ich wusste bis anhin nicht, dass es bei uns in der schweiz "misshandelte greifvögel" gibt. jetzt bin ich schlauer und interessiert.
Thurgauer Zeitung Online - Geheilte Greifvgel wieder in Not
Dies ist eine Diskussion über 'zeitungsbericht über station für misshandelte greifvögel' im Wildvogel-Medien u. Sonstiges Forum. Teil der Allgemeine Wildvogelarten & Sonstiges Kategorie; ich wusste bis anhin nicht, dass es bei uns in der schweiz "misshandelte greifvögel" gibt. jetzt bin ich schlauer und ...
ich wusste bis anhin nicht, dass es bei uns in der schweiz "misshandelte greifvögel" gibt. jetzt bin ich schlauer und interessiert.
Thurgauer Zeitung Online - Geheilte Greifvgel wieder in Not
schön das es solche Stationen gibt...und traurig das sie ohne Geld vor dem Aus stehen...wie so viele andere
"If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810
Nee, Gaby, tut mir leid, aber das ist keine "schöne" Station. Ein einziger Bliclk auf den Teil der Voliere, der im Bildhintergrund zu sehen ist, und ich weiß, dass die von Greifvogelhaltung Nichts verstehen.
Diese rührseelige Geschichte, die der Journalist sich da zusammengereimt hat, macht das auch nicht besser.
Es ist für die Vögel vielleicht wirklich besser, wenn die bei der Versteigerung an verschiedene neue Besitzer abgegeben werden, die fachkundig sind und sich diese schweineteure Haltung leisten können. Dieser Station fehlt ja jetzt schon das nötige Kleingeld und "verwittwete Lebenspartnerin von einem verstorbenen Greifvogelliebhaber" ist ja jetzt nicht so die absolute Qualifikation.
Das Sozialverhalten der Taggreifvögel richtet sich , wenn überhaupt, mit wenigen Ausnahmen ausschließlich auf ihren Geschlechtspartner oder auf den Vogelpfleger. Die meiste Zeit sind die einfach nur für sich allein. Das beudeutet also auch keine Verlustängste, falls die 8 Vögel auseinandergerissen werden.
LG Saskia
Also mich machte an dem Foto nur stutzig, daß der Adler so knatschzahm da sitzt und sich mit der nackten Hand streicheln läßt ... Das mag doch kein Greif und es ist nicht professionell oder?
Da ich von Greifen keine Ahnung habe und die Station nicht kenne, hab ich mir Auskünfte eingeholt und die sind niederschmetternd. Ich vertraue diesem Urteil. Danach ist man in Fachkreisen Saskia´s Meinung und es wird für die Vögel gut sein, wenn sie neue Heimstätten finden.
Die Sache mit dem Bildhintergrund dürftest Du uns gerne erklären Saskia. Ich seh da nur Wildwuchs bis zum Draht?
LG Andrea
warum leid Saskia, wenn es stimmt ,hast du mehr als Recht und es hört sich ja so an ,wenn auch Drea diesselben Infos hat wie du.
Ich hab ebenfalls null Ahnung was Greifvögel angeht.
LG gaby
"If men had wings and bore black feathers, few of them would be clever enough to be crows" Rev. Henry Beecher 1810
Ich wollte hier noch ganz kurz schildern, was an dieser Voliere falsch ist, weil Andrea mich darum gebeten hat.
Traumatisierte Greifvögel und Rekonvaleszenten gehören grundsätzlich in Vokieren mit geschlossenen Seitenwänden und Dachverdrahtung, damit die sich stressfrei erholen können. Die haben ganz andere Haltungsbedürfnisse als Rabenvögel. Was da auf dem Bild abgebildet ist, sind Schauvolieren für menschliche Gaffer.
Es gibt auch Greifvogelstationen, die Seitenwandverdrahtung haben, und trotzdem vernünftig geführt werden. Da müssen dann einige besondere Dinge beachtet werden, ich möchte aber dazu nicht so sehr ins Detail gehen.
Greifvögel gehören einfach unmittelbar nach Erstversorgung in qualifizierte Hände. Wenn man so einen Vogel abgibt, kann es aber nicht schaden, nachzusehen, ob die geschlossene Volieren haben oder nicht.
LG Saskia
Vielen Dank Saskia!
Das alles kann man natürlich nicht ahnen, wenn man den Artikel liest ...
Hab kürzlich eine Voliere für einen Sakerfalken und einen Seeadler gesehen, da ist an der offenen Seite kein Draht, sondern runde Holzstäbe von oben nach unten. Diese drehen sich bei Berührung und es gibt keinen Federbruch mehr. Die Fütterung erfolgt seitlich und für die Vögel nicht sichtbar, daß sie die Hand nicht mit Futter in Verbindung bringen.
Das ist wohl üblich bei Greifen?
LG Andrea
ich hab ja nicht gesagt, dass ich die aktuelle situation toll finde.ich bin nur sehr erstaunt, dass irgendwelche leute, trotz der krassen gesetze, einfach so diese schönen tiere misshandeln dürfen! ich persönlich war auch erstaunt, dass der greifvogel so da sass als, sei er ein huhn. in meiner region ist das eine anlaufstelle, neben der qualifizierten an der deutschen grenze, für greifvögel... ich finde, dass hier ein nachholbedarf besteht! nichts ist trauriger als ein stolzer greifvogel, der unglücklich in gefangenschaft lebt.
aber ich finde die berichterstattung in der regionalen presse schon mal gut. ein anfang!
Das ist ja gerade einer der Punkte, die Insider als Anlass zur Kritik gesehen haben. Diese ganze Misshandlungsgeschichte scheint frei erfunden zu sein, und diente wohl nur dazu potentiellen Spendern die Geldbörse locker zu machen und sich damit den Luxus der teuren privaten Greifvogelhaltung mitfinanzieren zu lassen. Meine Infos diesbezüglich sind aus dritter Hand und daher unter Vorbehalt, ich halte sie aber für sehr glaubwürdig. Wer schon mal versucht haben sollte, einen Steinadler zu misshandeln, wird das sicher bestätigen......
Bis zur endgültigen Klärung der Sachlage kann ich daher nur empfehlen, dort keinen Greifvogel abzugeben und auch nichts zu spenden.
LG Saskia
Alle Vögel sind in die Konkursmasse gefallen und daher nun unter den gesetzlichen Bestimmungen der Schweiz zu erwerben. Vielleicht haben sie auch schon ein neues Zuhause gefunden.
LG Andrea
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