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Flugunfähigen Jungvogel gefunden

Elmer Fudd

Neues Mitglied
Am vorletzten Sonntage haben wir auf unserem Grundstück im Außenbereich eine junge Rabenkrähe aufgegriffen. Am vergangenen Montag ging es damit zu einem Fachtierarzt. Der hat das volle Programm gestartet. Lausfliegen gekillt, Federlinger gemeuchelt und die Krähe danach geröntgt. Auffälligkeiten waren nicht zu erkennen. Keine Brüche, keine Quetschungen, keine Fremdkörper im Tier (Bleischrote oder ähnliches). Nach einer Woche Beobachtung in einem Katzentransportkäfig bei täglichem Wechsel des Heues und der Zewatücher unter der Heuschicht haben wir corvus corone dann in einen vor einigen Jahren für ein Eichhörnchen gebauten Auswilderungskäfig hinter dem Haus direkt am Waldrand umgesiedelt. Wir haben für Rückzugs und Klettermöglichkeiten sowie für Startrampfen für Flugübungen gesorgt. Datenschützer mal weghören/ab hier nicht mehr weiterlesen: der Bursche wird dauerhaft mit einer Wildkamera überwacht. Die Aufnahmen sind interessant. Er versucht sich im Anfliegen der unteren Äste des kleinen Baumes, den wir hineingestellt haben, klettert wie ein Papagei auf den Ästen herum, aber so richtig fliegen klappt nicht. Das haben wir mit Ringeltauben auch schon anders erlebt. Interessant ist übrigens die Wahl der Nachtruhe: Zwischen 22.20 und 04.44 keine Bewegung. Dann kurzes Aufwachen, danach von 04.51 bis 08.41 wieder Bettruhe.

Beim Futter ist er auch wählerisch: Gehacktes vom Rind und Tartar geht immer, zerbröseltes gekochtes Ei auch, mit einem kompletten Ei aus dem Taubenschlag vermag er wohl nichts anzufangen, Taubenfutter interessiert ihn auch nicht (eventuell mal Silage vom Nachbarn versuchen, für das Zeug hacken die ja sogar die Folie kaputt), Katzenfutter von Aldi wird auch gerne genommen. Nüsse und Obst werden verschmäht.

Auffällig bei den Bewegungen ist, dass der Stoß (Schwanzfedern) teilweise leicht schräg gestellt werden.

Auf den Beinen ist der Vogel auch ein wenig ungelenk.

Bei den Flügeln hat man den Eindruck, als wenn da der letzte Rest Kraft fehlt, aber der Vogel dabei ist, zu üben.

Interessant bei den Nachtaufnahmen war auch, dass, obwohl sich die Voliere im Wald befindet, sich die üblichen Verdächtigen, nämlich Fuchs, Steinmarder, Dachs und Wiesel nicht blicken lassen.
 

Elmer Fudd

Neues Mitglied
  • Themenstarter Themenstarter
  • #2
Nachdem bisher niemand offenbar eine Idee hatte, hier noch ein paar Zusatzinfos. Mit der Wildkamera konnte ich festhalten, dass er regelmäßig Wasser aus einer großen Schüssel schöpft/trinkt. Mit dem Fliegen, wenn man es so nennen kann, klappt es ein wenig besser. Rennen tut er wie ein Emu. Und Futter nimmt er auch auf.
 

Alala

Neues Mitglied
Hallo Elmer,
wie groß ist denn die Voliere? Also eher länglich oder eher hoch (Hubschrauber-Flüge)?
Auch Vögel sind individuell und manch einer braucht einfach länger.
Wisst Ihr, warum der Rabe zum "Fundvogel" wurde?
Evtl liegt auch eine Gehirnerschütterung vor oder etwas anderes, was auf den Gleichgewichtssinn wirkt.
Hauptsache er bewegt sich überhaupt und trainiert die Muskeln.
 

Elmer Fudd

Neues Mitglied
  • Themenstarter Themenstarter
  • #4
Die Voliere ist ca. 2 m hoch und 2 m lang, dabei ca. 1,20 breit. Ich werde zum Wochenende hin eine größere bauen. Wir haben nicht die leiseste Ahnung, was ihn aus der Spur gebracht hat. Eventuell leicht von einem Auto touchiert oder von einem Moped oder Fahrrad. Vielleicht auch von einem Raubtier/Beutegreifer kurz gepackt, aber dann wieder losgelassen. Wobei jedoch keine Verletzungen festzustellen waren. Zu erkennen sind auf jeden Fall Fortschritte. Wir hatten ihn zuvor eine knappe Woche unter direkter Beobachtung in einer größeren Katzentransportbox. Er hat sich zwar greifen lassen, aber natürlich nur widerwillig, wenn ich den Korb gereinigt habe. Für diesen kurzen Zeitraum hatte ich ihn in einer anderen Transportbox untergebracht. Ein Auswilderungsversuch nach der ersten Woche an der Fundstelle ist gescheitert, weil er nicht mal ansatzweise vom Boden abhob. Ich habe ihn mir dann wieder geschnappt und ihn wieder ins Haus genommen.

Die Sache mit der möglichen Gehirnerschütterung ist ein guter Tipp.
 

Hexe Elstereule

Bekanntes Mitglied
Moderator
wie sehen die Flügel/Stoßfedern aus, ganz schwarz oder mit weißem Anteil? Gibst Du Calcium und andere Spurenelemente mit Vitaminen, z.B Korvimin oder Nekton I? Vit B Komplex könnte helfen, wenn es eine nervliche Sache ist. Würmer und andere Endoparasiten betätigen sich oft als Vitaminräuber. Wurde Kotprobe gemacht? Ist oft sehr aufschlussreich. Katzenfutter ist nicht ganz ideal, besser sind Insekten wie größere Heimchen, Wachsmottenlarven usw, später auch lebende Insekten. Heimische Früchte aus dem Garten sind prima Vitaminlieferanten. Sind die Beine schön gerade oder eventuell etwas rachitisch. Ungelenkheit kann neben einer zentralnervösen Störung auch eine Fehlstellung der Beine sein. Meist wirken die zuerst kraftlos, manchmal kann man sehen, dass die Wadenbeine (oberhalb vom "Knick") etwas o-beinig gekrümmt sind.
Zum Fliegenlernen sollte die Voliere wenigstens 4-5m lang sein und 2m breit. Jeweils nur an den Stirnseiten Sitzgelegenheiten wie Äste anbringen, dann wird der kleine schwarze gezwungen sein, sich mehr zu bewegen.
 

Alala

Neues Mitglied
Elmer, das sind Rabenkleinkinder, die Größe täuscht nur eine Reife vor, die nicht gegeben ist.
Sind die Augen noch bläulich? Das ist auch ein Zeichen von Unreife.
2m Landebahn (oder Startbahn) ist viel zu kurz.

Ich setzte Jungvögel abends auf den höchsten Punkt und warte, ab wann sie sich selbst trauen herunter zu kommen.
Runter ist viel einfacher als rauf, auch für das Selbstwertgefühl des kleinen Fliegers.
Dann müssen die Sitzgelegenheiten ein freies Schlagen/Flattern der Flügel auch nach oben erlauben. Auch hier täuscht man sich gerne in der Größe der Schwingen.

Wie Elstereule haben auch wir die Sitzstangen an den Stirnseiten und mindestens an einer direkt noch eine wesentlich tiefer (so dass wir unter den oberen drunter und bei der unteren noch drüber steigen können.
Dann kann man einen breiten Mattenstreifen als Kotfang auf den Boden legen, um diesen bequem außerhalb reinigen zu können. Und oben auf die Voliere kommen abgesäfte Äste als Schatten und Blickschutz.
War die Unterbringung für das Eichhörnchen im Schatten?
Vögel brauchen ein Sonnenbad und Schatten zum Abkühlen und ein tägliches Wassrbad, dafür sind xxl-Pflanztopfuntersetzer ganz nützlich.

Und noch ein Tipp, Grillen schmecken meist besser als Heimchen, riechen nicht so muffig und stressen mich nicht so, wenn mal welche entweichen. Heimchen sind sowas wie mini-Kakerlaken. Äpfel schneide in quer zum Gehäuse auf, dann liegen die Kerne besser frei.
Pfirsich und Aprikosen werden auch angenommen, ansonsten ausprobieren.
Dann mögen wir alle die Beoperlen, die Federträger für den Geschmack und ich, weil man diese gut abends frisch einweichen kann, für das erste Morgenmahl, wenn ich noch nicht wach bin und diese nicht ansäuern, bis ich mit Frühstück komme.
Rohe Eier werden besser angenommen, wenn man sie öffnet und das Eiklar ablaufen lässt.
Viel Glück!
 
Zuletzt bearbeitet:

Elmer Fudd

Neues Mitglied
  • Themenstarter Themenstarter
  • #7
Vielen Dank für die reichhaltigen Tipps. Der Eichhörnchenkäfig liegt fast total im Schatten. Anders war es damals nicht zu machen. Beim Neubau eines anderen Käfigs werde ich die Tipps vor allem mit den Sitzgelegenheiten berücksichtigen.
Als Wasserspender, eventuell auch um zu baden, habe ich ein etwas flacheres, ehemaliges, aber komplett gereinigtes Katzenklo genommen. Leider hat er wohl noch nicht gebadet, so wie Tauben das machen. Eventuell fehlt ihm aber auch das Vorbild.
Die Augen haben noch einen leicht blauen Farbton.

Die Federn sind insgesamt schwarz. Weiße oder helle Stellen sind nicht zu entdecken. Eine Kotprobe hat der Tierarzt nicht genommen. Das hatte mich hinterher ein wenig gewundert. Eventuell hat er aufgrund seiner Erfahrung schon an den Kotresten den Befall von Endoparasiten ausschließen können.

Die Beine sind gerade. Auf den Filmaufnahmen ist jedoch zu sehen, dass er beim Versuch, sich auf den Rand des Wasserbehältes zu setzen, die hintere Kralle des rechten Fußes nicht knicken und damit den Rand der Wanne umfassen kann während das links kein Problem darstellt.
 

WildHealth

Neues Mitglied
Kannst Du die Aufnahmen auf YouTube hochladen, damit man die Situation mit den Fuß besser beurteilen kann?

Zum Baden: Katzenclo ist völlig ok, der Wasserstand muss recht flach sein, maximale Höhe 2 cm, sonst gehen die Vögel eher nicht rein.
 

Elmer Fudd

Neues Mitglied
  • Themenstarter Themenstarter
  • #9
Alles klar, an der Wassertiefe muss ich noch mal arbeiten. Ich dachte, die würden wohl auch bzw. vor allem in etwas tieferes Wasser gehen, so wie Tauben. Das wird heute geändert. Mal sehen, wie es mit dem Hochladen des Videos klappt. Fotos kann man hier offenbar nicht anhängen bzw. hochladen?

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Scheint geklappt zu haben:


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In der Aufnahme kann man sehen, dass die hintere Kralle des rechten Fußes den Beckenrand nicht umfassen kann, was mit der linken Kralle sehr wohl gelingt.

Off topic: Bin gerade auf die Galerie gestoßen. Wie kann man dort Fotos hochladen? Ich konnte leider keine Gebrauchsanleitung finden.
 

WildHealth

Neues Mitglied
Ich vermute, dass die Hinterkralle gebrochen ist. Du schreibst in Deinem Eingangsbeitrag, dass der Schwanz oft schräggestellt ist, damit gleicht die Krähe die Balance aus, die ihr durch die Behinderung des einen Fußes fehlt. Wenn die Zehe wirklich gebrochen ist, schont sie den Fuß, weil er bei bestimmten Bewegungen oder wenn etwas gegen die Kralle stößt, schmerzt. Wenn Du auf einem Bein hüpfen musst, nutzt Du auch Deine Arme, um das Gleichgewicht zu halten. Der Vogel macht das mit dem Stoß, so wie er das auch im Flug macht, um die Richtung zu ändern etc.

Tauben -zumindest die, die mir vertraut sind, gehen nie in tiefes Wasser. Im Katzenklobadebecken Deiner Krähe könnte die ja tauchen, hälfte bis zweidrittel des Wassers würde ich ausgießen.
 

Gaby

Bekanntes Mitglied
Moderator
Premium User
Mein Tip...Tierarzt und Röntgen lassen...alles andere ist Spekulation
 

Elmer Fudd

Neues Mitglied
  • Themenstarter Themenstarter
  • #12
Während ich nun dabei bin, eine größere Rabiere zu bauen, macht sich der neue Mieter ganz gut. In dem an sich zu kleinen Käfig fliegt er jetzt schon richtige kleine Runden. Als Futter hat er sich auf Katzenfutter von Aldi und Beoperlen spezialisiert.

Spannend wird in den nächsten Tagen die Umsiedlungsaktion. Ich habe mir schon gedacht, dass es sinnvoll ist, den Vogel bei Dunkelheit in seinem Käfig per Hand einzufangen, in den Tiertransportkasten zu setzen und dann in seinem neuen Zuhause frei zu lassen. Endgültiges Ziel ist die Auswilderung, allerdings erst, wenn er noch mehr Kräfte sammeln konnte. Nicht ganz so ideal wäre es, wenn er sich in seinem jetzigen "Zuhause" am Gitter festhält und nicht loslassen möchte. Da stellt sich die Frage, wie ich ihn loseisen kann. Ich bin für jeden Rat dankbar.
 

Alala

Neues Mitglied
Hallo Elmer,
mir ist stetes wichtig, Vertrauen auzubauen und zu erhalten. Im Dunkeln wird das Fangen einfacher gehen, würde ich aber nur bei einem sehr scheuen Vogel machen. Es kann passieren, dass er dann nachts in der neuen Umgebung Stress hat, da er nicht einschätzen kann, wo man sicher übernachten kann. Kannst Du nicht beim Füttern nah genug heran kommen und beherzt zugreifen? Sieht er die neue Voliere? Vögel verstehen besser was vor sich geht als man denkt.
 

WildHealth

Neues Mitglied
Katzenfutter von Aldi und Beoperlen, ist das Dein Ernst? Wenn Du einen auswilderungsfähigen Rabenvogel heranziehen willst, solltest Du ihn artgerecht ernähren mit unterschiedlichen Insekten, Eintagsküken, Babymäusen, Beeren, Nüssen, Korvimin. Ansonsten wird der Vogel kein flugtaugliches Gefieder haben.
 

Elmer Fudd

Neues Mitglied
  • Themenstarter Themenstarter
  • #15
Leider kann er den Neubau der neuen Rabiere nicht mit verfolgen, da dieser einige Etagen tiefer in der Hanglage erfolgt und durch einen Brennholzschuppen sowie Bäume und Sträucher verdeckt ist. Beim Füttern selbst läßt er sich aus nächster Nähe nicht beobachten. Der greift erst zu wenn man sich gebührend entfernt hat.

Was die Insekten betrifft: das haben wir versucht, auch mit leichtem Vorkühlen des Futters. Aber bis er sich entschieden hatte, die eine oder andere Heuschrecke aufzunehmen, hatten die sich schon verflüchtigt. Außerdem bin ich mir nicht sicher, welche Art von Insekten im Fachhandel angeboten wird und inwieweit die u. U. als Faunenverfälscher sich in der Umgebung breit machen.

Nüsse haben wir versucht. Sie wurden verschmäht. Beeren ist noch eine gute Idee. Die werde ich gleich aufgreifen und Blaubeeren und Johannisbeeren besorgen. Korvimin kannte ich bisher nicht. Aber dazu ist ja das Forum da, um solches Wissen zu vermitteln. Das Gefieder ist auf jeden Fall schon flugtauglich, denn während er vor zwei Wochen kaum flattern konnte, fliegt er trotz des kleinen Geheges, das ja immerhin schon vorhanden war, kleine Runden in seiner Behausung.
 

WildHealth

Neues Mitglied
Du bist ja lustig. Natürlich hauen die Heimchen ab. Die bietet man frischtot an. Als Standfutter besorgst Du aus einem onlineshop Pinkies, Buffalows, Zophobas und Mehlwürmer. Die ersten 2 Sorten frierst Du ein und taust durch Überbrühen mit kochendem Wasser 1-2 Eßl. Würmer auf und stellst sie der Krähe in die Voli. Zophobas und Mehlwürmer gibst Du lebend in ein hochwandiges Näpfchen zusammen mit einer Handvoll Haferflocken. Das Gewürm frißt Haferflocken und bleibt deshalb in dem Napf, das Interesse der Krähe wird geweckt, weil sich die Würmer in den Haferflocken bewegen.

Du darfst nicht aufgeben, der Krähe immer aufs Neue artgerechte Nahrung anzubieten. Nur weil sie etwas in einem früheren Entwicklungsstadium noch nicht fressen wollte, heißt das nicht, dass sie es nicht später tut. Deine Aufgabe ist es, der Krähe das Futter nahezubringen, dass sie später in der Natur selber finden muss. Sie kann doch nicht zu Aldi fliegen. Sie muss lernen, Insekten zu fangen, dazu muss sie sie kennenlernen. Flugunfähige Fliegen kannst Du übrigens auch online bestellen, die laufen dann im Geäst herum, mit dem Du die Voli ausgestattet hast und hauen auch nicht ab. Ihre Bewegung animiert die Krähe, nach ihnen zu schnappen. Mit den ersten Erfolgen, etwas erbeutet zu haben, wachsen auch die Fähigkeiten an, Schnelligkeit und Geschick, so dass sie später auch Heimchen erwischt. Heimchen kannst Du übrigens in eine größere Wasserschale werfen (anfangs einzeln), die versuchen dann, an den Rand zu schwimmen. Die Krähe wird von den Schwimmbewegungen angeregt, nach ihnen zu schnappen.
 

Alala

Neues Mitglied
Ja, auch ich sage, geeignetes Futter immer wieder anbieten, dauert manchmal etwas.
Lebendfutter halte ich zappelnd (einzeln) an die Voliere, bis die Aufmerksamkeit da ist, dann lasse ich das Tier in die Voliere fallen und der Jagdtrieb funktioniert. Mehlwürmer biete ich auch in einem kleinen Schälchen an.
Ich bevorzuge die Blumenuntersetzer aus Ton, deren Innenseite glasiert ist. Diese sind standfest und lassen sich gut reinigen.
Zophobas werden gleich gefressen, Grillen werden gekillt und versteckt.
Obst muss nach meiner Erfahrung satt reif sein: Äpfel, Aprikosen, Pfirsiche, Blaubeeren und Bananen gehen gut.
Jetzt warte ich auf die ersten Brombeeren
Bei den Nüssen sind die Cashews am weichsten. Anfangs habe ich sie etwas in Wasser weichen lassen, aber dann nicht zu lange stehen lassen. Erdnüsse in Schalen dienen derzeit eher der Beschäftigung. Ich weiß, das ist alles nicht heimisch, aber erst mal gehts mir um die Vielfalt (Ausgewogenheit). Heimische Nüsse sind ja auch noch nicht reif.
Hackfleisch geht hier nicht so gut, dafür biete ich ab und zu einen kleinen Markknochen (Rind) an.
Dann habe ich in einer großen Schale Maulwurfserde und Gritsteine (mehrere Sorten, für Wellis, Muschelschalen für Hühner, Gritstein für Tauben), das wird gerne durchwühlt.
Auch wenn Raben Weichfuttervögel sind, brauchen sie doch im Kropf Mahlsteine - oder?
 

WildHealth

Neues Mitglied
Erdnüsse in Schale sollten keiner Vogelart angeboten werden, beim Aufknacken droht Aspergillose. Bananen und Cashews gehören auch nicht in die Rabenvogelernährung, ob heimische Nüsse reif sind oder nicht, ist doch kein Grund, Cashews anzubieten. In der Natur gibt es sie nicht, und wenn Rabenvögel im September ausgewildert werden, sind Wal- und Haselnüsse fast ausgereift, deshalb sollten vor Auswilderung Äste mit dem aktuellen Reifestadium von Hasel- und Walnüssen neben reifen Nüssen angeboten werden. Grit benötigt ein Rabenvogel nicht, Calcium aber schon z. B. durch Gabe von Futterkalk im Futter oder zermalenen Eierschalen.
 

Gaby

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Moderator
Premium User
Ja,sie nehmen Grit(in der Natur kleine Steinchen) auf,auch geriebene Sepiaschale ist nicht schlecht...gut ist vllt auch wenn sie groß genug sind ..Mäuse anzubieten,man kann mit kleinen anfangen

LG gaby
 

Alala

Neues Mitglied
Hallo Wildhealth, ich bin schon der Meinung, dass alles was einen Kropf und keine Zähne hat, eine physikalische Verdauungshilfe braucht. Deshalb biete ich immer Erde, Sand, Grit und Muschelschalen an und wenn es nur zur Beschäftigung umgegraben wird.
Einmal halbieren tue die Erdnüsse ich, es wird bei mir auch nur Futter in Lebensmittelqualität angeboten.
Aber danke für den Tipp, gegessen werden die Erdnüsse eh nicht von jedem Rabenvogel.
Was Cashews und Bananen betrifft, geht es mir um Vielfalt und Schmackhaftigkeit. Und wenn eben Walnüsse und Haselnüsse verschmäht werden (anbieten tue ich sie), dann gibt es eben Cashwes, damit überhaupt Nüsse gefressen werden. In der Natur "treibt es der Hunger schon rein" bis zum Inhalt von MD-Tüten.
Unreife Nüsse würde ich nicht anbieten, das vergällt nur den Geschmack. Obst wird hier auch nur vollreif angenommen.
 
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