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Seltene Krankheit?

cwf

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In diesem Winter schauen zum ersten Mal Krähen an meiner Futter- und Wasserstelle am Fensterbrett vorbei, die nicht zum Revier gehören. Sie sind scheu und erhaschen nur im Vorbeiflug etwas. Heute landete ein Vogel, bei dem man schon im Anflug sehen konnte, dass mit seinen Beinen etwas nicht stimmt. Sie waren viel zu hell. Er landete kurz und flog gleich wieder weg. Da ich zufällig eine Kamera in der Hand hielt, machte ich eine Aufnahme, die leider unscharf geriet.

Aber man kann erkennen, was ich auch mit bloßem Auge sah: die schwarzen Schuppen an den Beinen vom Federansatz bis zu den Krallen sind irgendwie weggefault, die Beine sehen aus, als seien sie abgenagt, oder als sei der Vogel in ein Säurebad gefallen. Man kann die Knochen sehen. Kann mir jemand sagen, was dazu geführt hat? Ist das vielleicht eine seltene Krankheit, und wenn ja, was könnte man tun, sofern der Vogel nochmal vorbeischaut?

Danke für jeden Hinweis!

 

Hexe Elstereule

Bekanntes Mitglied
Moderator
vermutlich Kalkbeinmilben, das juckt und die Tiere knabbern daran rum. Ist heilbar - aber nur mit Medikamenten und täglicher Beinpflege mit Öl oder spezieller Salbe. Kann auch das Gesicht befallen. Kommt im Vogelreich häufiger vor. Papillomen schließe ich aus, dafür hätten Wucherungen sein müssen. Genaue Diagnose kann man aber erst stellen, wenn man das Tier untersuchen könnte.
 

cwf

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  • Themenstarter Themenstarter
  • #3
oh je, der arme Vogel. Danke für Deine Diagnose!

Anders als bei der Krähendame mit dem gebrochenen Fuß, die halbwegs zahm ist, habe ich bei diesem Vogel keine Chance, ihn einzufangen. Ich vermute mal, er wird wieder kommen, weil er erfolgreich an Futter gelangt ist. Könnte man denn ihm helfen, wenn man generell Futter mit einem Medikament gegen die Milben auslegt? Würde das Medikament den gesunden Vögeln schaden? Und: können die Milben auch auf die anderen Vögel übertragen werden?
 

Hexe Elstereule

Bekanntes Mitglied
Moderator
Das Medikament muss in den Nacken geträufelt werden und die Behandlung muss je nachdem mehrfach wiederholt werden. Zudem sollte man die Beine einsalben. Meist bekommt man in dieser Kombi die Milben quitt. Wenn er mehr zutraulich wird, kann man versuchen in einzufangen. Du bräuchtest eine Trittfalle. Also eine Art großer Käfig mit einer großen Klappe und einem Auslöser, wenn der Vogel sich auf einen Ast drin setzt, dass die Klappe zuschlägt. Kann man selber bauen, bist doch Physiker, oder hab ich das falsch in Erinnerung? Dann kann man den Vogel in Behandlung geben und nach der Heilung wieder freilassen. Kann man auch ins offene Fenster stellen, da fällt das Teil nicht runter. Anfänglich die Falle nicht scharf machen, sondern nur drin füttern. Eigentlich sind solche Fallen auch genehmigungspflichtig. Du könntest also Ärger beim Benutzen bekommen oder du dackelst zu deiner Naturschutzbehörde, zeigst die Fotos von den Vögeln und bittest um eine Ausnahme. Ich hatte mal sowas, das hatte ich verliehen um ein verletzten Vogel einzufangen. In der Nacht gabs einen Sturm und ein Baum hat Kleinholz aus der Falle gemacht.
So, jetzt rutsch mal gut und mach Dir erst morgen wieder Gedanken!
 

Alala

Neues Mitglied
Hallo cwf, wenn Du wegen der Beinverletzung mit einem TA in Kontakt bist, dann frage doch mal, ob man Kalkbeine bei Raben mit Ballistol behandeln kann. Von alleine werden die Milben nicht weggehen. Die Tropfen für den Nacken sind auch sehr giftig. Restrisiko fürs Leben gibts so oder so.
Aber bitte vorher Fachmann/frau fragen!
Ich nutze Ballistol gegen Kalkbeine bei meinen alten Hühnerdamen, die dürfen hier leben bleiben, auch wenn sie keine Eier mehr legen. Das Mittel wirkt, bedeutet aber auch, dass vereinzelt Schuppen sich lösen und das Bein punktuell offen aussieht, da dieser Rabe kaum noch erkennbare Schuppen hat, könnten kleine Wunden entstehen. Allerdings ist jetzt Winter und die Infektionsgefahr ist geringer. Milben können sich im Nest und beim Brüten auf den Nachwuchs übertragen.

Ballistol-Animal als Lotion ist verträglicher, aber das Spray gibt es mit einem Mini-Röhrchen (angeklebt an der Seite) zum Einstecken für die Sprühöffnung, da kommt ein Sprüh-Strahl bis zu 80 cm weit heraus und trifft das Bein mit ganz wenig Druck.
Ich sprühe so die Hühner auf der Sitzstange an und muss sie nicht fangen, das könnte auf einem Fensterbrett auch funktionierten.
Ballistol sollte jeder Tierfachmarkt haben oder bei Raiffeisen oder Landhandel, ca 5-7 € die kleine Dose.
Jetzt grübel ich noch, ob ich meine zwei Raben rein hole oder draußen lasse ... hoffentlich ist die Knallerei bald vorbei.
Jedenfalls ist es hier neblig, das dämpft etwas die Geräusche.
Gutes Gelingen! Danke, dass Du dich so gut kümmerst!
Mein Lieblingsspruch: Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will. (Albert Schweitzer)
 

cwf

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Premium User
  • Themenstarter Themenstarter
  • #6
Vielen Dank für Euer Feedback und die vielen sehr hilfreichen Tipps, liebe Angie und Alala! Ja, für einen Physiker sollte die Trittfalle bastelbar sein (sind Dein Mann und Dein Sohn nicht auch Physiker? Und wie geht es eigentlich Krähenmann Jakob?). Bis die arme Milben-Krähe soweit ist, dass sie in die Falle geht, dürfte allerdings viel Zeit vergehen. Vorher werden andere Individuen der Krähenbande die Falle genau untersucht haben, allen voran der selbstbewusste Kronprinz, der kaum eine Scheu hat und auch schon mal auf den Heizkörper unterhalb des Fensters gestiegen ist, um von dort einen besseren Blick zu haben auf das, was sonst noch so im Zimmer zu ergattern wäre. Wenn ein rangniedrigerer Vogel, wie die Milben-Krähe, sich am Fenster aufhält, wird sie sofort verjagt, weil sie nicht zum Revier gehört. Vor ihr nehmen bestimmt fünf andere Krähen ihre Revierhoheit in Anspruch. Das wird also richtig schwierig, sich mit der Milben-Krähe anzufreunden.

Alala, die Sprühvariante ist interessant, vielen Dank für diese Hinweise. Vermutlich darf das Gesicht vom Strahl nicht getroffen werden. Der Vogel wird wohl gleich wegfliegen, sobald man sprüht. Aber vielleicht ist das die einzig realisierbare Variante, die aber vorher viel Trockenübung erfordert. Ich werde schauen, wo ich Ballistol besorgen könnte.

Übrigens hat mich die sehr gute Tierärztin Dr. Reball gestern (an Silvester) um 17 Uhr angerufen. Ich hatte ihr die Fotos von Kronprinzessins Fuß per Mail geschickt. Leider sagt sie, dass sie aufgrund von Fotos keine Medikamente verschreiben möchte. Sie müsste das Tier erst untersuchen, ebenso die Krähe mit den Milben, von der ich am Telefon erzählte. Sie empfahl eine Kontaktaufnahme mit dem Münchner Taubenverein, weil dieser Erfahrung beim Fangen von (verletzten) Tauben habe und über entsprechende Gerätschaften verfüge. Es wäre natürlich das Beste, wenn die Krähe mit den abgenagten Beinen zu ihr in Behandlung käme. Der gebrochene Fuß der anderen Krähe wird vielleicht von alleine wieder, das meinte die Tierärztin auch.

Zunächst aber werde ich schauen, ob die Milben befallene Krähe überhaupt wieder auftaucht. Heute waren zwar zwei, drei Krähen zu sehen, die sich aber kaum zum Fenster trauten. Man merkt, dass ihnen die Silversternacht in den Knöchelchen sitzt. Von den mir bekannten Krähen ist noch keiner gekommen. Hoffentlich beruhigen sie sich in den nächsten Tagen wieder.

Wie erging es Euren Vögeln an Silvester? Der Albert-Schweitzer-Spruch ist übrigens gut!
 

Krächzilein

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Man müsste - wenn man den Milben-Krah fangen würde - auch erst einmal klären, wo man ihn vorübergehend lässt, um ihn zu pflegen, dass er geheilt werden kann. Du kannst ihn dann kaum für längere Zeit in Deiner Wohnung behandeln. Papa-Krah, Mama-Krah samt Sohn Kronprinz und seine Prinzessin würden austicken, und Milli - der vermutlich schon ein älterer Krah ist (wer weiß, vielleicht sogar der abgedankte oder vertriebene Ex-Revier-König) - würde seine Karton-Residenz zu Papierschnipseln verarbeiten. Und im schlimmsten Fall Dich auch noch mit den Milben infizieren.

Hmmm.....ich denke, man könnte vielleicht Herrn Schelle fragen....jetzt im Winter wird seine Krähen-Voliere wohl frei sein.....dann müsste er allerdings seine Auswilderungsklappe schließen, denn ein alter sturmerprobter Krah würde sie schnell finden. Oder bei der "Gewerkschaft für Tiere". Die Volieren-Käfige meiner Nachbarin, Frau Walser, sind nur für das vorübergehende Aufpäppeln von flugunfähigen Krähenbabys geeignet, aber nicht für einen erfahrenen Flieger und alten Haudegen-Krah.
 
Zuletzt bearbeitet:

cwf

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  • #8
Ich wäre glücklich, wenn wir schon soweit wären, vor diesem Problem zu stehen. Ich fürchte, es wird soweit nicht kommen. Milli (ich bleib jetzt mal bei diesem Namen ;-) ) ist keine Krähe aus dem Revier. Sie hatte Glück, vor drei Tagen etwas zu ergattern. Heute waren wieder alle der Reihe nach da, sie fehlte. Wenn die Krähen der Meinung sind, jemand gehört hier nicht her, sind sie gnadenlos. Da schießt eine Krähe mit voller Wucht seitlich in den Flug der anderen, beide taumeln dann zu Boden. Es sieht spektakulär aus, ist aber sicher für die Kontrahenten unangenehm und gefährlich. Falls Milli überhaupt nochmal auftaucht, könnte man ihr Vertrauen nur gewinnen, wenn sie weiß, dass auf sie Leckereien am Fensterbrett warten. Die Revierkrähen müssten dafür "überfüttert" werden, damit sie beschäftigt sind, das überzählige Futter im Acker zu vergraben. Dann bliebe Milli am Fensterbrett einige Sekunden Zeit, bevor die anderen mit ihren erdigen Schnabeln wieder Schlange stehen. Irgendwie sehe ich nicht, dass der Plan gut funktionieren könnte, von der Frage abgesehen, ob eine "Überfütterung" von Krähen auf Dauer sinnvoll ist und von der Nachbarschaft toleriert würde. Trotzdem würde ich alles tun, um Milli zu helfen. Das Schicksal, sich selbt zu verstümmeln, weil der Juckreiz durch die Parasiten so enorm ist, muss grausam sein.
Immerhin scheint es Kronprinzessin besser zu gehen, sie humpelt zwar stark, belastet aber ihr Bein inzwischen. Sie weiß, dass sie von mir Hilfe bekommt, und hat notgedrungen ihr Vertrauen soweit gesteigert, dass sie das kleingeschnittene Futter aus der Hand nimmt, was nötig ist, um andere Krähen abzuhalten.
 

Alala

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Ein Vogel mit Milben hat zwar einen unangenehmen Juckreiz und fühlt sich behindert, ich habe bisher aber nicht erlebt, dass diese sich deshalb selbstzerfleischen, irgendwann kommt es zu einer Blutvergiftung, d.h. sie trauern, plustern sich auf und sterben am Fieber, durch Hunger und an Schwäche oder werden vorher durch einen Greifvogel geholt, aber Selbstzerstörung durch Milben kenne ich nicht. Jetzt im Winter sollten auch diese Milben weniger aktiv sein, kritisch wird es im Frühjahr, wenn die Milben explosionsartig aktiv werden.
Das Ballistol wirkt als Öl, dringt in die Schuppen ein und erstickt die Milben.
 

Krächzilein

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@ cwf: Beruhigend, dass wenigstens die anderen Krahs einschließlich Kronprinzessin wieder da sind. Und dass sie Dir aus der Hand isst. Milli (;-))wird wohl kaum regelmäßig auftauchen dürfen, auch wenn er noch lebt und gut durch die Silvester-Nacht gekommen ist, da kann man nichts machen. Vielleicht dürfen sie ja in dem jetzt schon etwas größeren Baum vor Deinem Fenster brüten, und die Eltern vorm Tengelmann. Wäre allerdings ungewöhnlich.

Die übrige Krah-Familie - außer Mama-Krah - isst Dir aber doch auch aus der Hand, nicht nur die Prinzessin, oder? Nur die anderen Kinder nicht.
 

cwf

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  • Themenstarter Themenstarter
  • #11
Milli tauchte bis jetzt kein zweites Mal auf. Unwahrscheinlich, dass man ihn nochmal sehen wird, geschweige denn ihn einfangen kann. Sehr traurig. Er wird irgendwo einsam sich die Beinschuppen wegrupfen.

Ich kann natürlich auch nicht immer gucken, aber wenn das innere Fenster geöffnet ist, und damit den Vögel das Signal gegeben wird, dass es etwas zu essen gibt, kommen alle vorbei. Heute wie gestern. Die meisten erhaschen im Vorbeiflug einen Happen, das Kronprinzenpaar allerdings lässt sich die Futterstückchen in den Schnabel schieben, die Eltern auch. Manchmal stehen sie zu dritt nebeneinander. Die Mutter weicht immer ein paar Schritte zurück. Natürlich wäre es besser, wenn alle scheu wären, aber die Krähen sind ja schlau und wissen, wem sie trauen können. Immerhin konnte der Beinbruch durch die Futterversorgung mehr oder weniger in Ruhe heilen. Heute sah die Stelle schon viel besser aus, und die junge Dame geht schon auf zwei Beinen, wenngleich sie noch humpelt.
 

Krächzilein

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genau, das machen sie nur bei Dir und nicht bei Fremden, auch nicht bei solchen, die sie füttern. Von mir würde nicht einmal Vater-Krah was aus der Hand nehmen. Ich war schon glücklich, wenn ich ihn aus 2m Abstand beim Fressen beobachten durfte, als ich vertretungsweise mal Deine Krahs gefüttert habe.
 

cwf

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  • #13
Milli zeigt sich jetzt öfters. Dabei ist es mir gelungen, bessere Fotos (unten) seiner kranken Beine zu machen. Ich kann mich ihm leider nur auf vielleicht zwei Meter nähern. Und er kommt nur, wenn alle anderen schon was haben und ihm den Futterplatz nicht streitig machen. Wird schwierig, seine Beine zu besprühen. Da muss er erst noch mehr Vertrauen gewinnen, damit ich näher ran kann. Vorausgesetzt, es sind Milben. Vielleicht könnt Ihr nochmal einen Blick auf seine Beine werfen.



 

Alala

Neues Mitglied
Ich tippe immer noch auf Milben.
Der rote Bereich im oberen Bereich der Schuppen seiht nach Abheilen aus, d.h. die befallenen Schuppen haben sich gelöst.
Unten der "verkalkte" Bereich ist noch heftig befallen.
Solange es kalt ist, vermehren sich die Milben nicht/kaum und sie sind lichtscheu.
Deshalb vermute ich keine Ansteckungsrisiko auf der Futterbank.
Die Übertragung der Milben passiert z.B. beim Brüten im Horst. Also beim längeren Sitzen neben befallenem hölzernem Nistmaterial, von Vogel direkt zu Vogel eher weniger.
Bei Volierenvögel wandern die Milben über die hölzernen Sitzstangen - in der Nacht.
 

cwf

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  • Themenstarter Themenstarter
  • #16
Danke Euch! Können denn die Milben auf Menschen überhaupt übertragen werden? Danke für Deine Frage, Krächzilein!
Ich habe das zweite Bild oben gegen ein anderes, das nicht verwackelt ist, ausgetauscht. Das sieht alles wirklich übel aus. Ohne Hilfe wird der Vogel wohl nicht geheilt, denke ich, denn wie sollte er die Milben los werden. Womöglich steckt er auch die anderen Krähen an. Ich werde also versuchen sein Vertrauen zu gewinnen, und ihn dann irgendwie einsprühen. Man hat wohl nur einen Versuch. Danach kommt er bestimmt nicht wieder.
Danke für die erneute Diagnose, Alala!
 

Krächzilein

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Hat der Vogel eigentlich keinen Partner? Vielleicht ist er ein weibliches Krah, denn der Vogel muss ja länger auf einem Platz sein, dass er mit den Milben in Kontakt kommt. Und das geschieht z.B. beim Brüten, oder als Jungkrah.
 

Alala

Neues Mitglied
Es gibt bestimmt verschiedene Vogelmilben ssp, wahrscheinlich sind bei den Hühnern die größten.
Aber keine Sorge, selbst wenn mal eine Vogel-Milbe bei Dir auf der Haut krabbeln sollte,
kann sie Dir nicht schaden/nicht saugen und kann sich auch nicht in der Wohnung halten.
Höchstens spürt man mal eine Berührung - aber das wird Dir nicht passieren, außer Du trägst den Vogel mit beiden Händen oder untersuchst das Gefieder mit den Fingern.
Das geht mir nur so, wenn ich im Hochsommer den Hühnerstall ausmiste, dann spüre ich die Krabbler durchaus, aber nach dem Duschen ist alles weg. Ich versuche mit Wasser und Flammen die Vermehrung im Stall zu stoppen, da ich gegen Gifteinsatz bin.
Die menschliche Haut ist zu dick zum Einbohren. Die Milben suchen in den Beinschuppen nur Schutz und Deckung, ihre Saugzüge sind nachts auf der feinen Vogelhaut unter den Federansätzen.

Ich glaube auch nicht, dass die Milli durch das Ölspray dauerhaft vertreiben lässt. Ich würde nur nicht bei jedem Besuch versuchen zu sprayen, damit sie Futter und Spray nicht zwingend verbindet.

Vogelzecken sind für den Menschen bedenklicher, aber auch deutlich größer und leicht zu erkennen.
Taubenzecken haben mich aber nie davon abgehalten ihnen zu helfen.
 

cwf

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  • #19
Super, vielen Dank für die Infos!
Milli sehe ich immer nur ganz kurz, weil ich gleich zur Kamera haste. Aber ich glaube, es ist eher eine junge Krähendame. Befreundet ist sie nicht, in der Rasselbande ist nur das Kronprinzenpaar miteinander befreundet (und natürlich die Eltern).
Interessant, dass sich die Milben in den Schuppen nur verstecken und an den Federansätzen saugen. Das heißt aber wahrscheinlich auch, dass so ein Vogel die Milben nie ganz loskriegen wird, oder? Und Ballistol tötet die Milben nicht direkt ab, ist vor allem ein Pflegemittel, aber das hat der Vogel sowieso dringend nötig.
Ich versuche nochmal die Tierärztin zu fragen, obwohl sie mir bei unserem Silvestertelefonat schon sagte, dass sie aufgrund von Bildern weder eine Diagnose stellen möchte noch ein Medikament verschreiben will. Ich müsste den Vogel vorbeibringen, aber ihn zu fangen ist wohl aussichtslos, er ist einer von zehn und muss sich gemäß seiner Rangordnung ganz hinten in der Reihe anstellen (er ist wohl ein Zugereister, und wird von den anderen im Revier nicht geduldet).
Vielleicht gewinnen kranke Vögel aber schneller das Vertrauen zu Menschen, weil sie sich irgendwie Hilfe erhoffen. Diesen Eindruck zumindest hatte ich bei der kleinen Kronprinzessin, die wegen ihres gebrochenen Beines kaum gehen konnte und voller Vertrauen aus der Hand aß.
 

Alala

Neues Mitglied
Und Ballistol tötet die Milben nicht direkt ab, ist vor allem ein Pflegemittel, . .
Doch, die Milben ersticken unter dem Ölfilm.
Was auch hilft ist Algenkalk (gemahlene Algen, gibt es als Kalkdünger zu kaufen).
Das Algenmehl ist so kantig-kristallin, dass die Milbenhaut bei Kontakt aufreißt. Sitzstangen kann man damit bestäuben oder ein Fussbad (altes Kuchenblech, gefüllt zum Durchlaufen, nicht zum Baden wegen den Atemwegen) anbieten, aber das wird auf der Fensterbank nicht funktionieren.
 
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