ob das stimmt?

  3. #13
    Moderator Avatar von Gaby
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    Das mit den Eseln kann ich bestätigen,hab ich mehrfach gehört und gelesen ( hab weder Schafe noch Esel )

    hier mal eine interessante Seite

    Vom Wolf zum Hund - die Domestikation

    und hier Herdenschutz

    LfL - Tierzucht - Herdenschutz

    LG gaby
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  4. #14
    Forenamsel Avatar von Felidae
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    Na, da lag ich schon ziemlich richtig, mit der Domestikationsbeschreibung, aber die Erklärung in dem Artikel ist weitaus besser verständlich. :D

    Vielen Dank auch für den Link über den Herdenschutz!
    Diese Zäune aus gelbem Stromnetz mit Qadratmaschen + einem weiteren gut erkennbaren Band etwas weiter darüber soll, nach Aussage der Wildtierbiologin des Wolfcenters Dörverden, Alcatraz für Wölfe darstellen. Also extrem sicher. Auch wenn es bereits einen Fall gab, indem es ein Wolf hindurch geschafft hat.
    Auch die Herdenschutzhunde sollen super Beschützer sein! Nicht nur gegen Wölfe, sondern auch gegen Viehdiebe. Es gibt sogar Herdenschutzhunde, die es mit Bären aufnehmen (zB. der Kangal).
    Ich habe aber auch nicht gewusst, dass Herdenschutzhunde sich so gut mit Hütehunden vertragen. Wieder was gelernt! =)
    Diese Lappenmethode ist mir suspekt. Schließlich kommt der Spruch "der ist mir durch die Lappen gegangen" genau daher!

    Das Problem bei einer eingesperrten Herde ist...naja...das sie eingesperrt ist. ^^
    Wölfe töten immer so viel sie können, da sie nicht wissen, man sie das nächste mal etwas bekommen. So verfahren auch viele andere Wildtiere wie zB. Marder. Auch Eichhönchen würden sich totsammeln, wenn sie einen Riesenhaufen Nüsse finden (Jeder der mal Eichis aufgezogen oder ein Streifi zuhause hat, weiß das xD).
    In der Natur gibt es so eine Situation nicht, in der die Beute in Massen auf dem Präsentierteller liegt. Ein Tier wird gerissen, der Rest der Herde flieht.
    Bei eingesperrten Schafen kommt es bei Wolfsangriffen daher zu regelrechten Massakern, die natürlich klasse Bilder für die BLÖD abgeben.

    Ob Esel gute Bewacher sind, habe ich noch nicht gehört. Was machen die denn? Warnrufe oder wie?

    LG Felidae
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    bevor wir gelernt haben uns selbst zu beherrschen...
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    -Albert Schweitzer


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  5. #15
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    Danke für die Auskunft, das mit dem Herdenschutzhund hab ich mir auch schon mal überlegt, aber das kommt eher gar nicht in Frage, weil der ja dann immer bei der Herde bleiben muß. Ich weiß das ist seine Aufgabe und Herdenschutzhunde sind dafür gezüchtet und fühlen sich wohl dabei, aber ich hätte ein unangenahmes Gefühl wenn mein Hund immer draußen wär.
    Meine Esel treiben alles von der Koppel, was nicht dazu gehört, sogar die Nachbarskatzen. Die mögen einfach keine Hunde oder Katzen. Ich habe mal beobachtet wie meine Eselstute einen Fuchs auf der Koppel gejagt hat. Der ärmste hat ganz schön laufen müssen. Die Esel greifen zuerst mit den Zähnen an, sie drohen und fauchen wie Katzen. Verschwindet der Angegriffene nicht sofort, wird er mit den Hufen traktiert.
    Ich bin mir nur nicht sicher, ob sie das auch in der Schafherde machen, auf der Pferdekoppel sind sie die Chefs, und beschützen ihre Herde.

  6. #16
    Forenamsel Avatar von Felidae
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    Wow, wusste gar nicht, dass Eles ein so kämpferisches Herz haben!

    Vielleicht könnest du deine Schafe bei einem Hirten in der Umgebung dazusetzen (markieren nicht vergessen. :P) oder das Land bezahlt dir einen Wolfsschutzzaun. Müssten die ja eigentlich machen, wenn die schon für Risse in der Herde finanziell aufkommen...?
    In Sachsen machen sie das, aber ich weiß nicht, wie es bei euch aussieht.
    Weiß da jemand mehr drüber?
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  7. #17
    Moderator Avatar von Hexe Elstereule
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    wir haben hier in der Gegend einen Schäfer, der grundsätzlich Esel bei der Herde hat. Meine TA kennt den und erzählte mir, dass er die angeschafft hat, nachdem Hunde in die Herde eingebrochen sind - zum x-ten Mal! Seit die Esel dabei sind, gibt es keine Wildereien mehr.
    LG
    Angie

  8. #18
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    Zu einem anderen Schäfer kommt nicht in Frage. Ich habe keine "normalen" Schafe. Fast nur Flaschenaufzucht, und alle total zutraulich und verschmust. Die wüßten mit der Behandlung, wie sie bei Schäfern normal ist gar nichts anzufangen. Und ein Schäfer mit Hund, würde sie sowieso nicht nehmen. Ein befreundeter Schäfer hat mir mal gesagt, "Deine Viecher machen den besten Hund kaputt". Ich hab kein Schaf das sich treiben läßt, vor allen Dingen nicht von Hunden, kennen sie nicht. Und für 15 Schafe krieg ich mit Sicherheit keinen Wolfsschutzzaun.
    Wobei ich ja schon erwähnt habe, ich hab keine Angst, das Fichtelgebirge ist sehr wildreich. Die Wölfe werden nicht hungern und so nah an die Dörfer kommen.

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