Am selben Tag, als ich den Jungschwan aus der Salze geborgen habe. Ich war gerade aus meinen Nassen Klamotten geschlüpft, und wärmte mich etwas am Kamin auf, als es klingelte und der nächste Patient schon da stand. Passanten haben einen Bussard auf einem Grabstein sitzend, total entkräftet mit den bloßen Händen aufnehmen können. In dem Karton, den man mir brachte, befand sich also ein ziemlich runter runtergehungerter, junger Mäusebussard. Den Bussard „Arminius“ wärmte ich mit meinen heißen Handtüchern erstmal auf und versorgte ihn mit Traubenzucker-Wasser. Unser Tierarzt verabreichte ihm dann noch ein Antibiotikum und Mittel gegen Lungenwürmer. Bei Raubvögeln, die so runtergehungert sind, ist das oftmals eine schwierige Sache mit der Ernährung, noch dazu wenn sie zu schwach zum fressen sind. Da gilt die Regel – weniger ist mehr. Selbst einen Raubvogel kann man mit Nutribird wieder anfüttern. Bei starken Verhungerungs*symptomen gehen oft Leberschäden mit einher. Es gelingt nicht immer sie da „abzuholen“. Arminius Augen waren allerdings noch klar und er erholte sich ziemlich schnell. Um den Verdauungsaparat nicht allzusehr zu belasten füttere ich solche Tiere mit Hühner und Putenfleisch – das ist leichter bekömmlich, als wie ihnen gleich eine zerhackte Maus anzubieten. Am 7. Tag (1.3.2009) ließ er sich von mir nicht mehr per Hand füttern und in solchen Fällen können die Patienten dann auch schon wieder raus in die Freiheit. Arminius fliegt wieder.
LG
Roger



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Danke für die wunderschönen Bilder und die kleine Geschichte 
schaften

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